Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Ulp.Sab. XXIV
Ad Massurium Sabinum lib.Ulpiani Ad Massurium Sabinum libri

Ad Massurium Sabinum libri

Ex libro XXIV

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Dig. 1,1De iustitia et iure (Von der Gerechtigkeit und dem Recht.)Dig. 1,2De origine iuris et omnium magistratuum et successione prudentium (Von dem Ursprung des Rechts und aller Staatsbeamten, so wie der Folge der Rechtsgelehrten.)Dig. 1,3De legibus senatusque consultis et longa consuetudine (Von den Gesetzen, den Senatsbeschlüssen und dem Gewohnheitsrechte.)Dig. 1,4De constitutionibus principum (Von den Constitutionen der Kaiser.)Dig. 1,5De statu hominum (Vom Zustand der Menschen.)Dig. 1,6De his qui sui vel alieni iuris sunt (Von denen, die eigenen Rechtens, und denen, die fremdem Rechte unterworfen sind.)Dig. 1,7De adoptionibus et emancipationibus et aliis modis quibus potestas solvitur (Von der Annahme an Kindes Statt, der Entlassung aus der [väterlichen] Gewalt, und andern Arten deren Aufhebung.)Dig. 1,8De divisione rerum et qualitate (Von der Eintheilung der Sachen und deren Beschaffenheit.)Dig. 1,9De senatoribus (Von den Senatoren.)Dig. 1,10De officio consulis (Von der Amtspflicht des Consuls.)Dig. 1,11De officio praefecti praetorio (Von der Amtspflicht des Präfectus Prätorio.)Dig. 1,12De officio praefecti urbi (Von der Amtspflicht des Stadtvorstehers.)Dig. 1,13De officio quaestoris (Von der Amtspflicht des Quästors.)Dig. 1,14De officio praetorum (Von der Amtspflicht der Prätoren.)Dig. 1,15De officio praefecti vigilum (Von der Amtspflicht des Wachtvorstehers.)Dig. 1,16De officio proconsulis et legati (Von der Amtspflicht des Proconsul und des Legaten.)Dig. 1,17De officio praefecti Augustalis (Von der Amtspflicht des Kaiserlichen Präfecten.)Dig. 1,18De officio praesidis (Von der Amtspflicht des Präsidenten.)Dig. 1,19De officio procuratoris Caesaris vel rationalis (Von der Amtspflicht des Procurators des Kaisers oder Rentbeamten.)Dig. 1,20De officio iuridici (Von der Amtspflicht des Gerichtsverwalters.)Dig. 1,21De officio eius, cui mandata est iurisdictio (Von der Amtspflicht dessen, der mit der Gerichtsbarkeit beauftragt worden ist.)Dig. 1,22De officio adsessorum (Von der Amtspflicht der [Gerichts-] Beisitzer.)
Dig. 2,1De iurisdictione (Von der Gerichtsbarkeit.)Dig. 2,2Quod quisque iuris in alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur (Welche Rechtsgrundsätze Jemand gegen einen Andern aufgebracht hat, die sollen gegen ihn selbst in Anwendung gebracht werden dürfen.)Dig. 2,3Si quis ius dicenti non obtemperaverit (Wenn jemand dem, welcher Recht spricht, nicht gehorcht haben sollte.)Dig. 2,4De in ius vocando (Von der Berufung ins Gericht.)Dig. 2,5Si quis in ius vocatus non ierit sive quis eum vocaverit, quem ex edicto non debuerit (Wenn Jemand vor Gericht berufen worden und nicht gegangen ist, oder die dahin berufen worden sind, welche man dem Edicte nach nicht hätte berufen sollen.)Dig. 2,6In ius vocati ut eant aut satis vel cautum dent (Dass vor Gericht Berufene dahin gehen, oder Bürgen oder anders Sicherheit stellen.)Dig. 2,7Ne quis eum qui in ius vocabitur vi eximat (Dass Niemand den, welcher vor Gericht berufen wird, mit Gewalt entreisse.)Dig. 2,8Qui satisdare cogantur vel iurato promittant vel suae promissioni committantur (Von denen, welche gezwungen werden, Sicherheit zu stellen, oder ein eidliches Versprechen leisten, oder auf ihr einfaches Versprechen entlassen werden.)Dig. 2,9Si ex noxali causa agatur, quemadmodum caveatur (Wie Sicherheit gestellt wird, wenn eine Noxalklage erhoben [oder: wegen Schädenansprüchen geklagt] wird.)Dig. 2,10De eo per quem factum erit quominus quis in iudicio sistat (Von dem, welcher daran Schuld ist, dass sich Jemand nicht vor Gericht stellt.)Dig. 2,11Si quis cautionibus in iudicio sistendi causa factis non obtemperaverit (Wenn Jemand dem geleisteten Versprechen, sich vor Gerichte zu stellen, nicht nachgekommen ist.)Dig. 2,12De feriis et dilationibus et diversis temporibus (Von den Gerichtsferien und Aufschubsgestattungen und der Berechnung verschiedener Zeiten.)Dig. 2,13De edendo (Vom Vorzeigen.)Dig. 2,14De pactis (Von Verträgen.)Dig. 2,15De transactionibus (Von Vergleichen.)
Dig. 26,1De tutelis (Von den Bevormundungen.)Dig. 26,2 (3,9 %)De testamentaria tutela (Von der testamentarischen Vormundschaft.)Dig. 26,3De confirmando tutore vel curatore (Von der Bestätigung des Tutor oder Curator.)Dig. 26,4De legitimis tutoribus (Von den gesetzlichen Vormündern.)Dig. 26,5De tutoribus et curatoribus datis ab his qui ius dandi habent, et qui et in quibus causis specialiter dari possunt (Von den durch eine competente Obrigkeit bestellten Vormündern; ferner welche zu solchen Vormündern bestellt, und aus welchen Gründen diese eigentlich bestellt werden können.)Dig. 26,6Qui petant tutores vel curatores et ubi petantur (Von denen, welche um Vormünder oder Curatoren nachsuchen müssen, und wo dies geschehen soll.)Dig. 26,7De administratione et periculo tutorum et curatorum qui gesserint vel non et de agentibus vel conveniendis uno vel pluribus (Von der Verwaltung und Verantwortlichkeit der Tutoren und Curatoren, welche die Vormundschaft führten oder auch nicht, und von dem Verhältnisse derselben als Kläger oder Beklagte entweder einzeln oder in Mehrzahl.)Dig. 26,8 (1,0 %)De auctoritate et consensu tutorum et curatorum (Von der Ermächtigung und der Zustimmung der Vormünder und Curatoren.)Dig. 26,9Quando ex facto tutoris vel curatoris minores agere vel conveniri possunt (Wann aus der Handlung des Vormundes oder Curators Minderjährige klagen oder verklagt werden können.)Dig. 26,10De suspectis tutoribus et curatoribus (Von verdächtigen Vormündern und Curatoren.)
Dig. 40,1De manumissionibus (Von den Freilassungen.)Dig. 40,2De manumissis vindicta (Von den durch den Stab freigelassenen [Sclaven].)Dig. 40,3De manumissionibus quae servis ad universitatem pertinentibus imponuntur (Von den Freilassungen, welche Sclaven ertheilt werden, welche einer Gemeinheit angehören.)Dig. 40,4 (1,4 %)De manumissis testamento (Von den durch ein Testament freigelassenen [Sclaven.])Dig. 40,5De fideicommissariis libertatibus (Von den fideicommissarischen Freiheiten.)Dig. 40,6De ademptione libertatis (Von der Zurücknahme der Freiheit.)Dig. 40,7De statuliberis (Von den Bedingtfreien.)Dig. 40,8Qui sine manumissione ad libertatem perveniunt (Welche [Sclaven] ohne Freilassung zur Freiheit gelangen.)Dig. 40,9Qui et a quibus manumissi liberi non fiunt et ad legem Aeliam Sentiam (Welche Sclaven durch die Freilassung wegen ihrer selbst, und wegen ihres Freilassers nicht frei werden, und zum Aelisch-Sentischen Gesetz.)Dig. 40,10De iure aureorum anulorum (Von dem Recht der goldenen Ringe.)Dig. 40,11De natalibus restituendis (Von der Zurückversetzung in den Geburtsstand.)Dig. 40,12De liberali causa (Von dem Rechtsstreit über die Freiheit.)Dig. 40,13Quibus ad libertatem proclamare non licet (Welche nicht auf die Freiheit Anspruch machen dürfen.)Dig. 40,14Si ingenuus esse dicetur (Wenn behauptet werden wird, dass [ein Freigelassener] ein Freigeborner sei.)Dig. 40,15Ne de statu defunctorum post quinquennium quaeratur (Dass der Rechtszustand Verstorbener nach fünf Jahren nicht untersucht werden soll.)Dig. 40,16De collusione detegenda (Von der Entdeckung eines heimlichen Einverständnisses.)
Dig. 43,1De interdictis sive extraordinariis actionibus, quae pro his competunt (Von den Interdicten und ausserordentlichen Klagen, die an deren Statt zuständig sind.)Dig. 43,2Quorum bonorum (Welchen Nachlass.)Dig. 43,3Quod legatorum (Was von Vermächtnissen.)Dig. 43,4Ne vis fiat ei, qui in possessionem missus erit (Dass Dem keine Gewalt geschehe, der in den Besitz gesetzt sein wird.)Dig. 43,5De tabulis exhibendis (Von der Auslieferung der Testamente.)Dig. 43,6Ne quid in loco sacro fiat (Dass an einem heiligen Orte Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,7De locis et itineribus publicis (Von öffentlichen Plätzen und Wegen.)Dig. 43,8Ne quid in loco publico vel itinere fiat (Dass an einem öffentlichen Platze oder Wege Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,9De loco publico fruendo (Von dem Genuss eines öffentlichen Platzes.)Dig. 43,10De via publica et si quid in ea factum esse dicatur (Von öffentlichen Strassen und wenn etwas in demselben errichtet werden sein soll.)Dig. 43,11De via publica et itinere publico reficiendo (Von der Ausbesserung öffentlicher Strassen und Wege.)Dig. 43,12De fluminibus. ne quid in flumine publico ripave eius fiat, quo peius navigetur (Von den Flüssen, dass Etwas in einem öffentlichen Flusse oder an dessen Ufer nicht geschehe, wodurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird.)Dig. 43,13Ne quid in flumine publico fiat, quo aliter aqua fluat, atque uti priore aestate fluxit (Dass in einem öffentlichen Fluss Etwas nicht geschehe, wodurch der Wasserfluss gegen den im vorhergehenden Sommer geändert wird.)Dig. 43,14Ut in flumine publico navigare liceat (Dass die Schifffahrt an einem öffentlichen Flusse gestattet sei.)Dig. 43,15De ripa munienda (Von der Befestigung des Ufers.)Dig. 43,16De vi et de vi armata (Von der Gewalt und der Gewalt mit Waffen.)Dig. 43,17Uti possidetis (Wie ihr besitzet.)Dig. 43,18De superficiebus (Von Erbpachtungen.)Dig. 43,19De itinere actuque privato (Von Privatwegen.)Dig. 43,20De aqua cottidiana et aestiva (Vom täglichen Wasser und dem Sommerwasser.)Dig. 43,21De rivis (Von den Kanälen.)Dig. 43,22De fonte (Von den Quellen.)Dig. 43,23De cloacis (Von den Kloaken.)Dig. 43,24Quod vi aut clam (Was gewaltsam oder heimlich.)Dig. 43,25De remissionibus (Von den Remissionen.)Dig. 43,26De precario (Vom bittweisen [Besitzverhältniss].)Dig. 43,27De arboribus caedendis (Vom Baumfällen.)Dig. 43,28De glande legenda (Vom Auflesen der Eicheln.)Dig. 43,29De homine libero exhibendo (Von der Auslieferung freier Menschen.)Dig. 43,30De liberis exhibendis, item ducendis (Von der Auslieferung der Kinder und deren Abführung.)Dig. 43,31Utrubi (Vom (Interdicte) Wo immer.)Dig. 43,32De migrando (Vom Ausziehen lassen.)Dig. 43,33De Salviano interdicto (Vom Salvianischen Interdict.)
Dig. 47,1De privatis delictis (Von den Privatverbrechen.)Dig. 47,2De furtis (Von den Diebstählen.)Dig. 47,3De tigno iuncto (Vom verbauten Balken.)Dig. 47,4Si is, qui testamento liber esse iussus erit, post mortem domini ante aditam hereditatem subripuisse aut corrupisse quid dicetur (Wenn angegeben werden wird, dass derjenige [Sclav], der in einem Testamente geheissen worden, frei zu sein, nach des Herrn Tode vor dem Erbschaftsantritt Etwas gestohlen oder verdorben habe.)Dig. 47,5Furti adversus nautas caupones stabularios (Von der Diebstahlsklage wider Schiffer, Gastwirthe und Stallwirthe.)Dig. 47,6Si familia furtum fecisse dicetur (Wenn ein Gesinde einen Diebstahl begangen haben soll.)Dig. 47,7Arborum furtim caesarum ([Von der Klage] wegen verstohlen umgehauener Bäume.)Dig. 47,8Vi bonorum raptorum et de turba ([Von der Klage] wegen Raubes und vom Getümmel.)Dig. 47,9De incendio ruina naufragio rate nave expugnata (Von [dem bei einer] Feuersbrunst, Einsturz, Schiffbruch [oder einem] erstürmten Flosse oder Schiffe [Geraubten].)Dig. 47,10De iniuriis et famosis libellis (Von Injurien und Schmähschriften.)Dig. 47,11De extraordinariis criminibus (Von ausserordentlichen Verbrechen.)Dig. 47,12De sepulchro violato (Von der Verletzung eines Begräbnisses.)Dig. 47,13De concussione (Von der Erpressung.)Dig. 47,14De abigeis (Von den Viehdieben.)Dig. 47,15De praevaricatione (Von der Prävarication.)Dig. 47,16De receptatoribus (Von den Hehlern.)Dig. 47,17De furibus balneariis (Von den Badedieben.)Dig. 47,18De effractoribus et expilatoribus (Von den Einbrechern und Ausplünderern.)Dig. 47,19Expilatae hereditatis ([Von] der Ausplünderung der Erbschaft.)Dig. 47,20Stellionatus (Vom Stellionat.)Dig. 47,21De termino moto (Von der Grenzverrückung.)Dig. 47,22De collegiis et corporibus (Von Genossenschaften und Körperschaften.)Dig. 47,23De popularibus actionibus (Von den Volksklagen.)
Dig. 48,1De publicis iudiciis (Von den öffentlichen Verfahren.)Dig. 48,2De accusationibus et inscriptionibus (Von den Anklagen und Anklageschriften.)Dig. 48,3De custodia et exhibitione reorum (Von der Bewachung und Auslieferung der Angeschuldigten.)Dig. 48,4Ad legem Iuliam maiestatis (Zum Julischen Gesetz über die Majestät.)Dig. 48,5Ad legem Iuliam de adulteriis coercendis (Zum Julischen Gesetze über die Bestrafung des Ehebruchs.)Dig. 48,6Ad legem Iuliam de vi publica (Zum Julischen Gesetz von der öffentlichen Gewaltthätigkeit.)Dig. 48,7Ad legem Iuliam de vi privata (Zum Julischen Gesetze von der Privatgewaltthätigkeit.)Dig. 48,8Ad legem Corneliam de siccariis et veneficis (Zum Cornelischen Gesetze von Mördern und Giftmischern.)Dig. 48,9De lege Pompeia de parricidiis (Vom Pompejischen Gesetze über die Verwandtenmörder.)Dig. 48,10De lege Cornelia de falsis et de senatus consulto Liboniano (Vom Cornelischen Gesetze über Verfälschungen und dem Libonianischen Senatsbeschluss.)Dig. 48,11De lege Iulia repetundarum (Vom Julischen Gesetze über Beugung des Rechts aus Parteilichkeit.)Dig. 48,12De lege Iulia de annona (Vom Julischen Gesetze über Vor- und Aufkauf.)Dig. 48,13Ad legem Iuliam peculatus et de sacrilegis et de residuis (Zum Julischen Gesetze von dem Cassendiebstahl, von dem Tempelraube und der Cassenveruntrauung.)Dig. 48,14De lege Iulia ambitus (Vom Julischen Gesetz über Amtserschleichung.)Dig. 48,15De lege Fabia de plagiariis (Vom Fabischen Gesetze über die Plagiarier.)Dig. 48,16Ad senatus consultum Turpillianum et de abolitionibus criminum (Zum Turpillianischen Senatsbeschluss und der Niederschlagung der Verbrechen.)Dig. 48,17De requirendis vel absentibus damnandis (Von der öffentlichen Ladung der Angeschuldigten und der Verurtheilung der Abwesenden.)Dig. 48,18De quaestionibus (Von den peinlichen Fragen.)Dig. 48,19De poenis (Von den Strafen.)Dig. 48,20De bonis damnatorum (Vom Vermögen der Verurtheilten.)Dig. 48,21De bonis eorum, qui ante sententiam vel mortem sibi consciverunt vel accusatorem corruperunt (Von dem Vermögen Derer, die vor dem Erkenntnisse sich entweder entleibt, oder den Ankläger bestochen haben.)Dig. 48,22De interdictis et relegatis et deportatis (Von denen, weclhen der Aufenthalt irgendwo verboten ist, den Verwiesenen und Deportirten.)Dig. 48,23De sententiam passis et restitutis (Von Denen, die ein Erkenntniss erlitten und wieder in den vorigen Stand eingesetzt worden sind.)Dig. 48,24De cadaveribus punitorum (Von den Leichen der Bestraften.)
Dig. 49,1De appellationibus et relegationibus (Von den Appellationen und den Berichten.)Dig. 49,2A quibus appellari non licet ([Von denjenigen Richtern,] von welchen man nicht appelliren kann.)Dig. 49,3Quis a quo appelletur (An wen von dem [Unterrichter] appellirt werden muss.)Dig. 49,4Quando appellandum sit et intra quae tempora (Wann appellirt werden muss, und innerhalb welcher Fristen.)Dig. 49,5De appellationibus recipiendis vel non (Von der Annahme, oder Nichtannahme der Appellationen.)Dig. 49,6De libellis dimissoriis, qui apostoli dicuntur (Von dem Berichte, Apostel genannt.)Dig. 49,7Nihil innovari appellatione interposita (Dass nach Einwendung der Appellation Nichts verändert werde.)Dig. 49,8Quae sententiae sine appellatione rescindantur ([Von] den Erkenntnissen, welche ohne Appellation wieder aufgehoben werden.)Dig. 49,9An per alium causae appellationum reddi possunt (Ob Appellationsbeschwerden durch einen Andern ausgeführt werden können.)Dig. 49,10Si tutor vel curator magistratusve creatus appellaverit (Wenn Derjenige, welcher zum Vormunde, oder zum Curator, oder zu einem obrigkeitlichen Amte erwählt worden ist, appellirt hat.)Dig. 49,11Eum qui appellaverit in provincia defendi (Dass Derjenige, welcher appellirt hat, in der Provinz sich vertheidige.)Dig. 49,12Apud eum, a quo appellatur, aliam causam agere compellendum (Dass man bei demjenigen [Richter], von welchem man appellirt, [dennoch seine] anderen Rechtssachen führen muss.)Dig. 49,13Si pendente appellatione mors intervenerit (Wenn während schwebender Berufung der Tod des [Appellanten] eingetreten.)Dig. 49,14De iure fisci (Vom Rechte des Fiscus.)Dig. 49,15De captivis et de postliminio et redemptis ab hostibus (Von den Gefangenen, dem Heimkehrrechte, und den von den Feinden Losgekauften.)Dig. 49,16De re militari (Vom Kriegswesen.)Dig. 49,17De castrensi peculio (Von dem im Felde erworbenen Sondergute.)Dig. 49,18De veteranis (Von den Privilegien der Veteranen.)
Dig. 26,2,8Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Tu­tor da­tus ve­ta­ri tu­tor es­se pot­est vel tes­ta­men­to vel co­di­cil­lis. 1Sed si sub con­di­cio­ne fue­rit tu­tor da­tus, de­fi­cien­te con­di­cio­ne tu­tor non erit. 2Tu­to­rem au­tem et a cer­to tem­po­re da­re et us­que ad cer­tum tem­pus li­cet et sub con­di­cio­ne et us­que ad con­di­cio­nem. 3In tu­to­ris da­tio­nem utrum le­vis­si­ma con­di­cio an no­vis­si­ma, ut in le­ga­to, spec­tan­da est? ut pu­ta ‘Ti­tius cum pot­erit tu­tor es­to’: ‘Ti­tius si na­vis ex Asia ve­ne­rit tu­tor es­to’. et Iu­lia­nus li­bro vi­ce­si­mo di­ges­to­rum rec­te scrip­sit no­vis­si­mam scrip­tu­ram es­se spec­tan­dam.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Dem bestellten Vormunde kann durch ein Testament oder Codicille diese Eigenschaft wieder genommen werden. 1Wurde bedingungsweise ein Vormund bestellt, so wird er, wenn die Bedingung nicht eintritt, auch nicht Vormund werden. 2Man kann aber von einer bestimmten Zeit an, und bis zu einer bestimmten Zeit hin, und unter einer Bedingung und bis zum Eintritt einer Bedingung hin, einen Vormund geben. 3Muss man aber bei der Bestellung eines Vormundes auf die leichteste oder auf die jüngste Bedingung, wie bei einem Vermächtnisse, Rücksicht nehmen? wie z. B.: Titius soll Vormund sein, wenn es ihm möglich sein wird; Titius soll Vormund sein, wenn das Schiff aus Asien angelangt sein wird. Julianus schrieb im zwanzigsten Buche der Digesten: man müsse die jüngste Bestimmung berücksichtigen.

Dig. 26,8,2Idem li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Nul­la dif­fe­ren­tia est, non in­ter­ve­niat auc­to­ri­tas tu­to­ris an per­pe­ram ad­hi­bea­tur.

Idem lib. XXIV. ad Sabin. Es ist kein Unterschied darin, ob gar keine Ermächtigung des Vormundes vorhanden ist, oder ob diese nicht gehörig ertheilt wurde.

Dig. 30,50Idem li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si ser­vus plu­rium sit, pro do­mi­nii por­tio­ne le­ga­tum ei re­lic­tum ad­quiret. 1Si he­redi­ta­tis iu­dex con­tra he­redem pro­nun­tia­ve­rit non agen­tem cau­sam vel lu­so­rie agen­tem, ni­hil hoc no­ce­bit le­ga­ta­riis. quid er­go, si per in­iu­riam fue­rit pro­nun­tia­tum, non ta­men pro­vo­ca­vit? in­iu­ria ei fac­ta non no­ce­bit le­ga­ta­riis, ut et Sa­b­inus sig­ni­fi­cat. si ta­men se­cun­dum sub­sti­tu­tum pro­nun­tiet, an il­le le­ga­ta­riis te­n­ea­tur, vi­dea­mus: et cum ius fa­cit haec pro­nun­tia­tio quod at­ti­net ad ip­sius per­so­nam, num­quid le­ga­ta­riis te­n­ea­tur? nec enim tam im­pro­be cau­sa­ri pot­est se­cun­dum se iu­di­ca­tum per gra­tiam. re­spon­de­bit igi­tur et le­ga­ta­riis, ut cre­di­to­ri­bus. 2Si quis an­te quaes­tio­nem de fa­mi­lia ha­bi­tam ad­ie­rit he­redi­ta­tem vel ne­cem tes­ta­to­ris non de­fen­de­rit, le­ga­to­rum per­se­cu­tio ad­ver­sus fis­cum lo­cum ha­bet. quid ta­men, si fis­cus bo­na non ad­gnos­cat? ex ne­ces­si­ta­te red­un­da­bit onus le­ga­to­rum ad he­redem. sed si sub­ie­cit de­la­to­rem si­bi, ut ei he­redi­tas ab­iu­di­ce­tur et one­ri­bus ca­re­ret, vel mi­nus ple­ne de­fen­dit cau­sam, non se ex­one­rat ex­em­plo eius, qui col­lu­so­rie de he­redi­ta­te li­ti­ga­vit. 3Si nu­me­rus num­mo­rum le­ga­tus sit ne­que ap­pa­ret qua­les sunt le­ga­ti, an­te om­nia ip­sius pa­tris fa­mi­lias con­sue­tu­do, de­in­de re­gio­nis, in qua ver­sa­tus est, ex­qui­ren­da est: sed et mens pa­tris fa­mi­liae et le­ga­ta­rii dig­ni­tas vel ca­ri­tas et ne­ces­si­tu­do, item ea­rum quae prae­ce­dunt vel quae se­quun­tur sum­ma­rum scrip­ta sunt spec­tan­da.

Idem lib. XXIV. ad Sabin. Wenn ein Sclav Mehreren gehört, so erwirbt er ein ihm hinterlassenes Vermächtniss nach Verhältniss der Antheile seinen Eigenthümern. 1Wenn der Richter in einem Erbschaftsstreit gegen den Erben gesprochen hat, welcher seine Sache nicht führte, oder unter Collusion mit dem Gegner führte, so schadet dies den Legataren nichts. Wie nun, wenn ein ungerechtes Urtheil gegen ihn ergangen ist, und er nicht appellirt hat? Das ihm geschehene Unrecht schadet den Legataren nichts, wie auch Sabinus zu erkennen gibt. Wenn aber der Richter zu Gunsten des Nacherben erkennt, so fragt sich, ob dieser den Legataren verpflichtet sei? und, da ein solches Urtheil, was seine Person betrifft, als Rechtsnorm dient, ob er den Legataren verbunden sei? Er kann nämlich doch nicht einen so unverschämten Vorwand brauchen, dass aus Parteilichkeit zu seinen Gunsten erkannt worden sei? Er ist also den Legataren sowohl, als den Gläubigern [vor Gericht] zu antworten schuldig11Vgl. Fr. 4. D. de appell. 49. 1.. 2Wenn Jemand vor der Folterung der Sclaven die Erbschaft22Eines Gemordeten. S. Fr. 1. D. de SC. Silan. 29. 5. antritt, oder den Tod des Erblassers nicht zu rächen sucht, so hat die Verfolgung der Vermächtnisse gegen den Fiscus33Dem alsdann die Erbschaft zufällt. Fr. 5. §. 2. Fr. 25. eod. Statt. Wie aber, wenn der Fiscus sich des Vermögens nicht anmasst? Nothwendig wird dann die Last der Vermächtnisse auf den Erben zurückfallen. Hat er aber den Angeber [des Mordes] vorgeschoben, damit diesem die Erbschaft zuerkannt und von Lasten frei würde, oder die Rechtssache [gegen den Mörder] nicht hinlänglich durchgesetzt, so befreit er sich dadurch nicht, so wenig als der, welcher beim Rechtsstreit über die Erbschaft Collusion verhangen hat. 3Wenn eine Zahl Geldstücke vermacht ist, und nicht erhellt, von welcher Art, so ist vor Allem der Gebrauch des Hausvaters44Des Testators. selbst, und sodann der der Gegend, in der er sich aufgehalten hat, zu erforschen; aber auch die Absicht des Hausvaters (Testators) und der Stand des Legatars oder die Zuneigung und das Verhältniss des erstern zu ihm; auch ist auf die Bestimmungen der vor- und nachstehenden Summen Rücksicht zu nehmen.

Dig. 32,52Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Li­bro­rum ap­pel­la­tio­ne con­ti­nen­tur om­nia vo­lu­mi­na, si­ve in char­ta si­ve in mem­bra­na sint si­ve in qua­vis alia ma­te­ria: sed et si in phi­ly­ra aut in ti­lia (ut non­nul­li con­fi­ciunt) aut in quo alio co­rio, idem erit di­cen­dum. quod si in co­di­ci­bus sint mem­bra­neis vel char­ta­ceis vel et­iam ebo­reis vel al­te­rius ma­te­riae vel in ce­ra­tis co­di­cil­lis, an de­bean­tur, vi­dea­mus. et Gaius Cas­sius scri­bit de­be­ri et mem­bra­nas li­bris le­ga­tis: con­se­quen­ter igi­tur ce­te­ra quo­que de­be­bun­tur, si non ad­ver­se­tur vo­lun­tas tes­ta­to­ris. 1Si cui cen­tum li­bri sint le­ga­ti, cen­tum vo­lu­mi­na ei da­bi­mus, non cen­tum, quae quis in­ge­nio suo me­ti­tus est, qui ad li­bri scrip­tu­ram suf­fi­ce­rent: ut pu­ta cum ha­be­ret Ho­me­rum to­tum in uno vo­lu­mi­ne, non qua­dra­gin­ta oc­to li­bros com­pu­ta­mus, sed unum Ho­me­ri vo­lu­men pro li­bro ac­ci­pien­dum est. 2Si Ho­me­ri cor­pus sit le­ga­tum et non sit ple­num, quan­tae­cum­quae rhap­so­diae in­ve­nian­tur, de­ben­tur. 3Li­bris au­tem le­ga­tis bi­blio­the­cas non con­ti­ne­ri Sa­b­inus scri­bit: idem et Cas­sius: ait enim mem­bra­nas quae scrip­tae sint con­ti­ne­ri, de­in­de ad­ie­cit ne­que ar­ma­ria ne­que scri­nia ne­que ce­te­ra, in qui­bus li­bri con­dun­tur, de­be­ri. 4Quod ta­men Cas­sius de mem­bra­nis pu­ris scrip­sit, ve­rum est: nam nec char­tae pu­rae de­ben­tur li­bris le­ga­tis nec char­tis le­ga­tis li­bri de­be­bun­tur, ni­si for­te et hic nos ur­se­rit vo­lun­tas: ut pu­ta si quis for­te char­tas sic re­li­que­rit ‘char­tas meas uni­ver­sas’, qui ni­hil aliud quam li­bros ha­be­bat, stu­dio­sus stu­dio­so: ne­mo enim du­bi­ta­bit li­bros de­be­ri: nam et in usu ple­ri­que li­bros char­tas ap­pel­lant. quid er­go, si quis char­tas le­ga­ve­rit pu­ras? mem­bra­nae non con­ti­ne­bun­tur ne­que ce­te­rae ad scri­ben­dum ma­te­riae, sed nec coep­ti scri­bi li­bri. 5Un­de non ma­le quae­ri­tur, si li­bri le­ga­ti sint, an con­ti­nean­tur non­dum per­scrip­ti. et non pu­to con­ti­ne­ri, non ma­gis quam ves­tis ap­pel­la­tio­ne non­dum de­tex­ta con­ti­ne­tur. sed per­scrip­ti li­bri non­dum mal­lea­ti vel or­na­ti con­ti­ne­bun­tur: pro­in­de et non­dum con­glu­ti­na­ti vel emen­da­ti con­ti­ne­bun­tur: sed et mem­bra­nae non­dum con­su­tae con­ti­ne­bun­tur. 6Char­tis le­ga­tis ne­que pa­py­rum ad char­tas pa­ra­tum ne­que char­tae non­dum per­fec­tae con­ti­ne­bun­tur. 7Sed si bi­blio­the­cam le­ga­ve­rit, utrum ar­ma­rium so­lum vel ar­ma­ria con­ti­ne­bun­tur an ve­ro li­bri quo­que con­ti­nean­tur, quae­ri­tur. et ele­gan­ter Ner­va ait in­ter­es­se id quod tes­ta­tor sen­se­rit: nam et lo­cum sig­ni­fi­ca­ri bi­blio­the­cam eo: alias ar­ma­rium, sic­uti di­ci­mus ‘ebo­ream bi­blio­the­cam emit’: alias li­bros, sic­uti di­ci­mus ‘bi­blio­the­cam emis­se’. 7aQuod igi­tur scri­bit Sa­b­inus li­bros bi­blio­the­cam non se­qui, non per om­nia ve­rum est: nam in­ter­dum ar­ma­ria quo­que de­ben­tur, quae ple­ri­que bi­blio­the­cas ap­pel­lant. pla­ne si mi­hi pro­po­nas ad­hae­ren­tia es­se mem­bro ar­ma­ria vel ad­fi­xa, si­ne du­bio non de­be­bun­tur, cum ae­di­fi­cii por­tio sint. 8Quod in bi­blio­the­ca trac­ta­vi­mus, idem Pom­po­nius li­bro sex­to ex Sa­b­ino in dac­ty­lio­the­ca le­ga­ta trac­tat: et ait anu­los quo­que con­ti­ne­ri, non so­lum the­cam, quae anu­lo­rum cau­sa pa­ra­ta sit: hoc au­tem ex eo con­iec­tat, quod ita pro­po­ni­tur quis le­gas­se: ‘dac­ty­lio­the­cam meam et si quos prae­ter­ea anu­los ha­beo’ et ita La­beo­nem quo­que ex­is­ti­mas­se ait. 9Sunt ta­men quae­dam, quae om­ni­mo­do le­ga­tum se­quun­tur: ut lec­tum le­ga­tum con­ti­neat et fulc­tra et ar­ma­riis et lo­cu­lis claus­tra et cla­ves ce­dunt.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Unter der Benennung Bücher werden alle Bände begriffen, mögen sie aus Papier, oder aus Pergament, oder aus irgend einem anderen Stoff bestehen; aber auch wenn sie aus Lindenbast55In philyra, aut in tilia; beide Ausdrücke bezeichnen wohl dasselbe. S. Brisson s. v. philyra., wie sie Einige verfertigen, oder aus irgend einer anderen Rinde bestehen, so wird dasselbe zu sagen sein. Wenn sie aber aus Pergament-, oder Papier-, oder Elfenbeintafeln, oder [aus Tafeln] von anderem Stoff, oder aus Wachstäfelchen bestehen sollten, so wollen wir sehen, ob sie geleistet werden müssen. Und Cajus Cassius schreibt, dass, wem Bücher vermacht sind, auch die Pergamente gebühren; folgerichtig werden daher auch die übrigen gebühren, wenn nicht die Absicht des Testators entgegen ist. 1Wenn Jemandem hundert Bücher vermacht sein sollten, so werden wir ihm hundert Bände geben, nicht hundert, welche Jemand nach seinem Kopf abgemessen hat, wie sie ihm zur Abfassung eines Buches genügten66D. h. nicht hundert Bücher nach der Eintheilung des Verfassers, der vielleicht einen einzigen Band in hundert Bücher eintheilte., z. B. wenn er den ganzen Homer in einem Bande hatte, so rechnen wir nicht achtundvierzig Bücher, sondern der einzige Band, in welchem sich der Homer befindet, ist als ein Buch anzusehen. 2Wenn die sämmtlichen Werke des Homer vermacht, und nicht vollständig sein sollten, so missen so viele Rhapsodieen, als man [in der Erbschaft] findet, geleistet werden. 3Dass aber, wenn Bücher vermacht sind, darnuter nicht Bibliotheken begriffen werden, schreibt Sabinus; dasselbe auch Cassius, er sagt nämlich, dass Pergamente, welche beschrieben sind, darunter begriffen seien, sodann hat er hinzugefügt, dass weder Schränke, noch Kisten, noch andere [Behältnisse], in welchen Bücher aufbewahrt werden, geleistet werden müssen. 4Was jedoch Cassius in Bezug auf reine Pergamente geschrieben hat, ist wahr; denn weder muss reines Papier, wenn Bücher vermacht sind, geleistet werden, noch werden, wenn Papier vermacht ist, Bücher geleistet werden müssen, wenn nicht etwa auch hier uns die Absicht des Testators dazu nöthigen sollte, z. B. wenn etwa Jemand, [wie] ein den Wissenschaften Beflissener, einem anderen Papier so hinterlassen haben sollte: meine gesammten Papiere, und er nichts anderes als Bücher hatte; denn Niemand wird zweifeln, dass die Bücher geleistet werden müssen; denn auch im gewöhnlichen Leben nennen sehr Viele die Bücher Papiere. Wie also, wenn Jemand reines Papier vermacht haben sollte? Die Pergamente werden nicht darunter begriffen sein, auch nicht die übrigen Stoffe zum Schreiben, aber auch nicht Bücher, welche man zu schreiben angefangen hat. 5Deshalb fragt man nicht übel, ob, wenn Bücher vermacht seien, darunter noch nicht fertig geschriebene Bücher begriffen seien. Und ich glaube, dass sie nicht darunter begriffen seien, nicht mehr, als unter der Benennung Kleid ein noch nicht fertig gewebtes begriffen ist. Aber noch nicht geschlagene oder verzierte Bücher werden darunter begriffen sein; deshalb werden auch nicht zusammengeleimte oder verbesserte darunter begriffen sein; ingleichen noch nicht zusammengeheftete Pergamente. 6Unter vermachten Papieren wird weder [zur Verfertigung von] Papier angeschaffte Papierstaude, noch Papier, das noch nicht fertig ist, begriffen werden. 7Aber wenn Jemand eine Bibliothek77Es ist hier die Zusammensetzung des Wortes bibliotheca aus dem Griechischen βιβλός und θήκη zu berücksichtigen, welches letztere Wort Behältniss, Schrank u. dergl. bedeutet. vermacht haben sollte, so fragt es sich, ob blos der Schrank oder die Schränke darunter begriffen sein werden, oder aber auch die Bücher darunter begriffen sind. Und passend sagt Nerva, es komme darauf an, was der Testator im Sinne gehabt habe; denn auch den Ort bezeichne [das Wort] Bibliothek, und bald den Schrank, wie wir sagen: er hat eine elfenbeinerne Bibliothek gekauft, bald die Bücher, wie wir sagen: es habe [Jemand] eine Bibliothek gekauft. 7aWenn also Sabinus schreibt, dass die Bücher [dem Vermächtniss] einer Bibliothek nicht folgen, so ist das nicht durchaus wahr; denn zuweilen müssen auch die Schränke geleistet werden, welche sehr viele Bibliotheken nennen. Freilich wenn man mir den Fall vorlegen sollte, dass die Schränke mit einem Theil des Hauses zusammenhängen, oder daran befestigt seien, so werden sie ohne Zweifel nicht gebühren, da sie ein Theil des Gebäudes sind. 8Was wir in Bezug auf eine Bibliothek verhandelt haben, dasselbe verhandelt Pomponius im sechsten Buche aus dem Sabinus in Bezug auf eine vermachte Dactyliothek88Dactyliotheca, bald eine Sammlung von Ringen, bald wegen der Zusammensetzung mit θήκη, ein Behältniss, in welchem Ringe aufbewahrt werden. S. L. 53. D. h. t., und sagt, dass auch die Ringe darunter begriffen seien, nicht blos das Behältniss, welches um der Ringe willen angeschafft sei; dies muthmasst er aber daraus, dass man anführt, Jemand habe so vermacht: meine Dactyliothek und die Ringe, welche ich etwa noch ausserdem habe; und er sagt, dass auch Labeo dies geglaubt habe. 9Es gibt aber einige Dinge, welche einem Vermächtniss jeden Falls folgen, wie ein vermachtes Bett auch die Bettstützen in sich begreift, und zu den Schränken und Kästchen Schlösser und Schlüssel gehören.

Dig. 33,1,3Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si le­ga­tum sit re­lic­tum an­nua bi­ma tri­ma die, tri­gin­ta for­te, de­na per sin­gu­los de­ben­tur an­nos, li­cet non fue­rit ad­iec­tum ‘ae­quis pen­sio­ni­bus’. 1Pro­in­de et si ad­iec­tum fue­rit ‘pen­sio­ni­bus’, li­cet non sit in­ser­tum ‘ae­quis’, item si scrip­tum fue­rit ‘ae­quis’, li­cet non sit ad­iec­tum ‘pen­sio­ni­bus’, di­cen­dum erit ae­quas fie­ri. 2Sed si ad­iec­tum ‘pen­sio­ni­bus in­ae­quis’, in­ae­qua­les de­be­bun­tur: quae er­go de­bean­tur, vi­dea­mus. et pu­to eas de­be­ri (ni­si spe­cia­li­ter tes­ta­tor elec­tio­nem he­redi de­dit), quas vir bo­nus fue­rit ar­bi­tra­tus, ut pro fa­cul­ta­ti­bus de­func­ti et de­po­si­tio­ne pa­tri­mo­nii de­bean­tur. 3Sed et si fue­rit ad­iec­tum ‘vi­ri bo­ni ar­bi­tra­tu’, hoc se­que­mur, ut pro po­si­tio­ne pa­tri­mo­nii si­ne ve­xa­tio­ne et in­com­mo­do he­redis fiat. 4Quid si ita ‘pen­sio­ni­bus, quas pu­ta­ve­rit le­ga­ta­rius?’ an to­tum pe­te­re pos­sit, vi­dea­mus. et pu­to to­tum non pe­ten­dum si­mul, sic­ut et in he­redis elec­tio­ne. fie­ri enim pen­sio­nes de­be­re tes­ta­tor vo­luit, quan­ti­ta­tes dum­ta­xat pen­sio­num in ar­bi­trio he­redis aut le­ga­ta­rii con­tu­lit. 5Sed si ita sit le­ga­tum ‘he­res meus Ti­tio de­cem tri­ma die da­to’, utrum pen­sio­ni­bus an ve­ro post tri­en­nium de­bea­tur? et pu­to sic ac­ci­pien­dum, qua­si pa­ter fa­mi­lias de an­nua bi­ma tri­ma die sen­sis­se pro­po­na­tur. 6Si cui cer­ta quan­ti­tas le­ge­tur et, quo­ad prae­ste­tur, in sin­gu­los an­nos cer­tum ali­quid vel­ut usu­ras ius­se­rit tes­ta­tor prae­sta­ri, le­ga­tum va­let: sed in usu­ris hac­te­nus de­bet va­le­re, qua­te­nus mo­dum pro­ba­bi­lem usu­ra­rum non ex­ce­dit.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Ist Jemanden ein Vermächtniss, etwa dreissig[tausend Sestertien], in einem ein-, zwei-, dreijährigen Termin hinterlassen worden, so müssen davon zehn[tausend] in jedem Jahre entrichtet werden, wäre auch nicht hinzugefügt: in gleichen Terminalzahlungen. 1Ferner, wäre zwar hinzugefügt: in Terminalzahlungen, aber nicht eingerückt: in gleichen, oder es wäre zwar verordnet: gleichmässig, aber nicht hinzugefügt: in Terminalzahlungen, so wird doch zu erachten sein, dass es in gleichen geschehen müsse. 2Sind aber ausdrücklich ungleiche Terminalzahlungen bestimmt, so muss es auch so entrichtet werden. Sehen wir, welche in diesem Falle zu entrichten sind; und ich glaube, es sind, wenn der Testator dem Erben nicht ausdrücklich die Wahl gelassen hat, diejenigen zu entrichten, welche ein rechtlicher Mann den Vermögensumständen des Erblassers und der Lage des Vermögens für angemessen hält. 3Wäre aber auch hinzugefügt: nach dem Ermessen eines rechtlichen Mannes, so werden wir den Weg einschlagen müssen, dass es nach der Lage des Vermögens und ohne Nachtheil und Bedrückung des Erben geschieht. 4Wenn aber so steht: in Terminalzahlungen nach dem Ermessen des Vermächtnissinhabers, kann er dann das Ganze auf einmal fordern? ich glaube, er kann das Ganze nicht auf einmal fordern, und ebenso, wenn es in die Wahl des Erben gestellt worden99Die Glosse versteht durch Hinzudenken: kann dieser die Zahlung des Ganzen nicht bis zuletzt aufschieben. A. d. R.. Denn nach dem Willen des Testators sollte es in Terminalzahlungen geschehen und nur das Quantum einer jeden Zahlung hat er der Willkühr des Erben oder des Vermächtnissinhabers überlassen. 5Wäre aber das Vermächtniss so hinterlassen worden: mein Erbe soll dem Titius, zehn[tausend Sestertien] in einem dreijährigen Termine geben, muss es in Terminen oder nach Ablauf von drei Jahren entrichtet werden? Ich glaube, man muss alsdann annehmen, der Hausvater habe einen einjährigen, zweijährigen und dreijährigen Termin im Sinne gehabt. 6Ist Jemandem eine bestimmte Quantität vermacht worden, und soll nach dem Willen des Testators so lange es jährlich gewährt wird, [von Seiten des Erben] etwas Bestimmtes, z. B. Zinsen, gegeben werden, so gilt das Vermächtniss, aber in Rücksicht auf den Zinsenpunkt nur in soweit, als es den erlaubten Zinssatz nicht übersteigt.

Dig. 33,9,1Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Uxo­ri suae in an­nos sin­gu­los pe­no­ris ali­quid he­res da­re ius­sus est, si non de­dis­set, num­mos da­re dam­na­tus est: quae­ri­tur, an penus le­ga­ta pe­ti pos­sit an ve­ro so­lum­mo­do sit in prae­sta­tio­ne et, si non prae­ste­tur, tunc quan­ti­tas pe­ta­tur. et si qui­dem se­mel penus sit le­ga­ta, non per sin­gu­los an­nos, cer­to iu­re uti­mur, ut et Mar­cel­lus li­bro tri­ge­si­mo no­no di­ges­to­rum apud Iu­lia­num no­tat, in prae­sta­tio­ne es­se dum­ta­xat pe­num, quan­ti­ta­tem ve­ro et pe­ti pos­se. ha­be­bit igi­tur he­res ob­la­tio­nem tam­diu, quam­diu lis cum eo de pe­cu­nia con­tes­te­tur, ni­si for­te aliud tem­pus vel men­te vel ver­bis tes­ta­tor prae­sti­tuit. quod si in an­nos sin­gu­los penus le­ga­ta sit, per sin­gu­los an­nos penus ad­huc pot­erit prae­sta­ri, si mi­nus, sum­mae per sin­gu­los an­nos pe­ten­tur. quid er­go, si una sum­ma le­ga­ta sit et pri­mo penus non sit prae­sti­ta? utrum to­ta sum­ma de­bea­tur, qua­si to­to pe­no­ris le­ga­to trans­fu­so, an ve­ro quan­ti­tas pri­mi an­ni aes­ti­ma­tio­nis so­la sit trans­la­ta, du­bi­ta­ri pot­est. pu­to ta­men sic vo­lun­ta­tem se­quen­dam tes­ta­to­ris, ut to­ta sum­ma ili­co, post­quam ces­sa­ve­rit he­res da­re pe­num uxo­ri, prae­ste­tur, he­redis in­de­vo­tio­ne co­er­cen­da.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Jemand hatte seinen Erben verpflichtet, seiner Gattin jährlich etwas an Vorräthen zu geben; hätte er es unterlassen, so sollte er ihr dafür Geld geben. Es wird angefragt, ob die vermachten Vorräthe gefordert werden können1010D. h. ob man sie in Natura verlangen könne? A. d. R., oder ob sie nur allein die Leistung ausmachen1111D. h. ob es nur im Belieben des Erben stehe, sie in Natura zu leisten? A. d. R., und wenn sie nicht gewährt würden, ob dann auf die Geldsumme geklagt werden müsse? Sind nur ein- für allemal Vorräthe vermacht worden, nicht von Jahr zu Jahr, so ist es bei uns feststehendes Recht, wie auch Marcellus im neununddreissigsten Buche der Pandecten bei Julianus bemerkt, dass die Vorräthe nur allein die Leistung ausmachen, auf die Geldsumme aber auch geklagt werden kann1212Wenn nämlich erstere nicht erfolgt ist. A. d. R.. Dem Erben wird also so lange die Verabreichung derselben zustehen, bis in dem Rechtsstreit über die Geldsumme die Einlassung erfolgt ist, wenn nicht etwa der Testator eine andere Zeit entweder nach seiner Absicht oder nach seinen Worten vorgeschrieben hat. Sind die Vorräthe Jahr für Jahr vermacht worden, so werden sie auch noch Jahr für Jahr gewährt werden können; wo nicht, so kann das Geld Jahr für Jahr eingeklagt werden. Wie aber, wenn nur eine einzige Geldsumme dafür vermacht worden ist und im ersten Jahre die Vorräthe nicht gewährt worden sind? es kann bezweifelt werden, ob alsdann die ganze Summe bezahlt werden muss, gleichsam als wenn das ganze Vermächtniss [in Geld] verwandelt worden wäre, oder ob nur der Betrag nach dem Verhältniss zum ersten Jahre in Geld verwandelt worden sei? Ich glaube jedoch, man muss den Willen des Testators in der Art befolgen, dass sogleich, wo der Erbe aufgehört hat, die Vorräthe zu verabfolgen, die ganze Summe der Gattin zu gewähren ist, um dadurch den Ungehorsam1313Indecotio, s. Duker Op. var. de Latinit. Ictor. vet. p. 362. des Erben in Schranken zu halten.

Dig. 34,3,9Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si quis ra­tio­nes ex­ige­re ve­te­tur, ut est sae­pis­si­me re­scrip­tum, non im­pe­di­tur re­li­quas ex­ige­re, quas quis se re­li­qua­vit, et si quid do­lo fe­cit qui ra­tio­nes ges­sit. quod si quis et haec ve­lit re­mit­te­re, ita de­bet le­ga­re: ‘dam­nas es­to he­res meus, quid­quid ab eo ex­ege­rit il­la vel il­la ac­tio­ne, id ei re­sti­tue­re’ vel ‘ac­tio­nem ei re­mit­te­re’.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Wenn einem [Erben] die Forderung der Rechnungsablegung verboten wird, so ist ihm, wie oft verordnet worden, unbenommen, die Rester, welche der Rechnungsführer in Rückstand geblieben, einzuziehen, sowie wenn derselbe etwas mit Arglist unternommen hat. Will Jemand auch dies erlassen, so muss er das Vermächtniss so ausdrücken: mein Erbe soll schuldig und verbunden sein, dasjenige, was er von ihm mittelst dieser oder jener Klage eingezogen, ihm zurückzuerstatten, oder ihm die Klage zu erlassen.

Dig. 34,4,3Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si quis ita le­ga­ve­rit: ‘Ti­tio fun­dum do le­go: si Ti­tius de­ces­se­rit, Se­io he­res meus da­re dam­nas es­to’, rec­te trans­la­tum le­ga­tum vi­de­tur. sed et si iam mor­tuo eo, cui le­ga­tum erat, eas­dem res trans­tu­le­rit, Sem­pro­nio de­be­tur. 1Si quis Ti­tio le­ga­ve­rit sic: ‘Ti­tio da­to aut, si Ti­tius an­te de­ces­se­rit quam ac­ci­piat, Sem­pro­nio da­to’, se­cun­dum me­ram sup­ti­li­ta­tem utri­que ob­li­ga­tum vi­de­ri he­redem, id est et Sem­pro­nio et he­redi Ti­tii. sed si qui­dem mo­ra Ti­tio ab he­rede fac­ta est, ad he­redes eius le­ga­ti ex­ac­tio trans­mit­ti­tur Sem­pro­nio re­pel­len­do: sin au­tem nul­la mo­ra in­ter­ces­se­rit, tunc Sem­pro­nius le­ga­tum ac­ci­pit, et non Ti­tii he­redes. sed si an­te diem le­ga­ti ce­den­tem de­ces­se­rit Ti­tius, so­li Sem­pro­nio de­be­tur le­ga­tum. 2Idem di­cen­dum est et fi­dei­com­mis­sa he­redi­ta­te pue­ro da­ta aut, si an­te re­sti­tu­tam de­ces­sis­set, ma­tri eius re­lic­ta: ut, si puer an­te diem le­ga­ti ce­den­tem de­ces­sis­set, ma­tri de­bea­tur, si post­ea, ad pu­pil­li he­redes fi­dei­com­mis­sum trans­mit­ta­tur ut­po­te re ip­sa mo­ra sub­se­cu­ta. 3Sed et cum quis ita le­gas­set: ‘he­res meus Ti­tio da­to: si non de­de­rit, Sem­pro­nio da­to’, ita de­mum Sem­pro­nio de­be­tur, si dies eius in per­so­na Ti­tii non ces­sis­set. 4Si quis ita le­ga­ve­rit: ‘he­res meus Ti­tio fun­dum da­to et si Ti­tius eum fun­dum alie­na­ve­rit, he­res meus eun­dem fun­dum Se­io da­to’, one­ra­tus est he­res: non enim a Ti­tio fi­dei­com­mis­sum re­lic­tum est, si alie­nas­set fun­dum, sed ab he­rede ei le­ga­tum est. he­res igi­tur de­be­bit do­li ex­cep­tio­ne po­si­ta pro­spi­ce­re si­bi cau­tio­ne a Ti­tio de fun­do non alie­nan­do. 5Si quis plus quam de­dit ad­eme­rit, ad­emp­tio va­let, vel­uti si quis vi­gin­ti le­ga­ve­rit et qua­dra­gin­ta ad­eme­rit. 6Si lo­ci usum fruc­tum le­get tes­ta­tor et iter ad­imat, non va­let ad­emp­tio nec vi­tia­tur le­ga­tum: sic­uti qui pro­prie­ta­tem fun­di le­gat, iter ad­imen­do le­ga­tum non mi­nuit. 7Si duo­bus Ti­tiis se­pa­ra­tim le­ga­ve­rit et uni ad­eme­rit nec ap­pa­reat, cui ad­emp­tum sit, utri­que le­ga­tum de­be­tur, quem­ad­mo­dum et in dan­do, si non ap­pa­reat cui da­tum sit, di­ce­mus ne­utri le­ga­tum. 8Si Ti­tio fun­dus pu­re ei­dem­que sub con­di­cio­ne le­ga­tus sit, de­in­de post­ea ad­emp­tum sit sic: ‘Ti­tio fun­dum, quem sub con­di­cio­ne le­ga­vi, he­res meus ne da­to’, ex nul­la da­tio­ne de­be­tur, ni­si spe­cia­li­ter di­xe­rit pu­re eum le­ga­tum vel­le ac­ci­pe­re. 9Con­di­cio le­ga­ti an ad­imi pos­sit vel he­redi­ta­tis vel sta­tu­li­be­ri, vi­den­dum. et Iu­lia­nus scri­bit in sta­tu­li­be­ro de­trac­tam con­di­cio­nem non re­prae­sen­ta­re li­ber­ta­tem. Pa­pi­nia­nus quo­que li­bro sep­ti­mo de­ci­mo quaes­tio­num scri­bit ge­ne­ra­li­ter con­di­cio­nem ad­imi non pos­se: nec enim da­tur, in­quit, con­di­cio, sed ad­scri­bi­tur: quod au­tem ad­scri­bi­tur, non pot­est ad­imi, sed quod da­tur. sed me­lius est sen­sum ma­gis quam ver­ba am­plec­ti et con­di­cio­nes sic­ut ad­scri­bi, ita et ad­imi pos­se. 10Cum Ti­tio cen­tum tes­ta­men­to le­gas­set et ei­dem co­di­cil­lis ita le­gas­set: ‘Ti­tio quin­qua­gin­ta dum­ta­xat nec am­plius he­res meus da­to’, non am­plius quin­qua­gin­ta le­ga­ta­rium pe­ti­tu­rum. 11Non so­lum au­tem le­ga­ta, sed et fi­dei­com­mis­sa ad­imi pos­sunt et qui­dem nu­da vo­lun­ta­te. un­de quae­ri­tur, an et­iam in­imi­ci­tiis in­ter­po­si­tis fi­dei­com­mis­sum non de­bea­tur: et si qui­dem ca­pi­ta­les vel gra­vis­si­mae in­imi­ci­tiae in­ter­ces­se­rint, ad­emp­tum vi­de­ri quod re­lic­tum est: sin au­tem le­vis of­fen­sa, ma­net fi­dei­com­mis­sum. se­cun­dum haec et in le­ga­to trac­ta­mus do­li ex­cep­tio­ne op­po­si­ta.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Wenn Jemand ein Vermächtniss der Art ausgesetzt hat: dem Titius gebe und vermache ich das Landgut; wenn Titius mit Tode abgegangen ist, so soll mein Erbe verbunden sein, dasselbe dem Sejus zu geben, so wird das Vermächtniss als gültig [auf den letztern] übertragen betrachtet; Sempronius1414D. h. Sejus; die Glosse nimmt an, er habe zwei Namen gehabt. Haloander liest Sejus. die übrigen Zusätze nach der Glosse. erwirbt das Recht darauf auch dann, wenn [der Testator] dieselben Gegenstände auf ihn überträgt, während der, dem das Vermächtniss [zuerst] ausgesetzt worden, schon [zur Zeit der Testamentserrichtung] todt war. 1Wenn Jemand dem Titius ein Vermächtniss in der Art ausgesetzt hat: du sollst dem Titius geben, oder wenn Titius früher gestorben ist, ehe er es empfangen konnte, dem Sempronius geben, so erscheint der Erbe der Rechtsstrenge zufolge als beiden verbindlich, d. h. sowohl dem Sempronius als dem Erben des Titius, allein die Einziehung des Vermächtnisses wird [doch nur], wenn dem Titius vom Erben Verzug widerfahren ist, auf dessen Erben übertragen, während dann Sempronius zurückgewiesen wird; hat aber kein Verzug Statt gefunden, so empfängt Sempronius das Vermächtniss, und nicht die Erben des Titius; starb hingegen Titius vor dem Tage, wo das Vermächtniss gefällig ward, so erhält Sempronius allein einen Anspruch auf dasselbe. 2Dasselbe gilt, wenn einem Knaben eine fideicommissarische Erbschaft ausgesetzt, oder, wenn er vor deren Herausgabe gestorben, seiner Mutter hinterlassen worden ist, so dass also, wenn der Knabe vor dem Verfalltage des Vermächtnisses mit Tode abgegangen ist, die Mutter ein Recht darauf erhält; wenn aber erst nachher, so geht das Fideicommiss auf des Unmündigen Erben über, wie wenn durch die Sache gleichsam selbst ein Verzug eingetreten wäre. 3Auch wenn Jemand ein Vermächtniss der Art errichtet hat: mein Erbe soll dem Titius geben, und wenn er es ihm nicht gegeben, dem Sempronius geben, erhält Sempronius nur dann ein Recht, wenn der Verfalltag [des Vermächtnisses] für den Titius nicht eingetreten ist. 4Wenn Jemand ein Vermächtniss in der Art ausgesetzt hat: mein Erbe soll dem Titius das Landgut geben, und wenn Titius dieses Landgut veräussern sollte, so soll mein Erbe dasselbe dem Sejus geben, so trifft die Beschwerung den Erben; denn die Entrichtung des Fideicommisses ist nicht dem Titius auferlegt worden, auf den Fall, dass er das Landgut veräussert hätte, sondern vielmehr dem Erben des Testators; der Erbe muss sich also, durch Vorschützung der Einrede der Arglist, mit einer Sicherheitsbestellung von Seiten des Titius versehen, dass dieser das Landgut nicht veräussern wolle. 5Wenn Jemand mehr wieder entziehet, als er gegeben hat, so gilt die Entziehung1515Es versteht sich, dass man hier die Entziehung nur auf Höhe der vorher vermachten Summe beziehen kann.; z. B. er hat zwanzig[tausend Sestertien] vermacht, und entzieht vierzig[tausend]. 6Wenn der Testator den Niessbrauch von irgend einem Platze vermacht hat, und den dahin führenden Fusssteig wieder davon nimmt, so gilt die Zurücknahme darum nicht, damit das Vermächtniss nicht nunütz werde. Ebenso wenig verringert derjenige das Vermächtniss, wer die Eigenheit an einem Landgute vermacht, und den dahin führenden Fusssteig davon nimmt. 7Ad Dig. 34,4,3,7Windscheid: Lehrbuch des Pandektenrechts, 7. Aufl. 1891, Bd. III, § 640, Note 8.Wenn Jemand Jedem von Zweien Namens Titius besonders ein Vermächtniss ausgesetzt und dasselbe einem wieder entzogen hat, und sich nicht ermitteln lässt, wem es wieder entzogen sei, so gebührt das Vermächtniss [Keinem von] Beiden1616Ich lese mit Gans und Herrestorf (Archiv für civ. Praxis I. S. 457. ff. und 466. ff.) neutrique stattutrique, vgl. auch Klüpfels Versuch ebendas. II. S. 83., gleichwie bei der Aussetzung eines Vermächtnisses, wenn sich nicht ermitteln lässt, wer gemeint sei, es als Niemandem ausgesetzt betrachtet wird. 8Wenn dem Titius ein Landgut unbedingt und auch unter einer Bedingung vermacht, darauf aber wieder mit folgenden Worten entzogen worden ist, dem Titius soll mein Erbe das Landgut, welches ich ihm unter einer Bedingung vermacht habe, nicht geben, so gebührt ihm dasselbe aus keiner Aussetzung, er müsste denn ausdrücklich gesagt haben, dass es sein Wille sei, er solle es als unbedingt vermacht empfangen. 9Es ist die Frage, ob die einem Vermächtniss, einer Erbschaft oder einem Bedingtfreien gestellte Bedingung wieder aufgehoben werden könne? Julianus schreibt, bei einem Bedingtfreien stelle die Wiederaufhebung der Bedingung die Freiheit nicht her; auch Papinianus schreibt im siebzehnten Buche seiner Quästionen ganz allgemein, dass eine Bedingung nicht wieder aufgehoben werden könne; denn, sagt er, die Bedingung wird nicht gegeben1717Papinian war also der Meinung, dass nur etwas vermächtnissweise Gegebenes, datum entzogen (adimi) werden könne., sondern beigefügt; was aber beigefügt wird, kann nicht genommen werden, sondern blos, was gegeben wird. Allein es ist angemessener, vielmehr den Sinn als die Worte zu berücksichtigen, und es können mithin Bedingungen ebensowohl beigefügt als wieder entzogen werden. 10Wenn Jemand dem Titius in seinem Testamente hundert[tausend Sestertien] vermacht, und in einem Codicill demselben folgendes Vermächtniss ausgesetzt hat: mein Erbe soll dem Titius nur funfzig[tausend] und nicht mehr geben, so kann der Vermächtnissinhaber nicht mehr als funfzig[tausend] fordern. 11Es können aber nicht blos Vermächtnisse, sondern auch Fideicommisse wieder entzogen werden, und zwar durch den blossen Willen. Daher ist es die Frage, ob die Verpflichtung zu einem Fideicommiss fortdauere, wenn [mittlerweile zwischen dem Testator und dem Bedachten] Feindschaft ausgebrochen ist? Ist dieselbe eine Todfeindschaft, oder eine sehr schwere, so wird das ihm Hinterlassene als wieder entzogen betrachtet; bei einer nur geringen Beleidigung bleibt das Fideicommiss fortdauernd. Hiernach richtet man sich auch in Ansehung von Vermächtnissen, sobald die Einrede der Arglist vorgeschützt wird.

Dig. 34,4,7Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Quod si alii le­ge­tur sub con­di­cio­ne, quod alii pu­re da­tum est, non ple­ne re­ces­sum vi­de­tur a pri­mo, sed ita de­mum, si con­di­cio se­quen­tis ex­sti­te­rit: ce­te­rum si hoc ani­mo fue­rit tes­ta­tor, ut om­ni­mo­do re­ces­sum a pri­mo pu­ta­ve­rit, di­cen­dum erit a pri­mo ad­emp­tum le­ga­tum.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Wenn dem Andern dasjenige bedingt vermacht wird, was dem Einen unbedingt ausgesetzt worden ist, so wird nicht angenommen, als sei [der Testator] vom Frühern ganz und gar abgegangen, sondern blos auf den Fall, dass die Bedingung für den Zweiten eintritt; war übrigens der Testator der Ansicht, dass er glaubte, er sei [mit der zweiten Bestimmung] von der ersten ganz und gar abgegangen, so ist auch der Schluss zu ziehen, dass dem Erstern das Vermächtniss entzogen sei.

Dig. 35,1,12Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si ita le­ga­tum sit: ‘quon­iam fi­lius ma­ior ex ar­ca mea de­cem sus­tu­lit, he­res mi­nor fi­lius de­cem e me­dio su­mi­to’, de­be­tur le­ga­tum, quia id­cir­co re­lic­tum est, ut con­di­cio fi­lio­rum exae­qua­re­tur. et sa­ne haec cau­sa est: nam cau­sa in prae­ter­itum, poe­na in fu­tu­rum con­fer­tur.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 36,2,8Idem li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Nam cum li­ber­tas non prius com­pe­tat quam ad­ita he­redi­ta­te, ae­quis­si­mum vi­sum est nec le­ga­ti diem an­te ce­de­re: alio­quin in­uti­le fie­ret le­ga­tum, si dies eius ces­sis­set an­te­quam li­ber­tas com­pe­te­ret. quod eve­nit, si ser­vo pu­re le­ge­tur et li­ber es­se sub con­di­cio­ne iu­bea­tur et pen­dens con­di­cio in­ve­nia­tur et post ad­itam he­redi­ta­tem.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 36,2,14Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si usus fruc­tus aut de­cem, utrum le­ga­ta­rius vo­lue­rit, sint le­ga­ta, utrum­que spec­tan­dum et mor­tem tes­ta­to­ris et ad­itio­nem he­redi­ta­tis, mor­tem prop­ter de­cem, ad­itio­nem prop­ter usum fruc­tum: quam­vis enim elec­tio sit le­ga­ta­rii, ta­men non­dum elec­tio­ni lo­cus es­se pot­est, cum pro­po­na­tur aut non­dum tes­ta­to­rem de­ces­sis­se aut eo mor­tuo he­redi­tas non­dum ad­ita. 1In­de quae­rit Iu­lia­nus, si post mor­tem tes­ta­to­ris le­ga­ta­rius de­ce­dat, an ad he­redem trans­fe­rat de­cem le­ga­tum, et li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo di­ges­to­rum scri­bit pos­se di­ci de­cem trans­tu­lis­se, quia mor­tuo le­ga­ta­rio dies le­ga­ti ce­dit. ar­gu­men­tum Iu­lia­nus pro sen­ten­tia sua ad­fert ta­le: ‘Se­iae de­cem aut, si pe­pe­re­rit, fun­dum he­res meus da­to’: nam si, an­te­quam pa­riat, in­quit, de­ces­se­rit, ad he­redem suum de­cem trans­mit­tet. 2Si ita quis le­ga­ve­rit fi­lio fa­mi­lias, ut ip­si sol­va­tur, pot­est pro­ce­de­re le­ga­tum nec im­pu­ta­ri he­redi, cur non pa­tri, sed po­tius fi­lio sol­vat: fin­ge enim hoc no­mi­na­tim ex­pres­sum ‘ita ut fi­lio sol­vat’: cer­te si pa­ter pe­tat, ex­cep­tio­ne erit re­pel­len­dus. 3Si dies le­ga­ti ces­se­rit, de­in­de le­ga­ta­rius in ius alie­num per­ve­nit, ip­si po­tius de­be­tur le­ga­tum, in cu­ius ip­se ius per­ve­nit: trans­eunt enim cum eo, quae ei de­be­ban­tur. sed si sub con­di­cio­ne fue­rit le­ga­tum, non trans­it, sed ex­spec­ta­bit con­di­cio­nem ei­que ad­quire­tur, cu­ius iu­ris erit con­di­cio­nis ex­is­ten­tis tem­po­re: quod si sui iu­ris fue­rit eo tem­po­re, si­bi po­tius ad­quiret.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 39,6,10Ul­pia­nus li­bro vi­gen­si­mo quar­to ad Sa­binum. Ei, cui mor­tis cau­sa do­na­tum est, pos­se sub­sti­tui con­stat in hunc mo­dum, ut pro­mit­tat ali­cui, si ip­se ca­pe­re non pos­sit, vel sub alia con­di­cio­ne.

Ulp. lib. XXIV. ad Sab. Es unterliegt keinem Zweifel, dass Demjenigen, welchem auf den Todesfall geschenkt worden, eine Substitution auf diese Weise gemacht werden könne: dass er Jemandem [die Ueberlassung der Schenkung auf den Fall], wenn er selbst nicht erwerben könne, oder unter einer andern Bedingung verspreche.

Dig. 40,4,9Ul­pia­nus li­bro vi­cen­si­mo quar­to ad Sa­binum. Si quis ita le­ga­tus sit, ut ma­nu­mit­ta­tur, si ma­nu­mis­sus non fue­rit, li­ber es­se ius­sus est ei­que le­ge­tur: et li­ber­ta­tem com­pe­te­re et le­ga­tum de­be­ri sae­pe re­spon­sum est. 1Quod con­sti­tu­tum est ve­ti­tum in tes­ta­men­to ad li­ber­ta­tem per­du­ci non pos­se ma­nu­mit­ti, hoc ad eos per­ti­ne­re pu­to, qui tes­ta­to­ris fue­runt vel he­redis: ser­vo enim alie­no id ir­ro­ga­ri non pot­erit.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Es ist oft zum Gutachten ertheilt worden, dass, wenn ein Sclave so vermacht worden, dass er freigelassen werden solle, und, wenn er nicht freigelassen werden würde, für frei erklärt sei, und ihm [Etwas] vermacht werde, [ihm] sowohl die Freiheit zustehe, als auch das Vermächtniss gebühre. 1Ich glaube, dass die gesetzliche Bestimmung, es solle [der Sclave,] welchen in Freiheit zu setzen, in einem Testament verboten worden ist, nicht freigelassen werden können, sich auf diejenigen beziehe, welche dem Testator oder dem Erben gehört haben; denn einem fremden Sclaven wird so Etwas nicht angethan werden können.

Dig. 46,3,9Ul­pia­nus li­bro vi­cen­si­mo quar­to ad Sa­binum. Sti­pu­la­tus sum mi­hi aut Sti­cho ser­vo Sem­pro­nii sol­vi: Sem­pro­nio sol­vi non pot­est, quam­vis do­mi­nus ser­vi sit. 1Qui de­cem de­bet, par­tem sol­ven­do in par­te ob­li­ga­tio­nis li­be­ra­tur et re­li­qua quin­que so­la in ob­li­ga­tio­ne re­ma­nent: item qui Sti­chum de­bet, par­te Sti­chi da­ta in re­li­quam par­tem te­ne­tur. qui au­tem ho­mi­nem de­bet, par­tem Sti­chi dan­do ni­hi­lo mi­nus ho­mi­nem de­be­re non de­si­nit: de­ni­que ho­mo ad­huc ab eo pe­ti pot­est. sed si de­bi­tor re­li­quam par­tem Sti­chi sol­ve­rit vel per ac­to­rem ste­te­rit, quo mi­nus ac­ci­piat, li­be­ra­tur.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Ich habe stipulirt, dass mir oder dem Stichus, dem Sclaven des Sempronius, gezahlt werden soll. Dem Sempronius kann nicht gezahlt werden, obwohl er der Herr des Sclaven ist. 1Derjenige, welcher Zehn schuldet, wird dadurch, dass er die Hälfte zahlt, rücksichtlich der Hälfte [des Gegenstandes] der Verbindlichkeit befreit, und blos die übrigen Fünf bleiben Gegenstand der Verbindlichkeit. Desgleichen ist Der, welcher den Stichus schuldet, nachdem er einen Theil des Stichus gegeben hat, auf den übrigen Theil gehalten. Wer aber einen Sclaven [im Allgemeinen] schuldet, hört dadurch, dass er einen Theil des Stichus giebt, nichtsdestoweniger nicht auf, einen Sclaven zu schulden, sonach kann der Sclave noch von ihm gefordert werden. Aber wenn der Schuldner den übrigen Theil des Stichus geleistet, oder es an dem Kläger gelegen haben wird, dass er ihn nicht annimmt, so wird der Schuldner befreit.

Dig. 46,4,2Ul­pia­nus li­bro vi­cen­si­mo quar­to ad Sa­binum. Pu­pil­lum per ac­cep­ti­la­tio­nem et­iam si­ne tu­to­ris auc­to­ri­ta­te li­be­ra­ri pos­se pla­cet.

Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Man nimmt an, dass ein Mündel durch Acceptilation auch ohne die Ermächtigung des Vormunds befreit werden könne.

Dig. 50,17,19Ul­pia­nus li­bro vi­cen­si­mo quar­to ad Sa­binum. Qui cum alio con­tra­hit, vel est vel de­bet es­se non igna­rus con­di­cio­nis eius: he­redi au­tem hoc im­pu­ta­ri non pot­est, cum non spon­te cum le­ga­ta­riis con­tra­hit. 1Non so­let ex­cep­tio do­li no­ce­re his, qui­bus vo­lun­tas tes­ta­to­ris non re­fra­ga­tur.

Ad Dig. 50,17,19ROHGE, Bd. 16 (1875), Nr. 17, S. 52: Quisque gnarus esse debet conditionis ejus, cum quo contraxit im Handelsverkehr.Ulp. lib. XXIV. ad Sabin. Wer mit einem Andern contrahirt, ist entweder, oder darf wenigstens nicht unbekannt mit dem Zustand desselben sein. Dem Erben kann man das aber nicht zurechnen, da er nicht freiwillig mit den Vermächtnissnehmern contrahirt. 1Die Einrede der bösen Absicht pflegt denen nicht zu schaden, welchen die Willensmeinung des Vaters nicht entgegensteht.