Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Ulp.Sab. XXV
Ad Massurium Sabinum lib.Ulpiani Ad Massurium Sabinum libri

Ad Massurium Sabinum libri

Ex libro XXV

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Dig. 1,1De iustitia et iure (Von der Gerechtigkeit und dem Recht.)Dig. 1,2De origine iuris et omnium magistratuum et successione prudentium (Von dem Ursprung des Rechts und aller Staatsbeamten, so wie der Folge der Rechtsgelehrten.)Dig. 1,3De legibus senatusque consultis et longa consuetudine (Von den Gesetzen, den Senatsbeschlüssen und dem Gewohnheitsrechte.)Dig. 1,4De constitutionibus principum (Von den Constitutionen der Kaiser.)Dig. 1,5De statu hominum (Vom Zustand der Menschen.)Dig. 1,6 (2,5 %)De his qui sui vel alieni iuris sunt (Von denen, die eigenen Rechtens, und denen, die fremdem Rechte unterworfen sind.)Dig. 1,7De adoptionibus et emancipationibus et aliis modis quibus potestas solvitur (Von der Annahme an Kindes Statt, der Entlassung aus der [väterlichen] Gewalt, und andern Arten deren Aufhebung.)Dig. 1,8De divisione rerum et qualitate (Von der Eintheilung der Sachen und deren Beschaffenheit.)Dig. 1,9De senatoribus (Von den Senatoren.)Dig. 1,10De officio consulis (Von der Amtspflicht des Consuls.)Dig. 1,11De officio praefecti praetorio (Von der Amtspflicht des Präfectus Prätorio.)Dig. 1,12De officio praefecti urbi (Von der Amtspflicht des Stadtvorstehers.)Dig. 1,13De officio quaestoris (Von der Amtspflicht des Quästors.)Dig. 1,14De officio praetorum (Von der Amtspflicht der Prätoren.)Dig. 1,15De officio praefecti vigilum (Von der Amtspflicht des Wachtvorstehers.)Dig. 1,16De officio proconsulis et legati (Von der Amtspflicht des Proconsul und des Legaten.)Dig. 1,17De officio praefecti Augustalis (Von der Amtspflicht des Kaiserlichen Präfecten.)Dig. 1,18De officio praesidis (Von der Amtspflicht des Präsidenten.)Dig. 1,19De officio procuratoris Caesaris vel rationalis (Von der Amtspflicht des Procurators des Kaisers oder Rentbeamten.)Dig. 1,20De officio iuridici (Von der Amtspflicht des Gerichtsverwalters.)Dig. 1,21De officio eius, cui mandata est iurisdictio (Von der Amtspflicht dessen, der mit der Gerichtsbarkeit beauftragt worden ist.)Dig. 1,22De officio adsessorum (Von der Amtspflicht der [Gerichts-] Beisitzer.)
Dig. 2,1De iurisdictione (Von der Gerichtsbarkeit.)Dig. 2,2Quod quisque iuris in alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur (Welche Rechtsgrundsätze Jemand gegen einen Andern aufgebracht hat, die sollen gegen ihn selbst in Anwendung gebracht werden dürfen.)Dig. 2,3Si quis ius dicenti non obtemperaverit (Wenn jemand dem, welcher Recht spricht, nicht gehorcht haben sollte.)Dig. 2,4De in ius vocando (Von der Berufung ins Gericht.)Dig. 2,5Si quis in ius vocatus non ierit sive quis eum vocaverit, quem ex edicto non debuerit (Wenn Jemand vor Gericht berufen worden und nicht gegangen ist, oder die dahin berufen worden sind, welche man dem Edicte nach nicht hätte berufen sollen.)Dig. 2,6In ius vocati ut eant aut satis vel cautum dent (Dass vor Gericht Berufene dahin gehen, oder Bürgen oder anders Sicherheit stellen.)Dig. 2,7Ne quis eum qui in ius vocabitur vi eximat (Dass Niemand den, welcher vor Gericht berufen wird, mit Gewalt entreisse.)Dig. 2,8Qui satisdare cogantur vel iurato promittant vel suae promissioni committantur (Von denen, welche gezwungen werden, Sicherheit zu stellen, oder ein eidliches Versprechen leisten, oder auf ihr einfaches Versprechen entlassen werden.)Dig. 2,9Si ex noxali causa agatur, quemadmodum caveatur (Wie Sicherheit gestellt wird, wenn eine Noxalklage erhoben [oder: wegen Schädenansprüchen geklagt] wird.)Dig. 2,10De eo per quem factum erit quominus quis in iudicio sistat (Von dem, welcher daran Schuld ist, dass sich Jemand nicht vor Gericht stellt.)Dig. 2,11Si quis cautionibus in iudicio sistendi causa factis non obtemperaverit (Wenn Jemand dem geleisteten Versprechen, sich vor Gerichte zu stellen, nicht nachgekommen ist.)Dig. 2,12De feriis et dilationibus et diversis temporibus (Von den Gerichtsferien und Aufschubsgestattungen und der Berechnung verschiedener Zeiten.)Dig. 2,13De edendo (Vom Vorzeigen.)Dig. 2,14De pactis (Von Verträgen.)Dig. 2,15De transactionibus (Von Vergleichen.)
Dig. 40,1De manumissionibus (Von den Freilassungen.)Dig. 40,2De manumissis vindicta (Von den durch den Stab freigelassenen [Sclaven].)Dig. 40,3De manumissionibus quae servis ad universitatem pertinentibus imponuntur (Von den Freilassungen, welche Sclaven ertheilt werden, welche einer Gemeinheit angehören.)Dig. 40,4De manumissis testamento (Von den durch ein Testament freigelassenen [Sclaven.])Dig. 40,5De fideicommissariis libertatibus (Von den fideicommissarischen Freiheiten.)Dig. 40,6De ademptione libertatis (Von der Zurücknahme der Freiheit.)Dig. 40,7De statuliberis (Von den Bedingtfreien.)Dig. 40,8Qui sine manumissione ad libertatem perveniunt (Welche [Sclaven] ohne Freilassung zur Freiheit gelangen.)Dig. 40,9Qui et a quibus manumissi liberi non fiunt et ad legem Aeliam Sentiam (Welche Sclaven durch die Freilassung wegen ihrer selbst, und wegen ihres Freilassers nicht frei werden, und zum Aelisch-Sentischen Gesetz.)Dig. 40,10De iure aureorum anulorum (Von dem Recht der goldenen Ringe.)Dig. 40,11De natalibus restituendis (Von der Zurückversetzung in den Geburtsstand.)Dig. 40,12De liberali causa (Von dem Rechtsstreit über die Freiheit.)Dig. 40,13Quibus ad libertatem proclamare non licet (Welche nicht auf die Freiheit Anspruch machen dürfen.)Dig. 40,14Si ingenuus esse dicetur (Wenn behauptet werden wird, dass [ein Freigelassener] ein Freigeborner sei.)Dig. 40,15Ne de statu defunctorum post quinquennium quaeratur (Dass der Rechtszustand Verstorbener nach fünf Jahren nicht untersucht werden soll.)Dig. 40,16De collusione detegenda (Von der Entdeckung eines heimlichen Einverständnisses.)
Dig. 43,1De interdictis sive extraordinariis actionibus, quae pro his competunt (Von den Interdicten und ausserordentlichen Klagen, die an deren Statt zuständig sind.)Dig. 43,2Quorum bonorum (Welchen Nachlass.)Dig. 43,3Quod legatorum (Was von Vermächtnissen.)Dig. 43,4Ne vis fiat ei, qui in possessionem missus erit (Dass Dem keine Gewalt geschehe, der in den Besitz gesetzt sein wird.)Dig. 43,5De tabulis exhibendis (Von der Auslieferung der Testamente.)Dig. 43,6Ne quid in loco sacro fiat (Dass an einem heiligen Orte Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,7De locis et itineribus publicis (Von öffentlichen Plätzen und Wegen.)Dig. 43,8Ne quid in loco publico vel itinere fiat (Dass an einem öffentlichen Platze oder Wege Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,9De loco publico fruendo (Von dem Genuss eines öffentlichen Platzes.)Dig. 43,10De via publica et si quid in ea factum esse dicatur (Von öffentlichen Strassen und wenn etwas in demselben errichtet werden sein soll.)Dig. 43,11De via publica et itinere publico reficiendo (Von der Ausbesserung öffentlicher Strassen und Wege.)Dig. 43,12De fluminibus. ne quid in flumine publico ripave eius fiat, quo peius navigetur (Von den Flüssen, dass Etwas in einem öffentlichen Flusse oder an dessen Ufer nicht geschehe, wodurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird.)Dig. 43,13Ne quid in flumine publico fiat, quo aliter aqua fluat, atque uti priore aestate fluxit (Dass in einem öffentlichen Fluss Etwas nicht geschehe, wodurch der Wasserfluss gegen den im vorhergehenden Sommer geändert wird.)Dig. 43,14Ut in flumine publico navigare liceat (Dass die Schifffahrt an einem öffentlichen Flusse gestattet sei.)Dig. 43,15De ripa munienda (Von der Befestigung des Ufers.)Dig. 43,16De vi et de vi armata (Von der Gewalt und der Gewalt mit Waffen.)Dig. 43,17Uti possidetis (Wie ihr besitzet.)Dig. 43,18De superficiebus (Von Erbpachtungen.)Dig. 43,19De itinere actuque privato (Von Privatwegen.)Dig. 43,20De aqua cottidiana et aestiva (Vom täglichen Wasser und dem Sommerwasser.)Dig. 43,21De rivis (Von den Kanälen.)Dig. 43,22De fonte (Von den Quellen.)Dig. 43,23De cloacis (Von den Kloaken.)Dig. 43,24Quod vi aut clam (Was gewaltsam oder heimlich.)Dig. 43,25De remissionibus (Von den Remissionen.)Dig. 43,26De precario (Vom bittweisen [Besitzverhältniss].)Dig. 43,27De arboribus caedendis (Vom Baumfällen.)Dig. 43,28De glande legenda (Vom Auflesen der Eicheln.)Dig. 43,29De homine libero exhibendo (Von der Auslieferung freier Menschen.)Dig. 43,30De liberis exhibendis, item ducendis (Von der Auslieferung der Kinder und deren Abführung.)Dig. 43,31Utrubi (Vom (Interdicte) Wo immer.)Dig. 43,32De migrando (Vom Ausziehen lassen.)Dig. 43,33De Salviano interdicto (Vom Salvianischen Interdict.)
Dig. 47,1De privatis delictis (Von den Privatverbrechen.)Dig. 47,2De furtis (Von den Diebstählen.)Dig. 47,3De tigno iuncto (Vom verbauten Balken.)Dig. 47,4Si is, qui testamento liber esse iussus erit, post mortem domini ante aditam hereditatem subripuisse aut corrupisse quid dicetur (Wenn angegeben werden wird, dass derjenige [Sclav], der in einem Testamente geheissen worden, frei zu sein, nach des Herrn Tode vor dem Erbschaftsantritt Etwas gestohlen oder verdorben habe.)Dig. 47,5Furti adversus nautas caupones stabularios (Von der Diebstahlsklage wider Schiffer, Gastwirthe und Stallwirthe.)Dig. 47,6Si familia furtum fecisse dicetur (Wenn ein Gesinde einen Diebstahl begangen haben soll.)Dig. 47,7Arborum furtim caesarum ([Von der Klage] wegen verstohlen umgehauener Bäume.)Dig. 47,8Vi bonorum raptorum et de turba ([Von der Klage] wegen Raubes und vom Getümmel.)Dig. 47,9De incendio ruina naufragio rate nave expugnata (Von [dem bei einer] Feuersbrunst, Einsturz, Schiffbruch [oder einem] erstürmten Flosse oder Schiffe [Geraubten].)Dig. 47,10De iniuriis et famosis libellis (Von Injurien und Schmähschriften.)Dig. 47,11De extraordinariis criminibus (Von ausserordentlichen Verbrechen.)Dig. 47,12De sepulchro violato (Von der Verletzung eines Begräbnisses.)Dig. 47,13De concussione (Von der Erpressung.)Dig. 47,14De abigeis (Von den Viehdieben.)Dig. 47,15De praevaricatione (Von der Prävarication.)Dig. 47,16De receptatoribus (Von den Hehlern.)Dig. 47,17De furibus balneariis (Von den Badedieben.)Dig. 47,18De effractoribus et expilatoribus (Von den Einbrechern und Ausplünderern.)Dig. 47,19Expilatae hereditatis ([Von] der Ausplünderung der Erbschaft.)Dig. 47,20Stellionatus (Vom Stellionat.)Dig. 47,21De termino moto (Von der Grenzverrückung.)Dig. 47,22De collegiis et corporibus (Von Genossenschaften und Körperschaften.)Dig. 47,23De popularibus actionibus (Von den Volksklagen.)
Dig. 48,1De publicis iudiciis (Von den öffentlichen Verfahren.)Dig. 48,2De accusationibus et inscriptionibus (Von den Anklagen und Anklageschriften.)Dig. 48,3De custodia et exhibitione reorum (Von der Bewachung und Auslieferung der Angeschuldigten.)Dig. 48,4Ad legem Iuliam maiestatis (Zum Julischen Gesetz über die Majestät.)Dig. 48,5Ad legem Iuliam de adulteriis coercendis (Zum Julischen Gesetze über die Bestrafung des Ehebruchs.)Dig. 48,6Ad legem Iuliam de vi publica (Zum Julischen Gesetz von der öffentlichen Gewaltthätigkeit.)Dig. 48,7Ad legem Iuliam de vi privata (Zum Julischen Gesetze von der Privatgewaltthätigkeit.)Dig. 48,8Ad legem Corneliam de siccariis et veneficis (Zum Cornelischen Gesetze von Mördern und Giftmischern.)Dig. 48,9De lege Pompeia de parricidiis (Vom Pompejischen Gesetze über die Verwandtenmörder.)Dig. 48,10De lege Cornelia de falsis et de senatus consulto Liboniano (Vom Cornelischen Gesetze über Verfälschungen und dem Libonianischen Senatsbeschluss.)Dig. 48,11De lege Iulia repetundarum (Vom Julischen Gesetze über Beugung des Rechts aus Parteilichkeit.)Dig. 48,12De lege Iulia de annona (Vom Julischen Gesetze über Vor- und Aufkauf.)Dig. 48,13Ad legem Iuliam peculatus et de sacrilegis et de residuis (Zum Julischen Gesetze von dem Cassendiebstahl, von dem Tempelraube und der Cassenveruntrauung.)Dig. 48,14De lege Iulia ambitus (Vom Julischen Gesetz über Amtserschleichung.)Dig. 48,15De lege Fabia de plagiariis (Vom Fabischen Gesetze über die Plagiarier.)Dig. 48,16Ad senatus consultum Turpillianum et de abolitionibus criminum (Zum Turpillianischen Senatsbeschluss und der Niederschlagung der Verbrechen.)Dig. 48,17De requirendis vel absentibus damnandis (Von der öffentlichen Ladung der Angeschuldigten und der Verurtheilung der Abwesenden.)Dig. 48,18De quaestionibus (Von den peinlichen Fragen.)Dig. 48,19De poenis (Von den Strafen.)Dig. 48,20De bonis damnatorum (Vom Vermögen der Verurtheilten.)Dig. 48,21De bonis eorum, qui ante sententiam vel mortem sibi consciverunt vel accusatorem corruperunt (Von dem Vermögen Derer, die vor dem Erkenntnisse sich entweder entleibt, oder den Ankläger bestochen haben.)Dig. 48,22De interdictis et relegatis et deportatis (Von denen, weclhen der Aufenthalt irgendwo verboten ist, den Verwiesenen und Deportirten.)Dig. 48,23De sententiam passis et restitutis (Von Denen, die ein Erkenntniss erlitten und wieder in den vorigen Stand eingesetzt worden sind.)Dig. 48,24De cadaveribus punitorum (Von den Leichen der Bestraften.)
Dig. 49,1De appellationibus et relegationibus (Von den Appellationen und den Berichten.)Dig. 49,2A quibus appellari non licet ([Von denjenigen Richtern,] von welchen man nicht appelliren kann.)Dig. 49,3Quis a quo appelletur (An wen von dem [Unterrichter] appellirt werden muss.)Dig. 49,4Quando appellandum sit et intra quae tempora (Wann appellirt werden muss, und innerhalb welcher Fristen.)Dig. 49,5De appellationibus recipiendis vel non (Von der Annahme, oder Nichtannahme der Appellationen.)Dig. 49,6De libellis dimissoriis, qui apostoli dicuntur (Von dem Berichte, Apostel genannt.)Dig. 49,7Nihil innovari appellatione interposita (Dass nach Einwendung der Appellation Nichts verändert werde.)Dig. 49,8Quae sententiae sine appellatione rescindantur ([Von] den Erkenntnissen, welche ohne Appellation wieder aufgehoben werden.)Dig. 49,9An per alium causae appellationum reddi possunt (Ob Appellationsbeschwerden durch einen Andern ausgeführt werden können.)Dig. 49,10Si tutor vel curator magistratusve creatus appellaverit (Wenn Derjenige, welcher zum Vormunde, oder zum Curator, oder zu einem obrigkeitlichen Amte erwählt worden ist, appellirt hat.)Dig. 49,11Eum qui appellaverit in provincia defendi (Dass Derjenige, welcher appellirt hat, in der Provinz sich vertheidige.)Dig. 49,12Apud eum, a quo appellatur, aliam causam agere compellendum (Dass man bei demjenigen [Richter], von welchem man appellirt, [dennoch seine] anderen Rechtssachen führen muss.)Dig. 49,13Si pendente appellatione mors intervenerit (Wenn während schwebender Berufung der Tod des [Appellanten] eingetreten.)Dig. 49,14De iure fisci (Vom Rechte des Fiscus.)Dig. 49,15De captivis et de postliminio et redemptis ab hostibus (Von den Gefangenen, dem Heimkehrrechte, und den von den Feinden Losgekauften.)Dig. 49,16De re militari (Vom Kriegswesen.)Dig. 49,17De castrensi peculio (Von dem im Felde erworbenen Sondergute.)Dig. 49,18De veteranis (Von den Privilegien der Veteranen.)
Dig. 1,6,7Idem li­bro vi­cen­si­mo quin­to ad Sa­binum. Si qua poe­na pa­ter fue­rit af­fec­tus, ut vel ci­vi­ta­tem amit­tat vel ser­vus poe­nae ef­fi­cia­tur, si­ne du­bio ne­pos fi­lii lo­co suc­ce­dit.

Id. lib. XXV. ad Sabin. Wenn der Vater mit einer Strafe belegt worden ist, wonach er entweder das Bürgerrecht verliert, oder zur Strafe Sclav wird, so folgt ohne Zweifel der Enkel an die Stelle des Sohnes.

Dig. 30,53Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quin­to ad Sa­binum. Quid er­go, si ma­io­rem quan­ti­ta­tem a sub­sti­tu­to re­li­quit? quod ex­ce­dit, hoc erit, quod a sub­sti­tu­to re­lic­tum est: quod ve­ro con­cur­rit cum sum­ma su­pe­rio­ri­bus ta­bu­lis in­scrip­ta, in­de de­be­bi­tur. 1Sed si re­pe­tie­rit le­ga­tum cum alio, for­te fun­dum mi­hi le­ga­ve­rat ab im­pu­be­re, re­pe­tiit hunc ab im­pu­be­ris he­rede mi­hi et Se­io, re­pe­ti­tio haec ef­fi­ciet, ut pars mi­hi de­bea­tur. 2Si quis duos he­redes scrip­se­rit et dam­na­ve­rit unum­quem­que so­li­dam rem le­ga­ta­rio prae­sta­re, idem est at­que si duo­bus tes­ta­men­tis le­ga­tum es­set: nam et si mi­hi et fi­lio vel ser­vo meo es­set eo­dem tes­ta­men­to le­ga­tum, si­ne du­bio va­le­ret le­ga­tum utrius­que, ut et Mar­cel­lus apud Iu­lia­num ad­icit. 3Si he­res ho­mi­nem le­ga­tum oc­ci­dit ob fa­ci­nus, hoc est me­ren­tem, si­ne du­bio di­cen­dum erit eum ex tes­ta­men­to non te­ne­ri. 4Sed si no­xae de­dit, an te­n­ea­tur, quia pot­est red­ime­re? et pu­to te­ne­ri. 5Sed si ani­mal le­ga­tum oc­ci­de­rit, pu­to te­ne­ri, non ut car­nem prae­stet vel ce­te­ra λείψανα, sed ut prae­stet pre­tium, quan­ti es­set, si vi­ve­ret. 6Item si ae­des le­ga­tas ob dam­num in­fec­tum pos­si­de­ri pas­sus est, pu­to eum te­ne­ri: de­buit enim re­pro­mit­te­re. 7Sed si mor­tuum in­tu­lit fe­cit­que re­li­gio­sum lo­cum le­ga­tum, si qui­dem pa­trem fa­mi­lias in­tu­lit, cum alio in­fer­re non pos­set vel tam opor­tu­ne non ha­be­ret, ex tes­ta­men­to non te­ne­bi­tur: an ve­ro te­n­ea­tur, ut pre­tium lo­ci prae­stet? et si qui­dem ip­se pa­ter fa­mi­lias il­lo in­fer­ri vo­luit, ex tes­ta­men­to non te­ne­bi­tur: quod si he­res in­tu­lit suo ar­bi­trio, de­be­bit prae­sta­re, si sit in he­redi­ta­te, un­de pre­tium prae­ste­tur: tes­ta­tor enim qui le­ga­vit vel alio in­fer­ri vo­luit vel pre­tium lo­ci le­ga­ta­rio of­fer­ri. 8Item si ser­vum non ip­se oc­ci­dit, sed com­pu­lit ad ma­le­fi­cium, ut ab alio oc­ci­de­re­tur vel sup­pli­cio ad­fi­ce­re­tur, ae­quis­si­mum erit pre­tium eum prae­sta­re: quod si sua ma­la men­te ad hoc pro­ces­sit, ces­sa­bit aes­ti­ma­tio. 9Ser­vus le­ga­tus si ab hos­ti­bus cap­tus sit si­ne do­lo he­redis, non prae­sta­bi­tur, si do­lo, prae­sta­bi­tur.

Ulp. lib. XXV. ad Sabin. Wie nun, wenn er dem Nacherben eine grössere Summe auferlegte? Der Ueberschuss ist dann ein dem Nacherben auferlegtes Vermächtniss; bis zur gleichen Summe mit der in dem ersten Testamente stehenden ist es nach diesem zu zahlen. 1Hat er aber bei der Wiederholung einen Andern hinzugefügt, z. B. bei der Erbeinsetzung des Unmündigen mir ein Gut vermacht, und bei der Nacherbeinsetzung wiederholt, ebendasselbe mir und zugleich dem Sejus, so wird diese Art der Wiederholung bewirken, dass dasselbe mir [nur] antheilig (mit dem Sejus) gebührt. 2Wenn Jemand zwei Erben ernannt und jeden eine [und dieselbe] Sache einem Legatar ganz zu geben verpflichtet hat, so ist es dasselbe, als ob sie in zwei Testamenten vermacht wäre11S. o. Fr. 34. §. 2.; auch wenn mir und meinem Sohne oder Sclaven in demselben Testamente etwas vermacht wäre, würden ohne Zweifel Beider Vermächtnisse gelten, wie auch Marcellus beim Julianus bemerkt. 3Wenn der Erbe einen vermachten Sclaven wegen eines Verbrechens, d. i. verdienter Weise, getödtet hat, so leidet es keinen Zweifel, dass seine Verbindlichkeit aus dem Testamente wegfällt. 4Ist er aber verbindlich, wenn er ihn eines [von ihm gestifteten] Schadens wegen ausgeliefert hat, da er ihn auslösen konnte? Ich glaube ja. 5Auch wenn er ein vermachtes Thier getödtet hat, halte ich ihn für verbindlich, nicht das Fleisch oder die andern Ueberbleibsel herauszugeben, sondern den Werth zu erstatten, den es haben würde, wenn es lebte. 6Wenn er ein vermachtes Haus wegen drohenden Schadens hat in [fremden] Besitz kommen lassen22S. u. B. 39. Tit. 2., so ist er, meines Erachtens, auch verpflichtet; denn er hätte Sicherheit geloben sollen. 7Ad Dig. 30,53,7Windscheid: Lehrbuch des Pandektenrechts, 7. Aufl. 1891, Bd. III, § 647, Note 11.Hat er hingegen einen Todten an eine vermachte Stelle gebracht und sie religiös33S. §. 2. Inst. de r. d. 2. 1. gemacht, der Todte ist aber der Hausvater44Der Erblasser. und er konnte ihn nirgends anders, oder doch nirgends so wohl gelegen unterbringen, so ist er aus dem Testamente nicht verbunden. Kann er aber nicht zur Erstattung des Werths der Stelle angehalten werden? Hat nun der Hausvater selbst dorthin gebracht sein wollen, so ist der Erbe aus dem Testamente zu nichts verpflichtet; hat dieser aber ihn nach seiner Willkühr dahin gebracht, so muss er den Werth erstatten, wenn die Erbschaft soviel hergibt; denn der Testator, der die Stelle vermacht hat, hat entweder gewollt, dass er anderswohin gebracht, oder dass dem Legatar der Werth der Stelle angeboten werde. 8So auch, wenn er einen Sclaven nicht selbst getödtet, sondern zu einem Verbrechen angetrieben hat, weshalb er von einem Andern getödtet oder hingerichtet worden ist, wird er billig den Werth erstatten müssen; ist hingegen der Sclav aus eignem bösen Willen darein verfallen, so fällt der Anspruch auf den Werth weg. 9Ein vermachter Sclav, der ohne böse Absicht des Erben von den Feinden gefangen worden ist, wird nicht ersetzt; wenn es aber durch böse Absicht geschah, so muss er ersetzt werden.

Dig. 32,55Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quin­to ad Sa­binum. Lig­ni ap­pel­la­tio no­men ge­ne­ra­le est, sed sic se­pa­ra­tur, ut sit ali­quid ma­te­ria, ali­quid lig­num. ma­te­ria est, quae ad ae­di­fi­can­dum ful­cien­dum ne­ces­sa­ria est, lig­num, quid­quid con­b­u­ren­di cau­sa pa­ra­tum est. sed utrum ita de­mum, si con­ci­sum sit an et si non sit? et Quin­tus Mu­cius li­bro se­cun­do re­fert, si cui lig­na le­ga­ta es­sent, quae in fun­do erant, ar­bo­res qui­dem ma­te­riae cau­sa suc­ci­sas non de­be­ri: nec ad­ie­cit, si non com­bu­ren­di gra­tia suc­ci­sae sunt, ad eum per­ti­ne­re, sed sic in­tel­le­gi con­se­quens est. 1Ofi­lius quo­que li­bro quin­to iu­ris par­ti­ti ita scrip­sit, cui lig­na le­ga­ta sunt, ad eum om­nia lig­na per­ti­ne­re, quae alio no­mi­ne non ap­pel­lan­tur, vel­uti virgae car­bo­nes nu­clei oli­va­rum, qui­bus ad nul­lam aliam rem ni­si ad com­bu­ren­dum pos­sit uti: sed et ba­la­ni vel si qui alii nu­clei. 2Idem li­bro se­cun­do ne­gat ar­bo­res non­dum con­ci­sas, ni­si quae mi­nu­ta­tim con­ci­dun­tur, vi­de­ri ei le­ga­tas, cui lig­na le­ga­ta sunt. ego au­tem ar­bi­tror hoc quo­que lig­ni ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­ri, quod non­dum mi­nu­ta­tim fuit con­ci­sum, si iam con­ci­den­do fuit de­sti­na­tum. pro­in­de si sil­vam huic rei ha­be­bat de­sti­na­tam, sil­va qui­dem non ce­det, de­iec­tae au­tem ar­bo­res lig­no­rum ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­bun­tur, ni­si aliud tes­ta­tor sen­sit. 3Lig­nis au­tem le­ga­tis quod com­bu­ren­di cau­sa pa­ra­tum est con­ti­ne­tur, si­ve ad bal­nei ca­le­fac­tio­nem si­ve diae­ta­rum hy­po­caus­ta­rum si­ve ad cal­cem vel ad aliam rem co­quen­dam so­le­bat uti. 4Ofi­lius li­bro quin­to iu­ris par­ti­ti scrip­sit nec sar­men­ta lig­ni ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­ri: sed si vo­lun­tas non re­fra­ga­tur, et vir­gu­lae et gre­mia et sar­men­ta et su­pe­ra­men­ta ma­te­ria­rum et vi­tium stir­pes at­que ra­di­ces con­ti­ne­bun­tur. 5Lig­no­rum ap­pel­la­tio­ne in qui­bus­dam re­gio­ni­bus, ut in Ae­gyp­to, ubi ha­run­di­ne pro lig­no utun­tur, et ha­run­di­nes et pa­py­rum com­bu­ri­tur et her­bu­lae quae­dam vel spi­nae vel ve­pres con­ti­ne­bun­tur. quid mi­rum? cum ξύλον hoc et na­ves ξυληγὰς ap­pel­lant, quae haec ἀπὸ τῶν ἑλῶν de­du­cunt. 6In qui­bus­dam pro­vin­ciis et edi­tu bu­bum ad hanc rem utun­tur. 7Si lig­num sit pa­ra­tum ad car­bo­nes co­quen­das at­que con­fi­cien­das, ait Ofi­lius li­bro quin­to iu­ris par­ti­ti car­bo­num ap­pel­la­tio­ne hu­ius­mo­di ma­te­riam non con­ti­ne­ri: sed an lig­no­rum? et for­tas­sis quis di­cet nec lig­no­rum: non enim lig­no­rum gra­tia haec tes­ta­tor ha­buit. sed et Ti­tio­nes et alia lig­na coc­ta ne fu­mum fa­ciant utrum lig­no an car­bo­ni an suo ge­ne­ri ad­nu­me­ra­bi­mus? et ma­gis est, ut pro­prium ge­nus ha­bea­tur. 8Sul­pu­ra­ta quo­que de lig­no ae­que ean­dem ha­be­bunt de­fi­ni­tio­nem. 9Ad fa­ces quo­que pa­ra­ta non erunt lig­no­rum ap­pel­la­tio­ne com­pre­hen­sa, ni­si haec fuit vo­lun­tas. 10De pi­nu au­tem in­te­gri stro­bi­li lig­ni ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­bun­tur.

Ulp. lib. XXV. ad Sabin. Die Benennung Holz ist ein allgemeiner Name, aber man unterscheidet so, dass Material etwas anderes als Holz sei; Material ist, was zum Bauen, zum Stützen nothwendig ist; Holz Alles, was zum Verbrennen angeschafft worden ist. Aber ob nur dann, wenn es geschnitten ist, oder auch wenn dies nicht der Fall ist. Und Quintus Mucius sagt im zweiten Buche, wenn Jemandem das Holz vermacht wäre, was sich auf einem Landgute befand, so gebührten [ihm] die zum Material umgehauenen Bäume nicht, er hat jedoch nicht hinzugefügt, dass, wenn sie55Es heisst zwar im Text: si non comburendi causa; dies würde aber mit dem Vorhergegangenen im Widerspruch stehen, und ist daher in der Uebersetzung nach Haloander die Negation weggelassen worden, zumal da non sehr leicht aus comburendi entstehen konnte. zum Verbrennen umgehauen sind, sie ihm gehören, aber es ist folgerichtig, dies anzunehmen. 1Auch Ofilius hat im fünften Buche des Jus partitum so geschrieben: wem Holz vermacht ist, dem gehöre alles Holz, was mit keinem anderen Namen benannt wird, z. B. Reissig, Kohlen, Kerne von Oliven, deren er sich zu keinem anderen Zweck, als zum Verbrennen, bedienen könne, aber auch Eicheln, oder sonst andere Kerne. 2Derselbe behauptet im zweiten Buche, dass noch nicht zerschnittene Bäume ausser denen, welche in kleine Stückchen zerschnitten werden, dem nicht vermacht zu sein scheinen, dem Holz vermacht worden ist. Ich aber meine, dass auch das unter der Benennung Holz begriffen werde, was noch nicht in kleine Stückchen zerschnitten gewesen ist, wenn es schon zum Zerschneiden bestimmt gewesen ist; deshalb wird, wenn der Testator einen zu diesem Zweck bestimmten Wald hatte, zwar nicht der Wald [dem Vermächtnissinhaber] gehören, die umgehauenen Bäume aber werden unter der Benennung Holz begriffen werden, wenn nicht der Testator etwas Anderes im Sinne gehabt hat. 3Wenn aber Holz vermacht ist, so ist das, was um des Verbrennens willen angeschafft worden ist, darunter begriffen, mochte der Testator es zur Heizung eines Bades, oder heizbarer Zimmer, oder zum Brennen des Kalkes oder einer anderen Sache zu gebrauchen pflegen. 4Ofilius hat im fünften Buche des Jus partitum geschrieben, dass auch abgeschnittenes Rebenholz nicht unter der Benennung Holz begriffen werde; aber wenn die Absicht des Testators nicht widerstreitet, so werden sowohl Reissholz, als dürre Holzabgäuge, als abgeschnittene Reben66S. Westphal a. a. O. S. 166. ff. und Ueberbleibsel von Material und Stämme und Wurzeln von Weinstöcken darunter begriffen werden. 5Unter der Benennung Holz werden in gewissen Gegenden, wie in Aegypten, wo man sich des Schilfes statt des Holzes bedient, und Schilf und Papierstande verbrannt wird, auch einige kleine Kräuter, oder Stachelstauden, oder Dornsträucher begriffen werden. Was Wunder, da man dies ξύλον (Holz) und die Schiffe ξυληγὰς (Holz fahrende) nennt, welche dies aus den Sümpfen wegführen. 6In einigen Provinzen bedient man sich auch des Abgangs der Rinder zu diesem Zweck. 7Ofilius sagt im fünften Buche des Jus partitum, wenn Holz um Kohlen zu brennen und zu bereiten angeschafft worden sei, so werde Material dieser Art unter der Benennung Kohlen nicht begriffen. Aber ob unter der Benennung Holz? Und vielleicht wird man sagen, auch nicht einmal unter der Benennung Holz; denn der Testator hat ja so Etwas nicht als Holz77Lignorum gratia, d. h. zum Verbrennen. gehabt. Aber werden wir auch gebrannte Scheite oder anderes Holz, welches, damit es keinen Rauch mache, vom Feuer ausgedörrt worden ist, dem Holz, oder der Kohle, oder einer eigenen Gattung beizählen? Und es ist mehr dafür, dass es für eine eigenthümliche Gattung gehalten werde. 8Auch Schwefelholz wird auf gleiche Weise dieselbe Bestimmung haben. 9Auch das zu Fackeln Angeschaffte wird nicht unter der Benennung Holz begriffen sein, wenn dies nicht die Absicht des Testators gewesen ist. 10Ganze Fichtenzapfen aber werden auch unter der Benennung Holz begriffen werden.

Dig. 33,8,6Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quin­to ad Sa­binum. Si pe­cu­lium le­ge­tur et sit in cor­po­ri­bus, pu­ta fun­di vel ae­des, si qui­dem ni­hil sit, quod ser­vus do­mi­no vel con­ser­vis li­be­ris­ve do­mi­ni de­beat, in­te­gra cor­po­ra vin­di­ca­bun­tur: sin ve­ro sit, quod do­mi­no vel su­pra scrip­tis per­so­nis de­bea­tur, de­mi­nui sin­gu­la cor­po­ra pro ra­ta de­be­bunt. et ita et Iu­lia­nus et Cel­sus pu­tant. 1Et si fue­rit le­ga­tum pe­cu­lium non de­duc­to ae­re alie­no, ve­ren­dum, ne in­uti­le le­ga­tum sit, quia quod ad­ici­tur con­tra na­tu­ram le­ga­ti sit. sed pu­to ve­rum hanc ad­iec­tio­nem non vi­tia­re le­ga­tum, sed ni­hil ei ad­ice­re: nec enim pot­est cres­ce­re vin­di­ca­tio pe­cu­lii per hanc ad­iec­tio­nem. pla­ne si pro­po­nas le­ga­ta­rium nac­tum pos­ses­sio­nem re­rum, ex­cep­tio­ne do­li ad­ver­sus he­redem vin­di­can­tem uti pot­est: ha­bet enim in so­li­dis re­bus vo­lun­ta­tem ae­ris alie­ni non de­du­cen­di. sed et si do­mi­nus re­mit­te­re se ser­vo quod de­bet vel ni­hil si­bi ser­vum de­be­re sig­ni­fi­ca­ve­rit, va­let haec ad­iec­tio, quia nu­da vo­lun­ta­te pot­est do­mi­nus ser­vo re­mit­te­re quod ei de­bet. 2Vi­ca­rio au­tem meo mi­hi le­ga­to an et vi­ca­rii mei pe­cu­lium ad me per­ti­neat, quae­ri­tur. et pu­ta­mus con­ti­ne­ri le­ga­to vi­ca­rii eius pe­cu­lium, ni­si ad­ver­sa sit vo­lun­tas tes­ta­to­ris. 3Si ser­vus et vi­ca­rius eius li­be­ri es­se ius­si sint eis­que pe­cu­lia sua le­ga­ta sint, ver­ba se­cun­dum vo­lun­ta­tem tes­ta­to­ris ex­au­dien­da, tam­quam de duo­bus se­pa­ra­tis­que pe­cu­liis tes­ta­to­re lo­cu­to: et se­cun­dum haec vi­ca­rius vi­ca­rii non com­mu­ni­ca­bi­tur, ni­si haec mens fuit tes­tan­tis. 4Sic­ut au­tem aes alie­num, hoc est quod de­be­tur do­mi­no, mi­nuit le­ga­tum pe­cu­lium, ita per con­tra­rium id quod do­mi­nus de­bet ser­vo au­ge­re de­bet. sed huic sen­ten­tiae ad­ver­sa­tur re­scrip­tum im­pe­ra­to­ris nos­tri et pa­tris eius, quod ita est: ‘cum pe­cu­lium ser­vo le­ga­tur, non et­iam id con­ce­di­tur, ut pe­ti­tio­nem ha­beat pe­cu­niae, quam se in ra­tio­nem do­mi­ni im­pen­dis­se di­cit’. quid ta­men si haec vo­lun­tas fuit tes­ta­to­ris? cur non pos­sit con­se­qui? cer­te com­pen­sa­ri de­bet hoc quod im­pen­dit cum eo quod do­mi­no de­be­tur. an et quod do­mi­nus scrip­sis­set se ser­vo de­be­re, pe­cu­lio le­ga­to ce­de­ret? Pe­ga­sus ne­gat: idem Ner­va: et cum Gnaeus Do­mi­tius fi­liae suae pe­cu­lium quod eius es­set le­gas­set, et an­nuum, quod ei so­li­tus erat da­re, bi­en­nio non de­dis­set, sed in ra­tio­ni­bus suis ret­tu­lis­set fi­liae se de­be­re quin­qua­gin­ta, Ati­li­ci­nus ex­is­ti­ma­vit le­ga­to non ce­de­re, quod ve­rum est, quia con­so­nat re­scrip­to. 5Non so­lum au­tem quod do­mi­no de­be­tur pe­cu­lio le­ga­to de­du­ci­tur, sed et si quid he­redi de­bi­tum fuit.

Ulp. lib. XXV. ad Sabin. Wird das Sondergut vermacht und es besteht blos in körperlichen Gegenständen, z. B. in Ländereien oder Gebäuden, so können, wenn der Sclav dem Herrn oder seinen Mitsclaven oder den Kindern des Herrn nichts schuldig ist, diese Gegenstände ganz gefordert werden. Findet sich aber eine Schuld desselben an den Herrn oder die oben benannten Personen, so müssen diese einzelnen Gegenstände verhältnissmässig vermindert werden, was auch Julianus und Celsus annehmen. 1Wäre aber ein Sondergut ohne Abzug der Schulden vermacht worden, so entsteht die Besorgniss, ob es nicht ungültig ist, weil dieser Zusatz der Natur eines Vermächtnisses entgegen läuft. Ich halte jedoch für richtig, dass dieser Zusatz das Vermächtniss nicht entkräftet, sondern ihm gar keinen Zusatz verschafft, denn der Anspruch auf das Sondergut kann durch diesen Zusatz sich nicht vergrössern. Freilich wenn man den Fall setzt, der Vermächtnissinhaber habe den Besitz der [zum Sondergute gehörigen] Sachen schon ergriffen, so kann er von der Einrede der Arglist gegen die Ansprüche des Erben Gebrauch machen, denn er hat in den ganz überkommenen Gegenständen den Willen des Erblassers für sich, dass die Schulden nicht abgezogen werden sollen. Hat der Herr aber ausdrücklich bemerkt, dass er dem Sclaven seine Schuld erlasse, oder dass ihm der Sclav nichts schuldig sei, so gilt dieser Zusatz, weil der Herr schon durch seine blosse Willensäusserung dem Sclaven das erlassen kann, was dieser ihm schuldig ist. 2Ist mir aber mein Untersclav vermacht worden, so fragt sich, ob auch das Sondergut meines Untersclaven mir gebührt? Wir halten dafür, dass in dem Vermächtnisse des Untersclaven auch dessen Sondergut enthalten sei, wenn kein entgegengesetzter Wille des Testators vorhanden ist. 3Ist einem Sclaven und seinem Untersclaven die Freiheit gegeben und ihnen zugleich ihre Sondergüter vermacht worden, so muss man diese Worte, dem Willen des Testators gemäss, so verstehen, als habe derselbe von zwei getrennten Sondergütern gesprochen, und hiernach wird der Untersclav des Untersclaven nicht beiden gemeinschaftlich, in sofern dies nicht die Absicht des Testators war. 4Sowie aber die Schulden, nämlich das, was dem Herrn verschuldet wird, das vermachte Sondergut vermindern, so muss auch im Gegentheil das, was der Herr dem Sclaven schuldig ist, dasselbe vermehren. Dieser Meinung widerspricht jedoch ein Rescript unseres Kaisers und seines Vaters, welches so lautet: Wird einem Sclaven sein Sondergut vermacht, so wird ihm dadurch nicht auch ein Anspruch auf dasjenige Geld zugestanden, was er für Rechnung seines Herrn verwendet zu haben behauptet. Wie aber, wenn es nun der Wille des Testators war, warum sollte er es nicht in Anspruch nehmen können? Wenigstens muss das, was er verwendet hat, mit demjenigen, was er dem Herrn schuldig ist, gegen einander aufgehoben werden. Hätte aber der Herr bekannt, dass er dem Sclaven schuldig sei, gehört dies zu dem vermachten Sondergute? Pegasus stellt es in Abrede und ebenso Nerva. Und als Cnejus Domitius seiner Tochter ihr Sondergut vermacht, das Jahrgeld aber, was er ihr gewöhnlich zu geben pflegte, ihr in zwei Jahren nicht gegeben, sondern in seinen Rechnungen vermerkt hatte, er verschulde seiner Tochter funfzig[tausend Sestertien], so meinte Atilicinus, dass es zu dem Vermächtnisse nicht gehöre, was auch richtig ist, weil es mit dem Rescripte übereinstimmt. 5Aber nicht allein das, was dem Herrn verschuldet wird, ist von dem vermachten Sondergute abzuziehen, sondern auch, wenn etwas dem Erben verschuldet wurde.

Dig. 33,8,8Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quin­to ad Sa­binum. De­ni­que Pe­ga­sus re­spon­dit, si sta­tu­li­be­ro, cui pe­cu­lium le­ga­tum sit, he­res in­ter­im cre­di­de­rit, id ip­so iu­re de­tra­hi et cor­po­ra sin­gu­la et­iam per hoc aes alie­num de­mi­nui. 1Pro­in­de si pu­re li­ber­ta­tem ac­ci­piet et he­res vel vi­vo do­mi­no vel an­te ad­itam he­redi­ta­tem ser­vo cre­di­de­rit, le­ga­tum pe­cu­lii mi­nue­tur se­cun­dum Iu­lia­ni sen­ten­tiam, li­cet do­mi­nus ser­vi num­quam fue­rit. 2Qui Sti­chum et Pam­phi­lum ser­vos ha­be­bat, tes­ta­men­to eos ma­nu­mi­sit et uni­cui­que pe­cu­lium suum le­ga­vit. pla­cet, quod al­ter al­te­ri de­bet, de pe­cu­lio eius de­ce­de­re et al­te­rius ac­ce­de­re le­ga­to. 3Item quae­ri­tur, si ser­vo li­ber­tas da­ta sit, si de­cem de­dis­set he­redi, pe­cu­lium­que ei le­ga­tum sit, an de­cem, quae de­dis­set he­redi, de­beant de pe­cu­lio de­ce­de­re. et est ve­rum quod Sa­b­ino pla­cuit, hoc mi­nus es­se in pe­cu­lio le­ga­to. 4Plus ait Sa­b­inus, si sta­tu­li­ber ser­vum he­redi ven­di­de­rit, per­in­de de­si­ne­re eum in pe­cu­lio es­se, at­que si ex­tra­neo ven­di­dis­set. 5His con­se­quen­ter quae­ri­tur, si ser­vus cum do­mi­no de li­ber­ta­te pac­tus fue­rit et par­tem pe­cu­niae de­de­rit et an­te quam re­si­duum de­de­rit do­mi­nus de­ces­se­rit li­be­rum­que es­se tes­ta­men­to ius­se­rit cum pe­cu­lio le­ga­to, an quod do­mi­no de­de­rit in pe­cu­lio sit im­pu­tan­dum. et ait La­beo de pe­cu­lio de­ce­de­re. pla­ne si non­dum de­de­rat, sed, do­nec to­tum tra­de­ret, pro de­po­si­to apud eum fue­rit, id in pe­cu­lio es­se pla­cuit. 6Item si ser­vo pe­cu­lium sit le­ga­tum et a de­bi­to­re eius pe­cu­lia­ri he­res ve­ti­tus sit pe­te­re, ve­rum est hoc mi­nus es­se in le­ga­to pe­cu­lio, hoc est de­tra­hen­dum id quod de­bi­to­ri le­ga­tum est. 7In­ter­dum et­si non sit le­ga­tum pe­cu­lium, vel­ut le­ga­tum sic ac­ci­pi­tur, id est in hu­ius­mo­di spe­cie: qui­dam ser­vo li­ber­ta­tem, si ra­tio­nes red­di­dis­set, de­de­rat, et si he­redi­bus cen­tum in­tu­lis­set. im­pe­ra­tor igi­tur nos­ter cum pa­tre re­scrip­sit, pe­cu­lium qui­dem non ni­si le­ga­tum de­be­ri: ‘ve­rum’, in­quit, ‘si con­di­cio­ni­bus prae­scrip­tis par­uit ser­vus, tes­ta­to­rem vo­luis­se eum re­ti­ne­re pe­cu­lium in­ter­pre­ta­mur’: vi­de­li­cet ex eo, quod ex pe­cu­lio eum ius­se­rat cen­tum in­fer­re. 8Utrum au­tem id de­mum pe­cu­lium ac­ci­pi­mus, quod mor­tis tem­po­re fuit, an ve­ro et quod post­ea ac­ces­sit ap­pli­ca­mus vel quod de­ces­sit de­tra­hi­mus? et Iu­lia­nus alias ac­ci­pien­dum le­ga­tum pe­cu­lii ait, si ip­si ser­vo le­ge­tur, alias, si alii: nam si ip­si, id tem­pus in le­ga­to spec­tan­dum, quo dies le­ga­ti ce­dit: si ve­ro ex­tra­neo, mor­tis tem­pus, sic ta­men, ut in­cre­men­ta ex re­bus pe­cu­lia­ri­bus ad eum per­ve­niant, ut pu­ta par­tus an­cil­la­rum vel fe­tus pe­co­rum: quod au­tem ex ope­ris suis vel ex alia re ac­ce­dit, id, si alii quam ip­si le­ge­tur pe­cu­lium, non de­be­bi­tur. hoc utrum­que Iu­lia­nus se­cun­dum vo­lun­ta­tem tes­ta­to­ris scri­bit: cum enim ip­si suum pe­cu­lium le­ga­tur, ve­ri­si­mi­le est eum om­ne aug­men­tum ad ip­sum per­ti­ne­re vo­luis­se, cui pa­tri­mo­nium ma­nu­mis­so fu­tu­rum est, cum alii, non: sic ta­men, ut, si in al­te­rius per­so­na hoc eum sen­sis­se ap­pa­reat, idem di­cas.

Ulp. lib. XXV. ad Sabin. Auch antwortete Pegasus, wenn der Erbe einem bedingt Freien88Ueber den vollständigen Begriff eines Stat. lib. siehe l. 1. D. de stat. liberis. 40. 7., dem sein Sondergut vermacht worden, etwas geborgt habe, dies dem Rechte selbst zufolge abgezogen werden könne, und auch die einzelnen Gegenstände sich durch diese Schuld verminderten. 1Wenn er hiernächst die Freiheit unbedingt erlangt und der Erbe entweder bei Lebzeiten des Herrn oder vor Antritt der Erbschaft dem Sclaven etwas geborgt hätte, so wird nach dem Ausspruche des Julianus auch das Vermächtniss des Sonderguts dadurch vermindert, obgleich er [, der Erbe,] niemals Herr des Sclaven gewesen ist. 2Jemand, welcher als Sclaven den Stichus und Pamphilus hatte, liess sie in seinem Testamente frei, und vermachte einem Jeden derselben sein Sondergut. Es ist angenommen worden, dass das, was Einer dem Andern verschuldet, von seinem Sondergute abgehe und dem Vermächtnisse des Andern hinzutrete. 3Auch fragt es sich, wenn einem Sclaven die Freiheit gegeben worden, sobald er dem Erben zehn[tausend Sestertien] gezahlt haben würde, und ihm zugleich sein Sondergut vermacht worden, ob die zehn[tausend], welche er dem Erben bezahlt, von dem Sondergute abgehen müssen? Und es ist allerdings richtig, was Sabinus angenommen hat, dass um soviel weniger in dem vermachten Sondergute enthalten sei. 4Ferner behauptet Sabinus, dass, wenn ein bedingt Freier seinen Sclaven dem Erben verkauft hätte, derselbe eben so gut aufhöre, zum Sondergute zu gehören, als wenn er ihn einem Fremden verkauft hätte. 5Diesem ganz folgerecht fragt es sich, wenn ein Sclav mit seinem Herrn über die Freiheit einen Vertrag geschlossen und einen Theil des Geldes ihm gegeben hätte, bevor er aber den Rest bezahlt, der Herr gestorben und ihm in seinem Testamente mit dem Vermächtniss des Sonderguts die Freiheit ertheilt hätte, ob das, was er dem Herrn bereits gezahlt, bei dem Sondergute anzurechnen sei? Labeo behauptet, dass es von dem Sondergute abgehe; es ist jedoch im Gegentheil angenommen worden, dass, wenn er es noch nicht [wirklich] bezahlt, sondern es sich nur bis zur Uebergabe des Ganzen bei ihm in Verwahrung befunden hatte, es zum Sondergute gehöre. 6Desgleichen, wenn einem Sclaven sein Sondergut vermacht, zugleich aber dem Erben verboten worden ist, von dem Sondergutsschuldner desselben die Schuld einzufordern, so ist die richtige Meinung, dass um soviel weniger in dem vermachten Sondergute enthalten sei, d. i. dasjenige abgezogen werden müsse, was dem Schuldner vermacht worden ist. 7Ist aber auch das Sondergut nicht vermacht worden, so wird es doch bisweilen als vermacht angesehen, z. B. in diesem Falle: Jemand hatte seinem Sclaven die Freiheit gegeben, sobald er Rechnung abgelegt und den Erben hundert[tausend Sestertien] gezahlt haben würde. Unser Kaiser und sein Vater entschieden in diesem Falle: das Sondergut sei zwar nur dann zu gewähren, wenn es vermacht worden, habe jedoch der Sclav die oben vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt, so nehmen wir an, der Testator habe gewollt, er solle das Sondergut zurückbehalten und zwar um deswillen, weil er ihn verpflichtet hatte, hundert[tausend Sestertien] aus dem Sondergute zu zahlen. 8Wird aber nur das für Sondergut gehalten, was zur Zeit des Todes vorhanden war, oder wird auch das dazu gerechnet, was nachher dazu kam, oder abgerechnet, was davon gekommen ist? Und Julianus ist der Meinung, dass man das Vermächtniss des Sondergutes anders ansehen müsse, wenn es dem Sclaven selbst, anders, wenn es einem Andern ausgesetzt worden. Sei es dem Sclaven selbst beschieden, so sei bei diesem Vermächtniss auf die Zeit zu sehen, wo es gefällig geworden; sei es aber einem Fremden beschieden, auf die Zeit des Todes; jedoch so, dass der Zuwachs aus den zum Sondergute gehörigen Sachen ihm gehöre, wie z. B. die Geburten der Sclavinnen oder die Jungen des Viehes; wenn hingegen durch seinen Verdienst oder durch einen andern Umstand etwas dazu kommt, so braucht dies, wenn das Sondergut einem Dritten, und nicht ihm selbst vermacht worden, nicht entrichtet zu werden. Beides lehrt Julianus dem Willen des Testators gemäss: denn wird dem [Sclaven] sein eignes Sondergut vermacht, so ist es wahrscheinlich, dass nach dem Willen des [Testators] auch aller Zuwachs dem gehören soll, dem nach der Freilassung das Vermögen selbst gehört, ist es aber einem Andern vermacht worden, so findet dieses nicht Statt. Doch muss man, wenn erhellt, dass er auch bei den Andern dasselbe im Sinne gehabt habe, auch ebenso entscheiden.

Dig. 34,5,19Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo quin­to ad Sa­binum. Si co­gna­tis le­ga­tum sit et hi co­gna­ti qui­dem es­se de­sie­runt, in ci­vi­ta­te au­tem ma­neant, di­cen­dum de­be­ri le­ga­tum: co­gna­ti enim tes­ta­men­ti fac­ti tem­po­re fue­runt. cer­te si quis tes­ta­men­ti fac­ti tem­po­re co­gna­tus non fuit, mor­tis tem­po­re fac­tus est per ad­ro­ga­tio­nem, fa­ci­lius le­ga­tum con­se­qui­tur. 1Si quis co­gna­tio­ni le­get, idem est at­que si co­gna­tis le­gas­set.

Ulp. lib. XXV. ad Sabin. Wenn Verwandten ein Vermächtniss ausgesetzt worden ist, und diese aufgehört haben, Verwandte zu sein, aber im Staate bleiben, so besteht die Verpflichtung zum Vermächtniss fort; denn sie waren Verwandte zur Zeit der Testamentserrichtung. Wenn freilich Jemand zur Zeit der letztern nicht Verwandter war, es aber zur Zeit des Ablebens [des Testators] durch Adrogation geworden ist, so wird er das Vermächtniss noch leichter erlangen. 1Wenn Jemand seiner Verwandschaft ein Vermächtniss aussetzt, so ist es ganz gleich, wie wenn er es seinen Verwandten ausgesetzt hätte.

Dig. 50,1,3Idem li­bro vi­cen­si­mo quin­to ad Sa­binum. Pla­cet et­iam fi­lios fa­mi­lias do­mi­ci­lium ha­be­re pos­se

Idem lib. XXV. ad Sabin. Es ist angenommen, dass auch ein Haussohn einen [besondern] Wohnort haben könne,

Dig. 50,16,167Ul­pia­nus li­bro vi­cen­si­mo quin­to ad Sa­binum. ‘Car­bo­num’ ap­pel­la­tio­ne ma­te­riam non con­ti­ne­ri: sed an ‘lig­no­rum?’ et for­tas­sis quis di­cet nec lig­no­rum: non enim lig­no­rum gra­tia ha­buit. sed et Ti­tio­nes et alia lig­na coc­ta ne fu­mum fa­ciant utrum lig­no an car­bo­ni an suo ge­ne­ri ad­nu­me­ra­bi­mus? et ma­gis est, ut pro­prium ge­nus ha­bea­tur. sul­pu­ra­ta quo­que de lig­no ae­que ean­dem ha­be­bunt de­fi­ni­tio­nem. ad fa­ces quo­que pa­ra­ta non erunt lig­no­rum ap­pel­la­tio­ne com­pre­hen­sa, ni­si haec fuit vo­lun­tas. idem et de nu­cleis oli­va­rum, sed et de ba­la­nis est, vel si qui alii nu­clei. de pi­nu au­tem in­te­gri stro­bi­li lig­ni ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­bun­tur.

Ulp. lib. XXV. ad Sabin. Unter der Benennung Kohlen (carbonum) wird das Material nicht begriffen. Aber ob unter der Benennung Holz (lignorum)? Und vielleicht wird man sagen, auch nicht einmal unter der Benennung Holz; denn der Testator hat ja so Etwas nicht als Holz gehabt. Aber werden wir gebrannte Scheite oder anderes Holz, welches, damit es keinen Rauch mache, vom Feuer ausgedörrt worden ist, dem Holz, oder der Kohle, oder einer eigenen Gattung beizählen. Und es ist mehr dafür, dass es für eine eigenthümliche Gattung gehalten werde. Auch auf Schwefelholz wird sich auf gleiche Weise dieselbe Erklärung beziehen. Auch das zu Fackeln Angeschaffte wird nicht unter der Benennung: Holz begriffen sein, wenn dies nicht die Absicht [des Testators] gewesen ist. Dasselbe gilt auch von Olivenkernen, aber auch von Eicheln, oder sonst anderen Kernen. Ganze Fichtenzapfen werden aber unter der Benennung Holz begriffen werden99Diese Stelle findet sich auch in L. 55. §. 1. u. 7. — 10. D. de leg. III. u. die folg. in L. 56. eod..