Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Ulp.Sab. XX
Ad Massurium Sabinum lib.Ulpiani Ad Massurium Sabinum libri

Ad Massurium Sabinum libri

Ex libro XX

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Dig. 1,1De iustitia et iure (Von der Gerechtigkeit und dem Recht.)Dig. 1,2De origine iuris et omnium magistratuum et successione prudentium (Von dem Ursprung des Rechts und aller Staatsbeamten, so wie der Folge der Rechtsgelehrten.)Dig. 1,3De legibus senatusque consultis et longa consuetudine (Von den Gesetzen, den Senatsbeschlüssen und dem Gewohnheitsrechte.)Dig. 1,4De constitutionibus principum (Von den Constitutionen der Kaiser.)Dig. 1,5De statu hominum (Vom Zustand der Menschen.)Dig. 1,6De his qui sui vel alieni iuris sunt (Von denen, die eigenen Rechtens, und denen, die fremdem Rechte unterworfen sind.)Dig. 1,7De adoptionibus et emancipationibus et aliis modis quibus potestas solvitur (Von der Annahme an Kindes Statt, der Entlassung aus der [väterlichen] Gewalt, und andern Arten deren Aufhebung.)Dig. 1,8De divisione rerum et qualitate (Von der Eintheilung der Sachen und deren Beschaffenheit.)Dig. 1,9De senatoribus (Von den Senatoren.)Dig. 1,10De officio consulis (Von der Amtspflicht des Consuls.)Dig. 1,11De officio praefecti praetorio (Von der Amtspflicht des Präfectus Prätorio.)Dig. 1,12De officio praefecti urbi (Von der Amtspflicht des Stadtvorstehers.)Dig. 1,13De officio quaestoris (Von der Amtspflicht des Quästors.)Dig. 1,14De officio praetorum (Von der Amtspflicht der Prätoren.)Dig. 1,15De officio praefecti vigilum (Von der Amtspflicht des Wachtvorstehers.)Dig. 1,16De officio proconsulis et legati (Von der Amtspflicht des Proconsul und des Legaten.)Dig. 1,17De officio praefecti Augustalis (Von der Amtspflicht des Kaiserlichen Präfecten.)Dig. 1,18De officio praesidis (Von der Amtspflicht des Präsidenten.)Dig. 1,19De officio procuratoris Caesaris vel rationalis (Von der Amtspflicht des Procurators des Kaisers oder Rentbeamten.)Dig. 1,20De officio iuridici (Von der Amtspflicht des Gerichtsverwalters.)Dig. 1,21De officio eius, cui mandata est iurisdictio (Von der Amtspflicht dessen, der mit der Gerichtsbarkeit beauftragt worden ist.)Dig. 1,22De officio adsessorum (Von der Amtspflicht der [Gerichts-] Beisitzer.)
Dig. 2,1De iurisdictione (Von der Gerichtsbarkeit.)Dig. 2,2Quod quisque iuris in alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur (Welche Rechtsgrundsätze Jemand gegen einen Andern aufgebracht hat, die sollen gegen ihn selbst in Anwendung gebracht werden dürfen.)Dig. 2,3Si quis ius dicenti non obtemperaverit (Wenn jemand dem, welcher Recht spricht, nicht gehorcht haben sollte.)Dig. 2,4De in ius vocando (Von der Berufung ins Gericht.)Dig. 2,5Si quis in ius vocatus non ierit sive quis eum vocaverit, quem ex edicto non debuerit (Wenn Jemand vor Gericht berufen worden und nicht gegangen ist, oder die dahin berufen worden sind, welche man dem Edicte nach nicht hätte berufen sollen.)Dig. 2,6In ius vocati ut eant aut satis vel cautum dent (Dass vor Gericht Berufene dahin gehen, oder Bürgen oder anders Sicherheit stellen.)Dig. 2,7Ne quis eum qui in ius vocabitur vi eximat (Dass Niemand den, welcher vor Gericht berufen wird, mit Gewalt entreisse.)Dig. 2,8Qui satisdare cogantur vel iurato promittant vel suae promissioni committantur (Von denen, welche gezwungen werden, Sicherheit zu stellen, oder ein eidliches Versprechen leisten, oder auf ihr einfaches Versprechen entlassen werden.)Dig. 2,9Si ex noxali causa agatur, quemadmodum caveatur (Wie Sicherheit gestellt wird, wenn eine Noxalklage erhoben [oder: wegen Schädenansprüchen geklagt] wird.)Dig. 2,10De eo per quem factum erit quominus quis in iudicio sistat (Von dem, welcher daran Schuld ist, dass sich Jemand nicht vor Gericht stellt.)Dig. 2,11Si quis cautionibus in iudicio sistendi causa factis non obtemperaverit (Wenn Jemand dem geleisteten Versprechen, sich vor Gerichte zu stellen, nicht nachgekommen ist.)Dig. 2,12De feriis et dilationibus et diversis temporibus (Von den Gerichtsferien und Aufschubsgestattungen und der Berechnung verschiedener Zeiten.)Dig. 2,13De edendo (Vom Vorzeigen.)Dig. 2,14De pactis (Von Verträgen.)Dig. 2,15De transactionibus (Von Vergleichen.)
Dig. 40,1De manumissionibus (Von den Freilassungen.)Dig. 40,2De manumissis vindicta (Von den durch den Stab freigelassenen [Sclaven].)Dig. 40,3De manumissionibus quae servis ad universitatem pertinentibus imponuntur (Von den Freilassungen, welche Sclaven ertheilt werden, welche einer Gemeinheit angehören.)Dig. 40,4De manumissis testamento (Von den durch ein Testament freigelassenen [Sclaven.])Dig. 40,5De fideicommissariis libertatibus (Von den fideicommissarischen Freiheiten.)Dig. 40,6De ademptione libertatis (Von der Zurücknahme der Freiheit.)Dig. 40,7De statuliberis (Von den Bedingtfreien.)Dig. 40,8Qui sine manumissione ad libertatem perveniunt (Welche [Sclaven] ohne Freilassung zur Freiheit gelangen.)Dig. 40,9Qui et a quibus manumissi liberi non fiunt et ad legem Aeliam Sentiam (Welche Sclaven durch die Freilassung wegen ihrer selbst, und wegen ihres Freilassers nicht frei werden, und zum Aelisch-Sentischen Gesetz.)Dig. 40,10De iure aureorum anulorum (Von dem Recht der goldenen Ringe.)Dig. 40,11De natalibus restituendis (Von der Zurückversetzung in den Geburtsstand.)Dig. 40,12De liberali causa (Von dem Rechtsstreit über die Freiheit.)Dig. 40,13Quibus ad libertatem proclamare non licet (Welche nicht auf die Freiheit Anspruch machen dürfen.)Dig. 40,14Si ingenuus esse dicetur (Wenn behauptet werden wird, dass [ein Freigelassener] ein Freigeborner sei.)Dig. 40,15Ne de statu defunctorum post quinquennium quaeratur (Dass der Rechtszustand Verstorbener nach fünf Jahren nicht untersucht werden soll.)Dig. 40,16De collusione detegenda (Von der Entdeckung eines heimlichen Einverständnisses.)
Dig. 43,1De interdictis sive extraordinariis actionibus, quae pro his competunt (Von den Interdicten und ausserordentlichen Klagen, die an deren Statt zuständig sind.)Dig. 43,2Quorum bonorum (Welchen Nachlass.)Dig. 43,3Quod legatorum (Was von Vermächtnissen.)Dig. 43,4Ne vis fiat ei, qui in possessionem missus erit (Dass Dem keine Gewalt geschehe, der in den Besitz gesetzt sein wird.)Dig. 43,5De tabulis exhibendis (Von der Auslieferung der Testamente.)Dig. 43,6Ne quid in loco sacro fiat (Dass an einem heiligen Orte Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,7De locis et itineribus publicis (Von öffentlichen Plätzen und Wegen.)Dig. 43,8Ne quid in loco publico vel itinere fiat (Dass an einem öffentlichen Platze oder Wege Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,9De loco publico fruendo (Von dem Genuss eines öffentlichen Platzes.)Dig. 43,10De via publica et si quid in ea factum esse dicatur (Von öffentlichen Strassen und wenn etwas in demselben errichtet werden sein soll.)Dig. 43,11De via publica et itinere publico reficiendo (Von der Ausbesserung öffentlicher Strassen und Wege.)Dig. 43,12De fluminibus. ne quid in flumine publico ripave eius fiat, quo peius navigetur (Von den Flüssen, dass Etwas in einem öffentlichen Flusse oder an dessen Ufer nicht geschehe, wodurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird.)Dig. 43,13Ne quid in flumine publico fiat, quo aliter aqua fluat, atque uti priore aestate fluxit (Dass in einem öffentlichen Fluss Etwas nicht geschehe, wodurch der Wasserfluss gegen den im vorhergehenden Sommer geändert wird.)Dig. 43,14Ut in flumine publico navigare liceat (Dass die Schifffahrt an einem öffentlichen Flusse gestattet sei.)Dig. 43,15De ripa munienda (Von der Befestigung des Ufers.)Dig. 43,16De vi et de vi armata (Von der Gewalt und der Gewalt mit Waffen.)Dig. 43,17Uti possidetis (Wie ihr besitzet.)Dig. 43,18De superficiebus (Von Erbpachtungen.)Dig. 43,19De itinere actuque privato (Von Privatwegen.)Dig. 43,20De aqua cottidiana et aestiva (Vom täglichen Wasser und dem Sommerwasser.)Dig. 43,21De rivis (Von den Kanälen.)Dig. 43,22De fonte (Von den Quellen.)Dig. 43,23De cloacis (Von den Kloaken.)Dig. 43,24Quod vi aut clam (Was gewaltsam oder heimlich.)Dig. 43,25De remissionibus (Von den Remissionen.)Dig. 43,26De precario (Vom bittweisen [Besitzverhältniss].)Dig. 43,27De arboribus caedendis (Vom Baumfällen.)Dig. 43,28De glande legenda (Vom Auflesen der Eicheln.)Dig. 43,29De homine libero exhibendo (Von der Auslieferung freier Menschen.)Dig. 43,30De liberis exhibendis, item ducendis (Von der Auslieferung der Kinder und deren Abführung.)Dig. 43,31Utrubi (Vom (Interdicte) Wo immer.)Dig. 43,32De migrando (Vom Ausziehen lassen.)Dig. 43,33De Salviano interdicto (Vom Salvianischen Interdict.)
Dig. 47,1De privatis delictis (Von den Privatverbrechen.)Dig. 47,2De furtis (Von den Diebstählen.)Dig. 47,3De tigno iuncto (Vom verbauten Balken.)Dig. 47,4Si is, qui testamento liber esse iussus erit, post mortem domini ante aditam hereditatem subripuisse aut corrupisse quid dicetur (Wenn angegeben werden wird, dass derjenige [Sclav], der in einem Testamente geheissen worden, frei zu sein, nach des Herrn Tode vor dem Erbschaftsantritt Etwas gestohlen oder verdorben habe.)Dig. 47,5Furti adversus nautas caupones stabularios (Von der Diebstahlsklage wider Schiffer, Gastwirthe und Stallwirthe.)Dig. 47,6Si familia furtum fecisse dicetur (Wenn ein Gesinde einen Diebstahl begangen haben soll.)Dig. 47,7Arborum furtim caesarum ([Von der Klage] wegen verstohlen umgehauener Bäume.)Dig. 47,8Vi bonorum raptorum et de turba ([Von der Klage] wegen Raubes und vom Getümmel.)Dig. 47,9De incendio ruina naufragio rate nave expugnata (Von [dem bei einer] Feuersbrunst, Einsturz, Schiffbruch [oder einem] erstürmten Flosse oder Schiffe [Geraubten].)Dig. 47,10De iniuriis et famosis libellis (Von Injurien und Schmähschriften.)Dig. 47,11De extraordinariis criminibus (Von ausserordentlichen Verbrechen.)Dig. 47,12De sepulchro violato (Von der Verletzung eines Begräbnisses.)Dig. 47,13De concussione (Von der Erpressung.)Dig. 47,14De abigeis (Von den Viehdieben.)Dig. 47,15De praevaricatione (Von der Prävarication.)Dig. 47,16De receptatoribus (Von den Hehlern.)Dig. 47,17De furibus balneariis (Von den Badedieben.)Dig. 47,18De effractoribus et expilatoribus (Von den Einbrechern und Ausplünderern.)Dig. 47,19Expilatae hereditatis ([Von] der Ausplünderung der Erbschaft.)Dig. 47,20Stellionatus (Vom Stellionat.)Dig. 47,21De termino moto (Von der Grenzverrückung.)Dig. 47,22De collegiis et corporibus (Von Genossenschaften und Körperschaften.)Dig. 47,23De popularibus actionibus (Von den Volksklagen.)
Dig. 48,1De publicis iudiciis (Von den öffentlichen Verfahren.)Dig. 48,2De accusationibus et inscriptionibus (Von den Anklagen und Anklageschriften.)Dig. 48,3De custodia et exhibitione reorum (Von der Bewachung und Auslieferung der Angeschuldigten.)Dig. 48,4Ad legem Iuliam maiestatis (Zum Julischen Gesetz über die Majestät.)Dig. 48,5Ad legem Iuliam de adulteriis coercendis (Zum Julischen Gesetze über die Bestrafung des Ehebruchs.)Dig. 48,6Ad legem Iuliam de vi publica (Zum Julischen Gesetz von der öffentlichen Gewaltthätigkeit.)Dig. 48,7Ad legem Iuliam de vi privata (Zum Julischen Gesetze von der Privatgewaltthätigkeit.)Dig. 48,8Ad legem Corneliam de siccariis et veneficis (Zum Cornelischen Gesetze von Mördern und Giftmischern.)Dig. 48,9De lege Pompeia de parricidiis (Vom Pompejischen Gesetze über die Verwandtenmörder.)Dig. 48,10De lege Cornelia de falsis et de senatus consulto Liboniano (Vom Cornelischen Gesetze über Verfälschungen und dem Libonianischen Senatsbeschluss.)Dig. 48,11De lege Iulia repetundarum (Vom Julischen Gesetze über Beugung des Rechts aus Parteilichkeit.)Dig. 48,12De lege Iulia de annona (Vom Julischen Gesetze über Vor- und Aufkauf.)Dig. 48,13Ad legem Iuliam peculatus et de sacrilegis et de residuis (Zum Julischen Gesetze von dem Cassendiebstahl, von dem Tempelraube und der Cassenveruntrauung.)Dig. 48,14De lege Iulia ambitus (Vom Julischen Gesetz über Amtserschleichung.)Dig. 48,15De lege Fabia de plagiariis (Vom Fabischen Gesetze über die Plagiarier.)Dig. 48,16Ad senatus consultum Turpillianum et de abolitionibus criminum (Zum Turpillianischen Senatsbeschluss und der Niederschlagung der Verbrechen.)Dig. 48,17De requirendis vel absentibus damnandis (Von der öffentlichen Ladung der Angeschuldigten und der Verurtheilung der Abwesenden.)Dig. 48,18De quaestionibus (Von den peinlichen Fragen.)Dig. 48,19De poenis (Von den Strafen.)Dig. 48,20De bonis damnatorum (Vom Vermögen der Verurtheilten.)Dig. 48,21De bonis eorum, qui ante sententiam vel mortem sibi consciverunt vel accusatorem corruperunt (Von dem Vermögen Derer, die vor dem Erkenntnisse sich entweder entleibt, oder den Ankläger bestochen haben.)Dig. 48,22De interdictis et relegatis et deportatis (Von denen, weclhen der Aufenthalt irgendwo verboten ist, den Verwiesenen und Deportirten.)Dig. 48,23De sententiam passis et restitutis (Von Denen, die ein Erkenntniss erlitten und wieder in den vorigen Stand eingesetzt worden sind.)Dig. 48,24De cadaveribus punitorum (Von den Leichen der Bestraften.)
Dig. 49,1De appellationibus et relegationibus (Von den Appellationen und den Berichten.)Dig. 49,2A quibus appellari non licet ([Von denjenigen Richtern,] von welchen man nicht appelliren kann.)Dig. 49,3Quis a quo appelletur (An wen von dem [Unterrichter] appellirt werden muss.)Dig. 49,4Quando appellandum sit et intra quae tempora (Wann appellirt werden muss, und innerhalb welcher Fristen.)Dig. 49,5De appellationibus recipiendis vel non (Von der Annahme, oder Nichtannahme der Appellationen.)Dig. 49,6De libellis dimissoriis, qui apostoli dicuntur (Von dem Berichte, Apostel genannt.)Dig. 49,7Nihil innovari appellatione interposita (Dass nach Einwendung der Appellation Nichts verändert werde.)Dig. 49,8Quae sententiae sine appellatione rescindantur ([Von] den Erkenntnissen, welche ohne Appellation wieder aufgehoben werden.)Dig. 49,9An per alium causae appellationum reddi possunt (Ob Appellationsbeschwerden durch einen Andern ausgeführt werden können.)Dig. 49,10Si tutor vel curator magistratusve creatus appellaverit (Wenn Derjenige, welcher zum Vormunde, oder zum Curator, oder zu einem obrigkeitlichen Amte erwählt worden ist, appellirt hat.)Dig. 49,11Eum qui appellaverit in provincia defendi (Dass Derjenige, welcher appellirt hat, in der Provinz sich vertheidige.)Dig. 49,12Apud eum, a quo appellatur, aliam causam agere compellendum (Dass man bei demjenigen [Richter], von welchem man appellirt, [dennoch seine] anderen Rechtssachen führen muss.)Dig. 49,13Si pendente appellatione mors intervenerit (Wenn während schwebender Berufung der Tod des [Appellanten] eingetreten.)Dig. 49,14De iure fisci (Vom Rechte des Fiscus.)Dig. 49,15De captivis et de postliminio et redemptis ab hostibus (Von den Gefangenen, dem Heimkehrrechte, und den von den Feinden Losgekauften.)Dig. 49,16De re militari (Vom Kriegswesen.)Dig. 49,17De castrensi peculio (Von dem im Felde erworbenen Sondergute.)Dig. 49,18De veteranis (Von den Privilegien der Veteranen.)
Dig. 30,32Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Si quis a fi­lio pu­pil­lo he­rede in­sti­tu­to, cum is in tu­te­lam suam venis­set, pe­cu­niam le­ga­ve­rit et a sub­sti­tu­to he­rede le­ga­ta re­pe­tie­rat, im­pu­be­re fi­lio mor­tuo se­cun­dus he­res le­ga­tum non de­be­bit. quod ita ve­rum es­se tam Sex­tus quam Pom­po­nius pu­tant, si re­pe­ti­tio le­ga­to­rum ad eum mo­dum con­cep­ta sit vel­uti: ‘quae a fi­lio meo le­ga­vi quae­que eum da­re ius­si, si mi­hi he­res es­set, id he­res meus is­dem die­bus da­to’: sed si ita re­pe­ti­ta fue­rint: ‘quae a fi­lio meo le­ga­vi, he­res meus da­to’, pu­re re­pe­ti­ta vi­de­bun­tur le­ga­ta et dum­ta­xat de­mons­tra­tio eo­rum fac­ta: igi­tur et hoc ip­sum le­ga­tum de quo quae­ri­tur prae­sens de­be­bi­tur. 1Si quis plu­res Sti­chos ha­bens Sti­chum le­ga­ve­rit, si non ap­pa­ret, de quo Sti­cho sen­sit, quem ele­ge­rit de­bet prae­sta­re. 2Si par­ti ci­vi­ta­tis ali­quid sit re­lic­tum, quod ad or­na­tum vel con­pen­dium rei pu­bli­cae spec­tat, si­ne du­bio de­be­bi­tur.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Wenn Jemand seinem unmündigen, zum Erben eingesetzten Sohne, sobald er zur Mündigkeit gelangt sein werde, ein Vermächtniss an Geld auferlegt, und dann, zu Lasten des Nacherben, seine Vermächtnisse wiederholt, so braucht der Nacherbe, wenn der Sohn unmündig stirbt, obiges Vermächtniss nicht zu bezahlen; was sowohl Sextus als Pomponius in dem Falle für richtig halten, wenn die Wiederholung der Vermächtnisse auf solche Art gefasst ist, wie: die meinem Sohne auferlegten Vermächtnisse, und was ich, falls er mein Erbe würde, zu entrichten ihm befohlen habe, soll mein Erbe11Nacherbe, pupillariter substitutus. zu denselben Fristen entrichten. Sind aber die Vermächtnisse so wiederholt: die meinem Sohne auferlegten Vermächtnisse soll mein Erbe entrichten, so sind sie als unbedingt wiederholt, und der Zusatz nur als Bezeichnung zu betrachten; und so wird auch jenes Vermächtniss, wovon die Frage ist, sofort ausgezahlt werden müssen. 1Wenn Jemand, der mehrere Sclaven mit Namen Stichus hat, den Stichus vermacht, und nicht klar ist, welchen er gemeint, so muss er denjenigen gewähren, den er22Der Vermächtnissnehmer Fr. 20. h. t. erwählt. 2Wenn einem Theile der Bürgerschaft etwas vermacht ist, was zur Zierde oder zum Vortheil des Gemeinwesens gereicht, so muss solches ohne Zweifel geleistet werden.

Dig. 32,71Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Cum suae an­cil­lae si­ve ser­vi in tes­ta­men­to scri­bun­tur, hi de­sig­na­ri vi­den­tur, quos pa­ter fa­mi­lias suo­rum nu­me­ro ha­buit.

Idem lib. XX. ad Sabin. Wenn von eigenen Sclavinnen oder Sclaven in einem Testament geschrieben wird, so scheinen die bezeichnet zu werden, welche der Hausvater zu den seinigen gerechnet hat.

Dig. 32,73Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Suos au­tem ser­vos vel an­cil­las eos ac­ci­pi­mus, qui sunt ple­no iu­re tes­tan­tis: in­ter quos fruc­tua­rii non con­ti­ne­bun­tur. 1Sed qui bo­na fi­de tes­ta­to­ri ser­viunt, suo­rum ap­pel­la­tio­ne ma­gis est ut con­ti­nean­tur, si mo­do suo­rum ap­pel­la­tio­ne eos quos suo­rum nu­me­ro ha­buit vo­luit con­ti­ne­ri. 2Eos ve­ro, quos quis pig­no­ri hy­po­the­cae­ve de­dit, si­ne du­bio in­ter suos le­gas­se vi­de­bi­tur de­bi­tor: cre­di­tor ne­qua­quam. 3Pro­in­de si quis ser­vos ha­buit pro­prios, sed quo­rum ope­ras lo­ca­bat vel pis­to­rias vel his­trio­ni­cas vel alias si­mi­les, an ser­vo­rum ap­pel­la­tio­ne et­iam hos le­gas­se vi­dea­tur? quod et prae­su­mi opor­tet, ni­si con­tra­ria vo­lun­tas tes­ta­to­ris ap­pa­reat. 4Eum, qui ve­na­li­cia­riam vi­tam ex­er­ce­bat, pu­to suo­rum nu­me­ro non fa­ci­le con­ti­ne­ri vel­le eius­mo­di man­ci­pia, ni­si evi­dens vo­lun­tas fuit et­iam de his sen­tien­tis: nam quos quis id­eo com­pa­ra­vit, ut ili­co dis­tra­he­ret, mer­cis ma­gis lo­co quam suo­rum ha­buis­se cre­den­dus est. 5Vi­ca­rios au­tem ser­vo­rum suo­rum nu­me­ro non con­ti­ne­ri Pom­po­nius li­bro quin­to scri­bit.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Unter eigenen Sclaven oder Sclavinnen verstehen wir aber diejenigen, welche dem Testirenden mit vollem Recht gehören, unter welchen die, an welchen er den Niessbrauch hat, nicht begriffen sein werden. 1Dass aber die, welche dem Testator im guten Glauben dienen, unter der Benennung: eigene, begriffen werden, dafür spricht mehr, wenn er nur gewollt hat, dass die, welche er zu den seinigen gerechnet hat, unter der Benennung eigene begriffen sein sollten. 2Diejenigen aber, welche Jemand zum Pfand, oder zur Hypothek gegeben hat, wird ein Schuldner ohne Zweifel unter den seinigen vermacht zu haben scheinen, ein Gläubiger keineswegs. 3Wenn also Jemand eigenthümliche Sclaven gehabt hat, aber solche, welche er zu Bäcker-, Schauspieler-, oder anderen ähnlichen Diensten zu vermiethen pflegte, ob er [dann] wohl unter der Benennung Sclaven auch diese vermacht zu haben scheint? Und dies muss auch vermuthet werden, wenn nicht die entgegengesetzte Absicht des Testators erhellt. 4Ich glaube, dass ein solcher, welcher Sclavenhandel trieb, nicht leicht unter der Zahl der seinigen [feile] Sclaven der Art begriffen wissen wolle, wenn nicht die Willensmeinung desselben, dass er [nämlich] auch diese im Sinne hatte, offenbar ist; denn man muss glauben, dass Jemand die Sclaven, welche er darum angeschafft hat, um sie sogleich zu verkaufen, mehr als Waare, als wie die seinigen betrachtet habe. 5Dass aber Untersclaven in der Zahl der seinigen nicht enthalten seien, schreibt Pomponius im fünften Buche.

Dig. 32,75Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Num­mis in­di­stinc­te le­ga­tis hoc re­cep­tum est, ut ex­iguio­res le­ga­ti vi­dean­tur, si ne­que ex con­sue­tu­di­ne pa­tris fa­mi­liae ne­que ex re­gio­nis, un­de fuit, ne­que ex con­tex­tu tes­ta­men­ti pos­sit ap­pa­re­re.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Wenn Goldstücke im Allgemeinen vermacht sind, so hat man dies angenommen, dass die geringeren vermacht zu sein scheinen, wenn es weder aus der Gewohnheit des Hausvaters, noch aus der der Gegend, aus welcher er gewesen ist, noch aus dem Inhalt des Testaments genauer zu entnehmen ist.

Dig. 33,5,2Idem li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Quo­tiens ser­vi elec­tio vel op­tio da­tur, le­ga­ta­rius op­ta­bit quem ve­lit: 1Sed et ho­mi­ne ge­ne­ra­li­ter le­ga­to ar­bi­trium eli­gen­di quem ac­ci­pe­ret ad le­ga­ta­rium per­ti­net. 2Da­ta igi­tur op­tio­ne si quis op­ta­ve­rit alie­num ser­vum vel ho­mi­nem li­be­rum, vi­den­dum est, an con­sump­se­rit op­tio­nem: et pu­to non con­su­mi. 3Eum, cui cen­tum am­pho­ra­rum elec­tio da­ta sit, ace­tum eli­gen­tem non con­su­me­re op­tio­nem, si id ace­tum ele­ge­rit, quod vi­ni nu­me­ro pa­ter fa­mi­lias non ha­buit:

Idem lib. XX. ad Sabin. So oft die Wahl oder Option eines Sclaven vermacht wird, kann der Vermächtnissinhaber einen nach Gefallen wählen. 1Ist aber auch ein Sclav im Allgemeinen vermacht worden, so steht es dennoch in der Willkür des Vermächtnissinhabers, denjenigen auszuwählen, welchen er haben will. 2Wenn Jemand, nachdem ihm die Auswahl verstattet worden, einen fremden Sclaven oder einen freien Menschen gewählt hätte, so ist zu erwägen, ob er nun die Wahl vollzogen habe. Ich glaube jedoch, dass sie nicht vollzogen worden. 3Es vollzieht derjenige, dem die Auswahl von hundert Maass [Wein] vermacht worden, wenn er Essig wählt, die Wahl nicht, wenn er den Essig auswählt, welchen der Hausvater nicht für Wein rechnete,

Dig. 33,6,1Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Vi­no le­ga­to ace­tum quo­que con­ti­ne­tur, quod pa­ter fa­mi­lias vi­ni nu­me­ro ha­buit.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Ist Wein vermacht worden, so ist darin auch der Essig begriffen, welchen der Hausvater dem Weine beirechnete.

Dig. 33,7,8Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. In in­stru­men­to fun­di ea es­se, quae fruc­tus quae­ren­di co­gen­di con­ser­van­di gra­tia pa­ra­ta sunt, Sa­b­inus li­bris ad Vi­tel­lium evi­den­ter enu­me­rat. quae­ren­di, vel­uti ho­mi­nes qui agrum co­lunt, et qui eos ex­er­cent prae­po­si­ti­ve sunt is, quo­rum in nu­me­ro sunt vi­li­ci et mo­ni­to­res: prae­ter­ea bo­ves Do­mi­ti, et pe­co­ra ster­co­ran­di cau­sa pa­ra­ta, va­sa­que uti­lia cul­tu­rae, quae sunt ara­tra li­go­nes sar­cu­li fal­ces pu­ta­to­riae bi­den­tes et si qua si­mi­lia di­ci pos­sunt. co­gen­di, quem­ad­mo­dum tor­cu­la­ria cor­bes fal­ces­que mes­so­riae fal­ces fe­na­riae qua­li vin­de­mia­to­rii ex­cep­to­rii­que, in qui­bus uvae com­por­tan­tur. con­ser­van­di, qua­si do­lia, li­cet de­fos­sa non sint, et cup­pae. 1Qui­bus­dam in re­gio­ni­bus ac­ce­dunt in­stru­men­to, si vil­la cul­tior est, vel­uti atrien­ses sco­pa­rii, si et­iam vir­dia­ria sint, to­pia­rii, si fun­dus sal­tus pas­tio­nes­que ha­bet, gre­ges pe­co­rum pas­to­res sal­tua­rii.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Dass zum Beilass eines Landgutes dasjenige gehört, was zur Gewinnung, Bereitung und Aufbewahrung der Früchte angeschafft worden ist, zählt Sabinus in den Büchern zu Vitellius sehr deutlich her. Zur Gewinnung der Früchte [gehören] zum Beispiel die Sclaven, welche den Acker bauen, und diejenigen, welche sie anführen oder ihnen vorgesetzt sind, worunter die Meier und Aufseher [monitores]33monitores qui opera rustica urgebant, et operi instabant, cessatoresque increpabant. Brisson. gehören, ausserdem die zahmen Ochsen, und das des Düngers halber angeschaffte Vieh, die zur Cultur erforderlichen Geräthschaften, als Pflüge, Hacken, Haken, Baummesser, Gabeln und was als diesen ähnlich bezeichnet werden kann. Zur Bereitung der Früchte aber, z. B. die Keltern, Körbe, Getreide- und Heusicheln, desgleichen die Weinkörbe und Butten, worin die Trauben zusammengetragen werden. Und zur Aufbewahrung die Fässer, wenn sie auch nicht eingegraben sind, und die Tonnen. 1In einigen Gegenden rechnet man auch zum Beilasse, wenn das Landhaus bedeutender ist, die Hausaufseher und diejenigen, welche das Kehren besorgen; wenn daselbst Lustgärten sind, auch die Kunstgärtner, und wenn das Gut Triften und Weiden hat, auch die Viehheerden, die Hirten und die Trifthüter.

Dig. 33,7,10Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Si red­itus et­iam ex mel­le con­stat, al­vei apes­que con­ti­nen­tur.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Kommen Einkünfte aus dem Honig vor, so werden darunter auch die Bienenkörbe und Bienen begriffen.

Dig. 33,7,12Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Quae­si­tum est, an fru­men­tum, quod ci­ba­riis cul­to­rum pa­ra­tum fo­ret, in­stru­men­to ce­de­ret. et plu­ri­mis non pla­cet, quia con­su­me­re­tur: quip­pe in­stru­men­tum est ap­pa­ra­tus re­rum diu­tius man­su­ra­rum, si­ne qui­bus ex­er­ce­ri ne­qui­ret pos­ses­sio: ac­ce­dit eo, quod ci­ba­ria vic­tus ma­gis quam co­len­di cau­sa pa­ra­ren­tur. sed ego pu­to et fru­men­tum et vi­num ad ci­ba­ria pa­ra­tum in­stru­men­to con­ti­ne­ri: et ita Ser­vium re­spon­dis­se au­di­to­res eius re­fe­runt. item non­nul­lis vi­sum est fru­men­tum, quod se­ren­di cau­sa se­po­si­tum est, in­stru­men­to con­ti­ne­ri, pu­to quia et in­star cul­tu­rae es­set et ita con­su­mi­tur, ut sem­per re­po­ne­re­tur: sed cau­sa se­mi­nis ni­hil a ci­ba­riis dif­fert. 1Con­ser­van­di fruc­tus cau­sa, vel­uti gra­na­ria, quia in his fruc­tus cus­to­diun­tur, ur­ceos cap­sel­las, in qui­bus fruc­tus com­po­nun­tur: sed et ea, quae ex­por­tan­do­rum fruc­tuum cau­sa pa­ran­tur, in­stru­men­ti es­se con­stat, vel­uti iu­men­ta et ve­hi­cu­la et na­ves et cup­pae et cu­lei. 2Al­fe­nus au­tem, si quos­dam ex ho­mi­ni­bus aliis le­ga­ve­rit, ce­te­ros, qui in fun­do fue­runt, non con­ti­ne­ri in­stru­men­to ait, quia ni­hil ani­ma­lis in­stru­men­ti es­se opi­na­ba­tur: quod non est ve­rum: con­stat enim eos, qui agri gra­tia ibi sunt, in­stru­men­to con­ti­ne­ri. 3Quae­ri­tur, an ser­vus, qui qua­si co­lo­nus in agro erat, in­stru­men­to le­ga­to con­ti­nea­tur. et La­beo et Pe­ga­sus rec­te ne­ga­ve­runt, quia non pro in­stru­men­to in fun­do fue­rat, et­iam­si so­li­tus fue­rat et fa­mi­liae im­pe­ra­re. 4Sal­tua­rium au­tem La­beo qui­dem pu­tat eum de­mum con­ti­ne­ri, qui fruc­tuum ser­van­do­rum gra­tia pa­ra­tus sit, eum non, qui fi­nium cus­to­dien­do­rum cau­sa: sed Ne­ra­tius et­iam hunc, et hoc iu­re uti­mur, ut om­nes sal­tua­rii con­ti­nean­tur. 5Tre­ba­tius am­plius et­iam pis­to­rem et ton­so­rem, qui fa­mi­liae rus­ti­cae cau­sa pa­ra­ti sunt, pu­tat con­ti­ne­ri, item fa­b­rum, qui vil­lae re­fi­cien­dae cau­sa pa­ra­tus sit, et mu­lie­res quae pa­nem co­quant quae­que vil­lam ser­vent: item mo­li­to­res, si ad usum rus­ti­cum pa­ra­ti sunt: item fo­ca­riam et vi­li­cam, si mo­do ali­quo of­fi­cio vi­rum ad­iu­vet: item la­ni­fi­cas quae fa­mi­liam rus­ti­cam ves­tiunt, et quae pul­men­ta­ria rus­ti­cis co­quant. 6Sed an in­stru­men­ti in­stru­men­tum le­ga­to in­stru­men­to con­ti­ne­tur, quae­ri­tur: haec enim, quae rus­ti­co­rum cau­sa pa­ran­tur, la­ni­fi­cae et la­nae et ton­so­res et ful­lo­nes et fo­ca­riae non agri sunt in­stru­men­tum, sed in­stru­men­ti. pu­to igi­tur et­iam fo­ca­rium11Die Großausgabe liest fo­ca­riam statt fo­ca­rium. con­ti­ne­ri: sed et la­ni­fi­cas et ce­te­ros, qui su­pra enu­me­ra­ti sunt: et ita Ser­vium re­spon­dis­se au­di­to­res eius re­fe­runt. 7Uxo­res quo­que et in­fan­tes eo­rum, qui su­pra enu­me­ra­ti sunt, cre­den­dum est in ea­dem vil­la agen­tes vo­luis­se tes­ta­to­rem le­ga­to con­ti­ne­ri: ne­que enim du­ram se­pa­ra­tio­nem in­iun­xis­se cre­den­dus est. 8Si ali­qua par­te an­ni in fun­do pas­can­tur pe­co­ra, ali­qua par­te his pa­bu­lum con­du­ci­tur, vel ser­vi, si ali­qua par­te an­ni per eos ager co­li­tur, ali­qua par­te in mer­ce­dem mit­tun­tur, ni­hi­lo mi­nus in­stru­men­to con­ti­nen­tur. 9Cel­la­ra­rium quo­que, id est id­eo prae­po­si­tum, ut ra­tio­nes sal­vae sint, item os­tia­rium mu­lio­nem­que in­stru­men­ti es­se con­stat. 10Et mo­las et ma­chi­nas, fe­num sti­pu­las, asi­num ma­chi­na­rium, ma­chi­nam fru­men­ta­riam, vas ae­neum, in quo sa­pa co­que­re­tur et de­fru­tum fiat et aqua ad bi­ben­dum la­van­dam­que fa­mi­liam pa­ra­tur, in­stru­men­ti es­se, et cri­bra, et plaus­tra qui­bus ster­cus eve­ha­tur. 11Ea ve­ro, quae so­lo con­ti­nen­tur, in­stru­men­ti fun­di non es­se Cas­sius scri­bit, vel­uti ha­run­di­ne­ta et sa­lic­ta, an­te­quam cae­sa sint, quia fun­dus fun­di in­stru­men­tum es­se non pot­est: sed si cae­sa sint, pu­to con­ti­ne­ri, quia quae­ren­do fruc­tui de­ser­viunt. idem et in pa­lis erit di­cen­dum. 12Si in agro ve­na­tio­nes sint, pu­to ve­na­to­res quo­que et ves­ti­ga­to­res et ca­nes et ce­te­ra quae ad ve­na­tio­nem sunt ne­ces­sa­ria in­stru­men­to con­ti­ne­ri, ma­xi­me si ager et ex hoc red­itum ha­buit. 13Et si ab au­cu­pio red­itus fuit, au­cu­pes et pla­gae et hu­ius rei in­stru­men­tum agri in­stru­men­to con­ti­ne­bi­tur: nec mi­rum, cum et aves in­stru­men­to ex­em­plo apium con­ti­ne­ri Sa­b­inus et Cas­sius pu­ta­ve­runt. 14Si quis eo­dem in­stru­men­to in plu­ri­mis agris uta­tur, cu­ius agri sit in­stru­men­tum, quae­ri­tur. et ego ar­bi­tror, si qui­dem ap­pa­ret vo­lun­tas pa­tris fa­mi­liae, cui po­tius agro de­sti­na­ve­rat, eius es­se in­stru­men­tum: ce­te­ri enim agri ab hoc agro vel­uti mu­tuan­tur: si non ap­pa­reat, nul­lius in­stru­men­to ce­det: ne­que enim pro par­te di­vi­de­mus in­stru­men­tum. 15Su­pel­lex ce­te­ra­que, si qua in agro fue­runt, quo in­struc­tior es­set pa­ter fa­mi­lias, in­stru­men­to fun­di non con­ti­nen­tur. 16Si do­mus sit in­stru­men­tum le­ga­tum, vi­den­dum quid con­ti­nea­tur. et Pe­ga­sus ait in­stru­men­tum do­mus id es­se, quod tem­pes­ta­tis ar­cen­dae aut in­cen­dii cau­sa pa­ra­tur, non quod vo­lup­ta­tis gra­tia: ita­que ne­que spe­cu­la­ria ne­que ve­la quae fri­go­ris cau­sa vel um­brae in do­mo sunt de­be­ri. quae sen­ten­tia Cas­sii fuit, qui di­ce­bat in­ter in­stru­men­tum et or­na­men­tum mul­tum in­ter­es­se: in­stru­men­ti enim ea es­se, quae ad tu­te­lam do­mus per­ti­nent, or­na­men­ti, quae ad vo­lun­ta­tem, sic­uti ta­bu­las pic­tas. 17Ve­la au­tem Ci­li­cia in­stru­men­ti es­se Cas­sius, quae id­eo pa­ran­tur, ne ae­di­fi­cia ven­to vel plu­via la­bo­rent. 18Ace­tum quo­que, quod ex­stin­guen­di in­cen­dii cau­sa pa­ra­tur, item cen­to­nes si­fo­nes, per­ti­cae quo­que et sca­lae, et for­mio­nes et spon­gias et amas et sco­pas con­ti­ne­ri ple­ri­que et Pe­ga­sus aiunt. 19Te­gu­lam au­tem et tig­num eius rei cau­sa pa­ra­tum in­stru­men­to con­ti­ne­ri, si ad hu­ius­mo­di cau­sam ha­beat tig­na pa­ra­ta ad alios usus non de­ser­vien­tia. pro­in­de et ful­ci­men­ta si qua ha­be­bat huic rei ne­ces­sa­ria, et­iam ea in­stru­men­to do­mus con­ti­ne­bun­tur. 20De ve­lis, quae in hy­pae­thris ex­ten­dun­tur, item de his, quae sunt cir­ca co­lum­nas, Cel­sus scri­bit ma­gis sup­pel­lec­ti­li ad­nu­me­ran­da et ita Sa­binum et Cas­sium pu­ta­re. 21Ca­na­les au­tem et har­pa­go­nes et amas in­stru­men­to con­ti­ne­ri con­stat. 22Item per­ti­cae, qui­bus ara­neae de­ter­gan­tur, item spon­giae, qui­bus co­lum­nae pa­vi­men­ta po­dia ex­ter­gan­tur, sca­lae, quae ad la­cu­na­ria ad­mo­vean­tur, in­stru­men­ti sunt, quia mun­dio­rem do­mum red­dunt. 23Pa­pi­nia­nus quo­que li­bro sep­ti­mo re­spon­so­rum ait: sigil­la et sta­tuae ad­fi­xae in­stru­men­to do­mus non con­ti­nen­tur, sed do­mus por­tio sunt: quae ve­ro non sunt ad­fi­xa, in­stru­men­to non con­ti­nen­tur, in­quit: sup­pel­lec­ti­li enim ad­nu­me­ran­tur, ex­cep­to horo­lo­gio ae­reo, quod non est ad­fi­xum: nam et hoc in­stru­men­to do­mus pu­tat con­ti­ne­ri, sic­ut pro­thy­rum do­mus, si ve­la­men est, in­quit, in­stru­men­to do­mus con­ti­ne­tur. 24Fis­tu­lae au­tem et ca­na­les et cra­te­res et si qua sunt alia ad aquas sa­lien­tes ne­ces­sa­ria, item se­rae et cla­ves ma­gis do­mus por­tio quam do­mus in­stru­men­tum sunt. 25Spe­cu­la­ria quo­que ad­fi­xa ma­gis pu­to do­mus es­se par­tem: nam et in emp­tio­ne do­mus et spe­cu­la­ria et peg­ma­ta ce­de­re, si­ve in ae­di­fi­cio sunt po­si­ta si­ve ad tem­pus de­trac­ta. sed si non sint, re­po­si­ta ad hoc ta­men sint, ut sup­plean­tur, si qua de­sint: in­stru­men­to po­tius con­ti­ne­bun­tur. 26Can­cel­los quo­que in­stru­men­to con­ti­ne­ri pu­to. 27Sed si fun­dus non sit cum in­stru­men­to le­ga­tus, sed ita ut in­struc­tus sit, quae­si­tum est, an plus con­ti­nea­tur, quam si cum in­stru­men­to le­ga­tus es­set. et Sa­b­inus li­bris ad Vi­tel­lium scri­bit fa­ten­dum es­se plus es­se, cum in­struc­tus fun­dus le­ge­tur, quam si cum in­stru­men­to: quam sen­ten­tiam cot­ti­die in­cres­ce­re et in­va­les­ce­re vi­de­mus. quan­to igi­tur hoc le­ga­tum ube­rius est, vi­den­dum est. et Sa­b­inus de­fi­nit et Cas­sius apud Vi­tel­lium no­tat: om­nia quae eo col­lo­ca­ta sunt, ut in­struc­tior es­set pa­ter fa­mi­lias, in­struc­to, in­quit, con­ti­ne­bun­tur, id est quae ibi ha­buit, ut in­struc­tior es­set. hoc er­go le­ga­to non agri in­stru­men­tum, sed pro­prium suum in­stru­men­tum re­li­quis­se vi­de­tur. 28Pro­in­de si fun­dus sit in­struc­tus le­ga­tus, et sup­pel­lex con­ti­ne­bi­tur, quae il­lic fuit usus ip­sius gra­tia, et ves­tis non so­lum stra­gu­la, sed et qua ibi uti so­le­bat: men­sae quo­que ebo­reae vel si quae aliae, item vi­trea et au­rum et ar­gen­tum: vi­na quo­que, si qua ibi fue­rint usus ip­sius cau­sa, con­ti­nen­tur, et si quid aliud uten­si­lium. 29Sed si qua eo con­ges­se­rat non usus ip­sius cau­sa, sed cus­to­diae gra­tia, non con­ti­ne­bun­tur: vi­na et­iam, quae in apo­the­cis sunt, non ce­dent: et hoc iu­re uti­mur, ut quae ibi pa­ter fa­mi­lias qua­si in hor­reo ha­buit, haec non con­ti­nean­tur. 30Cel­sus quo­que li­bro no­no de­ci­mo di­ges­to­rum scri­bit fruc­tus ibi re­po­si­tos, ut venirent vel in alium usum quam fun­di con­ver­te­ren­tur, in­struc­to fun­do non con­ti­ne­ri. 31Idem Cel­sus eo­dem li­bro ait et­iam sup­pel­lec­ti­ca­rios et ce­te­ros hoc ge­nus ser­vos con­ti­ne­ri, id est mi­nis­te­ria, qui­bus in­struc­tus erat in eo fun­do (ex­tra ea quae li­ber­ta­tem ac­ce­pe­runt), et qui ru­re mo­ra­ri so­le­bant. 32Si in­struc­tum fun­dum le­gas­set, ea pae­da­go­gia, quae ibi ha­be­bat, ut, cum ibi venis­set, prae­sto es­sent in tri­cli­nio, le­ga­to con­ti­nen­tur. 33Con­tu­ber­na­les quo­que ser­vo­rum, id est uxo­res, et na­tos, in­struc­to fun­do con­ti­ne­ri ve­rum est. 34In­struc­to au­tem fun­do et bi­blio­the­cam et li­bros, qui il­lic erant, ut quo­tiens venis­set ute­re­tur, con­ti­ne­ri con­stat. sed si qua­si apo­the­ca li­bro­rum ute­ba­tur, con­tra erit di­cen­dum. 35Ne­ra­tius quo­que li­bro quar­to epis­tu­la­rum Ru­fi­no re­spon­dit in­struc­to fun­do et sup­pel­lec­ti­lem et vi­na et man­ci­pia non so­lum ad cul­tum cus­to­diam­ve vil­lae, sed et­iam quae ut ip­si pa­tri fa­mi­lias in mi­nis­te­rio ibi es­sent, le­ga­to ce­de­re. 36Ima­gi­nes quo­que hae so­lae le­ga­tae vi­den­tur, quae in ali­quo or­na­tu vil­lae fue­runt. 37Pa­pi­nia­nus quo­que prae­diis in­struc­tis le­ga­tis man­ci­pia non con­ti­ne­ri, quae tem­po­ris cau­sa il­lic fue­runt ac non eo ani­mo trans­tu­lit pa­ter fa­mi­lias, ut aut fun­di aut suum in­stru­men­tum fa­ce­ret. 38Idem re­spon­dit prae­diis in­struc­tis le­ga­tis ac­to­rem ex his in pro­vin­ciam mis­sum, ut or­di­na­tis neg­otiis ad pris­ti­num ac­tum red­iret, le­ga­to prae­dio­rum ce­de­re, quam­vis non­dum red­ie­rit. 39Idem re­spon­dit in­struc­tis hor­tis le­ga­tis et­iam vi­na, quae ibi fue­runt, quo do­mi­nus es­set in­struc­tior, con­ti­ne­ri: aliud es­se, si hor­rea ibi ha­buit, un­de in­strue­ba­tur vel in ur­be vel in aliis prae­diis. 40Idem re­spon­dit do­mo per fi­dei­com­mis­sum re­lic­ta cum su­pel­lec­ti­li Clau­dio Hie­ro­ny­mia­no cla­ris­si­mo vi­ro ab Um­brio Pri­mo et men­sas et ce­te­ram sup­pel­lec­ti­lem, quam in hor­tis pa­ter fa­mi­lias in pro­con­su­la­tum pro­fec­tu­rus con­tu­le­rat, ut tu­tio­re lo­co es­sent, con­ti­ne­ri. 41Idem re­spon­dit the­ria­cam quo­que et ce­te­ra me­di­ca­men­ta, quae se­ces­sus cau­sa do­mi­nus ibi ha­buit, et ves­tem prop­ter se­ces­sum ibi de­po­si­tam in­struc­to fun­do le­ga­to in­es­se. 42Idem re­spon­dit do­mo ita, ut in­struc­ta est, cum om­ni iu­re suo le­ga­ta ur­ba­nam fa­mi­liam, item ar­ti­fi­ces, quo­rum ope­rae ce­te­ris quo­que prae­diis ex­hi­be­ban­tur, le­ga­to non con­ti­ne­ri: os­tia­rii au­tem, in­quit, vel to­pia­rii diae­ta­rii aqua­rii do­mui tan­tum de­ser­vien­tes con­ti­ne­bun­tur. sed quod de ar­ti­fi­ci­bus ait, fal­sum est, si eius do­mus cau­sa pa­ra­ti sunt, li­cet aliis quo­que prae­diis com­mo­da­ban­tur. 43Idem re­spon­dit do­mo in­struc­ta le­ga­ta men­sas ebo­reas et li­bros non con­ti­ne­ri: sed et hoc fal­sum est: nam om­ne, quid­quid in do­mo fuit, quo in­struc­tior ibi es­set pa­ter fa­mi­lias, con­ti­ne­bi­tur, sup­pel­lec­ti­lem au­tem pa­tris fa­mi­liae in­stru­men­tum es­se ne­mo du­bi­tat. de­ni­que Ne­ra­tius li­bro quar­to epis­tu­la­rum Mar­cel­lo fra­tri suo re­spon­dit et ves­tem do­mus in­struc­tae le­ga­to con­ti­ne­ri: ma­xi­me, in­quit, in pro­pos­i­ta spe­cie: pro­po­ne­ba­tur enim, qui le­ga­ve­rat, ar­gen­tum et ra­tio­nes ex­ce­pis­se: nam qui haec, in­quit, ex­ce­pit, non pot­est non vi­de­ri de ce­te­ris re­bus, quae in ea es­sent, sen­sis­se. sed et ip­se Pa­pi­nia­nus eo­dem li­bro re­spon­so­rum ait pa­trem mer­ca­to­rem ac fae­ne­ra­to­rem, qui duos fi­lios to­ti­dem­que fi­lias he­redes in­sti­tue­rat, ita le­gas­se: ‘fi­liis ma­ri­bus do­mum meam in­struc­tam do le­go da­ri­que iu­beo’, mer­ces et pi­g­no­ra an con­ti­nean­tur, quae­ri pos­se: sed fa­ci­lem iu­di­ci vo­lun­ta­tis con­iec­tu­ram fo­re ce­te­ris pa­tris fa­cul­ta­ti­bus exa­mi­na­tis. 44Cel­sus scri­bit ser­vis qui in fun­do mo­ra­ren­tur le­ga­tis, vi­ca­rios eo­rum non con­ti­ne­ri, ni­si ap­pa­reat et de vi­ca­riis eum sen­sis­se. 45Pa­pi­nia­nus quo­que li­bro sep­ti­mo re­spon­so­rum uxo­ri, cui vir om­nia, quae in do­mo erant, ab he­rede fi­lia prae­sta­ri vo­luit, cau­tio­nes de­bi­to­rum emp­tio­nes­que ser­vo­rum non vi­de­ri le­ga­tas re­spon­dit, ni­si, in­quit, ex alia par­te et de ser­vis eum co­gi­tas­se ap­pa­rue­rit, sci­li­cet ut eo­rum ser­vo­rum ei le­gas­se vi­dea­tur emp­tio­nes, quos et ip­sos vo­luit ad eam per­ti­ne­re. 46Si quis fun­dum ita ut in­struc­tus est le­ga­ve­rit et ad­ie­ce­rit cum su­pel­lec­ti­li vel man­ci­piis vel una ali­qua re, quae no­mi­na­tim ex­pres­sa non erat, utrum mi­nuit le­ga­tum ad­icien­do spe­ciem an ve­ro non, quae­ri­tur. et Pa­pi­nia­nus re­spon­dit non vi­de­ri mi­nu­tum, sed po­tius ex ab­un­dan­ti ad­iec­tum. 47Idem Pa­pi­nia­nus li­bro sep­ti­mo re­spon­so­rum ait: in­struc­tis hor­tis fi­lio le­ga­tis ma­ter ar­gen­tum mu­lie­bre fi­liae le­ga­ve­rat: re­spon­dit et­iam id ar­gen­tum mu­lie­bre, quod in hor­tis ha­buit, ut ibi es­set in­struc­tior, ad fi­liam per­ti­ne­re.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob das Getreide, was zur Speisung der Landbauer angeschafft worden ist, zum Beilass gehöre. Die Meisten nehmen dies nicht an, weil es verzehrt werde, während der Beilass ein Inbegriff länger dauernder Sachen ist, ohne welche der Gutsbesitz nicht würde ausgeübt werden können. Hierzu kommt, dass Speisen mehr der Ernährung als der Cultur halber bereitet würden. Ich glaube jedoch, dass sowohl Getreide als Wein, zur Speisung bestimmt, unter dem Beilasse mit begriffen werden, und ebenso soll auch, nach der Angabe seiner Zuhörer, Servius geantwortet haben. Einige halten dafür, dass auch das zur Aussaat zurückgelegte Getreide mit unter dem Beilasse begriffen werde; ich glaube dies auch, weil es zum Zwecke der Cultur geschieht und es nur so verbraucht wird, dass man es immer wieder zurücklegt. Aussaat und Speisung stehen daher in demselben Verhältniss. 1Zur Erhaltung der Früchte sind bestimmt, z. B. Kornböden, weil die Früchte daselbst aufbewahrt werden, Krüge, Kasten, wo die Früchte hineingethan werden. Aber auch Alles, was der Ausfuhr der Früchte wegen angeschafft worden ist, gehört zum Beilass, wie Zugvieh, Wagen, Schiffsgefässe, Fässer und Schläuche. 2Alfenus behauptet zwar, dass, wenn Jemand einige Sclaven Anderen vermacht habe, die übrigen auf dem Landgute befindlichen nicht unter dem Beilasse begriffen würden, weil er meinte, dass nichts Lebendiges zum Beilasse gehöre. Dies ist jedoch nicht richtig, denn es ist bekannt, dass diejenigen, welche des Ackerbaues halber sich daselbst befinden, mit unter dem Beilasse begriffen werden. 3Es fragt sich, ob ein Sclav, der gleichsam den Pächter auf dem Gute macht, unter dem vermachten Beilasse mit begriffen wird? Labeo und Pegasus verneinen es mit Recht, weil er sich nicht als Beilass auf dem Gute befand, wenn er auch dem Gesinde vorzustehen pflegte. 4Von den Flurhütern ist nach Labeo’s Meinung nur derjenige darunter begriffen, welcher der Bewachung der Früchte halber angeschafft worden ist, nicht derjenige, welcher die Grenzen zu bewachen hat. Neratius rechnet aber auch diesen hinzu und nach unserem gegenwärtigen Rechte werden alle Flurhüter darunter begriffen. 5Trebatius rechnet noch den Bäcker und den Bader dazu, welche für das Landgesinde angeschafft worden sind. Desgleichen den Handwerker, welcher zur Ausbesserung des Landhauses bestimmt ist, und die Weiber, welche das Brod backen und das Landhaus bedienen. Desgleichen die Müller, wenn sie zum ländlichen Gebrauch angeschafft worden sind, ebenso die Köchin und die Meierin, wenn sie nur durch irgend einen Dienst dem Mann beisteht. Ferner die Weberinnen, welche für das Landgesinde die Kleidung fertigen und diejenigen, welche für dasselbe die Zukost bereiten. 6Es fragt sich jedoch, ob unter dem vermachten Beilass auch der Beilass des Beilasses begriffen ist? Denn dasjenige, was für die Landbauern angeschafft wird, die Wollweberinnen, die Bader, die Walker, die Köchinnen, sind nicht Beilass des Gutes, sondern des Beilasses selbst. Ich glaube jedoch, dass auch die Köchin darunter begriffen ist und die übrigen oben aufgezählten, und so soll, nach dem Berichte seiner Zuhörer, auch Servius geantwortet haben. 7Es ist deshalb auch anzunehmen, dass nach dem Willen des Testators auch die auf demselben Landhause beschäftigten Weiber und Kinder der oben aufgezählten [Sclaven] mit in diesem Vermächtnisse begriffen sind; wenigstens kann man nicht annehmen, dass der Testator eine so strenge Trennung gewollt habe. 8Vieh, was in einem Theile des Jahres auf die Weide getrieben wird, dem aber in dem anderen Futter gemiethet wird, oder Sclaven, welche in einem Theile des Jahres den Acker bebauen, in dem anderen aber für Lohn vermiethet werden, gehören nichts desto weniger mit zum Beilass. 9Bekanntlich gehört auch der Kellner, welcher zur Rechnungsführung bestellt ist, zum Beilass, desgleichen der Thürhüter, und der Maulthiertreiber. 10Desgleichen die Mühlen, Mühlenwerke, Heu, Stroh, der Mühlesel, die Getreidemaschine, das eherne Gefass, worin die Mast gekocht und [wohinein] das Verdickte gethan wird, und das Wasser, was zum Getränk und zur Wäsche für das Gesinde angeschafft wird, gehört zum Beilass, desgleichen Siebe und Wagen, womit der Dünger ausgefahren wird. 11Cassius schreibt jedoch, dass dasjenige, was noch mit dem Boden verbunden sei, nicht zum Beilass gehöre, wie Rohr und Weiden, bevor sie geschnitten sind, weil ein Landgut44Fundus ist wohl eigentlich hier als Grund und Boden zu nehmen? A. d. R. nicht Zubehör eines anderen Landgutes sein könne. Sind sie aber abgeschnitten, so gehören sie, glaube ich, allerdings dazu, weil sie zur Einsammlung der Frucht dienen. Eben dies gilt auch von den Pfählen. 12Gehören Jagden zu einem Landgute, so sind auch die Jäger, die Spursucher, die Hunde und alles übrige, was zur Jagd nothwendig ist, unter dem Zubehör begriffen, besonders wenn das Landgut auch daraus Einkünfte bezog. 13Wurden auch aus dem Vogelfange Einkünfte bezogen, so gehören auch die Vogelsteller, die Netze und die dazu nöthigen Geräthschaften zu dem Beilasse des Gutes. Und dies kann nicht befremden, da nach der Meinung des Sabinus und Cassius auch Geflügel nach dem Beispiele der Bienen zum Zubehör gerechnet werden. 14Wenn Jemand denselben Beilass zu mehreren Gütern benutzt, so fragt sich, zu welchem Gute der Beilass gehört. Ich glaube, dass, wenn aus dem Willen des Hausvaters erhellt, welchem Gute er das Zubehör vorzugsweise bestimmt hatte, es zu diesem gehöre, indem die übrigen Güter es von diesem Gute gleichsam nur darleihen. Erhellt dieses nicht, so gehört es zu keinem, denn man kann das Zubehör nicht antheilig vertheilen. 15Hausrath und alles übrige, was sich etwa auf dem Gute befand, damit der Hausvater bequemer eingerichtet war, wird unter dem Beilass nicht mit begriffen. 16Ist der Beilass eines Hauses vermacht, so fragt sich, was darunter begriffen wird? Pegasus nimmt an, Beilass eines Hauses sei dasjenige, was zum Schutz gegen die Witterung oder gegen Feuersgefahr, nicht was der Annehmlichkeit wegen angeschafft worden ist. Daher dürfen weder Spiegel, noch Tücher, welche gegen die Kälte oder des Schattens wegen im Hause sich befinden, verabfolgt werden. Dies war auch die Meinung des Cassius, welcher sagte, dass zwischen Beilass und Schmuck ein grosser Unterschied sei. Denn Beilass sei das, was zum Schutz des Hauses diene, Schmuck aber, was zur Annehmlichkeit, wie Gemälde. 17Die Cilicischen Tücher rechnet Cassius jedoch zum Beilass, weil sie deshalb angeschafft werden, damit die Gebäude nicht vom Winde oder Regen leiden. 18Auch Essig, welcher zum Auslöschen des Feuers angeschafft wird, desgleichen Decken, Röhren, Seile, Stangen und Leitern, Matten, Schwämme, Eimer und Besen werden darunter begriffen, wie die Meisten und auch Pegasus annehmen. 19Dachziegel aber und das zu diesem Zwecke angeschaffte Material55S. l. 62. de Verb. signif. 50. 16. werden unter dem Beilass begriffen, wenn der Besitzer besonders zu diesem Zwecke zubereitete zu keinem anderen Gebrauche dienende Materialien hat. Auch Stützen, wenn sie im Hause nothwendig gebraucht werden, werden zum Beilass eines Hauses gerechnet. 20Von den Tüchern aber, welche im Freien ausgespannt werden, desgleichen von denjenigen, welche um die Säulen geschlungen werden, schreibt Celsus, dass sie mehr zum Hausrathe zu rechnen seien, und eben dies nehmen auch Sabinus und Cassius an. 21Röhren aber, Hacken und Eimer werden bekanntlich unter dem Beilass begriffen. 22Desgleichen die Kehrbesen, womit die Spinnengewebe abgefegt werden, ferner Schwämme, womit die Säulen, der Estrich und die Tritte gereinigt werden. Leitern, welche an das Getäfel der Zimmerdecke angelegt werden, gehören zum Beilass, weil sie zur Reinigung des Hauses bestimmt sind. 23Papinianus sagt auch im siebenten Buche seiner Rechtsgutachten: Reliefs und festgemachte Statuen gehören nicht zum Beilass eines Hauses, sondern sind ein Theil des Hauses selbst. Aber auch die nicht festgemachten spricht er, werden nicht unter dem Zubehör begriffen, sondern zum Hausrath gezählt, mit Ausschluss der ehernen Sonnenuhr, welche nicht festgemacht ist. Denn auch diese gehört nach seiner Meinung zum Beilass des Hauses, sowie auch das Vorgehänge, wenn es ein Tuch ist, seiner Ansicht nach unter dem Beilass des Hauses begriffen wird. 24Wasserröhren und Röhrlagen, desgleichen Becken und was sonst zu springenden Wassern nothwendig ist, sowie Riegel und Schlösser sind mehr ein Theil als Beilass des Hauses. 25Auch die festgemachten Spiegelscheiben sind, glaube ich, mehr ein Theil des Hauses. Denn auch beim Kaufe eines Hauses gehören Spiegel und Wandschränke dazu, sie mögen nun im Hause aufgestellt oder eine Zeitlang fortgeschafft worden sein. Sind sie aber nicht wieder aufgestellt worden, jedoch dazu vorhanden, um, wo welche fehlen, ergänzt zu werden, so gehören sie allerdings zum Beilass des Hauses. 26Auch die Gitter müssen, glaube ich, mit unter dem Beilasse begriffen werden. 27Wenn aber ein Landgut nicht mit dem Beilass vermacht worden ist, sondern mit der Einrichtung, so ist die Frage aufgeworfen worden, ob darunter mehr begriffen ist, als wenn es mit dem Beilass vermacht worden wäre. Und Sabinus schreibt in den Büchern zu Vitellius, man müsse zugeben, dass es allerdings mehr sei, wenn ein Landgut mit der Einrichtung, als wenn es nur mit dem Beilass vermacht werde: welche Meinung denn wir täglich mehr zunehmen und sich befestigen sehen. Es kommt nun darauf an, in wieweit dies Vermächtniss reichhaltiger ist. Sabinus bestimmt und Cassius beim Vitellius bemerkt, Alles, was dazu zusammengebracht worden ist, damit der Hausvater besser eingerichtet sei, wird, spricht er, unter der Einrichtung begriffen, das ist Alles, was er daselbst besass, um besser eingerichtet zu sein. Daher ist anzunehmen, dass er bei diesem Vermächtnisse nicht den Beilass des Gutes, sondern seinen eigenen Beilass hinterlassen habe. 28Ferner wenn ein Landgut mit der Einrichtung vermacht worden ist, so wird darunter auch der Hausrath begriffen, welcher sich zum Gebrauch des Besitzers daselbst befand, und nicht allein die gewebten Matratzen, sondern alles, dessen er sich daselbst zu bedienen pflegte, auch die elfenbeinernen Tische, oder welche sonst vorhanden sind, desgleichen Gläser, Gold und Silberzeug, auch die Weine, wenn sie sich daselbst zum eigenen Gebrauche befanden, werden darunter begriffen, und was sonst von Geräthschaften vorhanden ist. 29War aber etwas daselbst nicht zu seinem Gebrauche, sondern der Aufbewahrung wegen aufgehäuft, so wird es nicht mit darunter begriffen, auch gehören die Weine nicht mit dazu, welche in den Vorrathskammern liegen. Auch das ist gegenwärtig Rechtens, dass dasjenige, was der Hausvater daselbst gleichsam wie in einer Niederlage hatte, nicht mit darunter begriffen wird. 30Ferner schreibt Celsus im neunzehnten Buche der Digesten, dass Früchte, welche daselbst aufgeschüttet wären, um verkauft oder zu einem andern Zwecke als für das Landgut verbraucht zu werden, zu einem Gute mit der Einrichtung nicht gerechnet würden. 31Ebenderselbe Celsus sagt in demselben Buche, dass auch die Hüter des Hausrathes und die übrigen Sclaven dieser Gattung mit darunter begriffen würden, d. i. die Diener, womit der Hausvater auf diesem Gute eingerichtet war, mit Ausschluss derer, welche die Freiheit erhielten oder auf dem Felde sich aufzuhalten pflegten. 32Hätte Jemand ein Landgut mit der Einrichtung vermacht, so werden unter diesem Vermächtnisse auch die Pagen begriffen, welche er daselbst hielt, um bei seiner Anwesenheit im Tafelzimmer bei der Hand zu sein. 33Auch ist es richtig, dass unter einem Landgute mit der Einrichtung die Familie der Sclaven, d. i. ihre Frauen und Kinder, ebenfalls begriffen werden. 34Auch ist es bekannt, dass zu einem Landgute mit der Einrichtung auch die Bibliothek und die Bücher gehören, welche sich daselbst befanden, damit der Eigenthümer sich derselben bei seiner jedesmaligen Anwesenheit bedienen konnte. Wurde sie aber gleichsam als Bücherniederlage benutzt, so wird das Gegentheil anzunehmen sein. 35Neratius antwortete auch im vierten Buche seiner Briefe dem Rufinus: Sei ein Landgut mit der Einrichtung vermacht worden, so gehörten zu diesem Vermächtnisse nicht allein der Hausrath, die Weine und die zum Anbau und Bewachung des Landhauses daselbst vorhandenen Sclaven, sondern auch diejenigen, deren Bestimmung es war, daselbst den Dienst bei dem Hausvater selbst zu versehen. 36Von Bildern sind allein diejenigen als vermacht anzusehen, welche dem Landhause zu einer Art Zierde dienten. 37Auch Papinianus ist der Meinung, dass unter Vermächtnissen von Landgütern mit der Einrichtung die Sclaven nicht begriffen würden, welche sich nur eine Zeitlang daselbst befanden und welche der Hausvater nicht in der Absicht dahin versetzt hatte, um entweder den Beilass des Gutes oder seine eigene Einrichtung zu bilden. 38Ebenderselbe ertheilte zur Antwort, dass bei Vermächtnissen von Grundstücken mit der Einrichtung auch der Verwalter zu dem Vermächtnisse der Güter gehöre, welcher in die Provinz gesandt worden, um nach vollbrachtem Geschäft in sein voriges Dienstverhältniss wieder einzutreten, wäre er auch noch nicht zurückgekehrt. 39Ebenderselbe antwortete, wenn Gärten mit der Einrichtung vermacht worden, dass darunter auch die Weine begriffen würden, welche der Herr daselbst besass, um besser eingerichtet zu sein. Anders sei es jedoch, wenn er Niederlagen daselbst gehabt habe, aus denen er in der Stadt oder auf den übrigen Gütern mit Wein versehen wurde. 40Ebenderselbe antwortete, als Umbrius Primus dem berühmten Claudius Hieronianus sein Haus mit dem Hausrathe fideicommissarisch hinterlassen hatte, dass dazu auch die Tische und der übrige Hausrath gehörten, welchen der Hausvater, als er zum Proconsulate abreiste, der grössern Sicherheit halber hatte in die Gärten bringen lassen. 41Desgleichen antwortete er, dass zu dem Vermächtnisse des Landgutes mit der Einrichtung auch Gegengifte und andere Arzneien gehörten, welche der Hausherr der Entfernung halber daselbst besass, und die der Entfernung wegen daselbst aufbewahrte Kleidung. 42Ebenso ertheilte er zur Antwort, als ein Haus sowie es steht und liegt mit allen Zuständigkeiten vermacht worden war, dass in diesem Vermächtnisse das städtische Gesinde, desgleichen Handwerker, deren Dienste auch für andere Landgüter verwendet würden, nicht begriffen seien, wohl aber Thürsteher, Gärtner, Zimmerwärter und Wasserträger, nur zum Dienste dieses Hauses bestimmt. Was er jedoch von den Handwerkern sagt, ist unrichtig, wenn sie für dieses Haus angeschafft worden sind, wurden sie gleich auch andern Gütern dargeliehen. 43Desgleichen ertheilte er zur Antwort, wenn ein Haus mit der Einrichtung vermacht worden, dass darunter elfenbeinerne Tische und Bücher nicht begriffen würden. Aber auch dies ist unrichtig; denn alles, was im Hause irgend sich befand, damit der Hausvater gut eingerichtet sein möchte, wird darunter begriffen. Dass aber der Hausrath des Hatusvaters zum Beilass gehört, bezweifelt Niemand. Wenigstens ertheilte Neratius im vierten Buche seiner Briefe seinem Bruder Marcellus zur Antwort, dass in dem Vermächtnisse eines Hauses mit der Einrichtung auch die Kleidung begriffen sei; besonders, meint er, in dem vorgetragenen Falle. Es wurde nämlich vorgetragen, dass derjenige, welcher das Vermächtniss ausgesetzt, Silber und ausstehende Forderungen ausgenommen habe. Denn wer dies, antwortete er, ausdrücklich ausgenommen, von dem kann man nicht annehmen, dass er nicht alle übrigen darin befindlichen Gegenstände gemeint habe. Und Papinianus sagt auch selbst in demselben Buche seiner Gutachten, als ein Vater, der Kaufmann und Geldwechsler war, und zwei Söhne und eben soviel Töchter zu Erben eingesetzt, ein Vermächtniss aber folgendergestalt beschieden hatte: meinen Söhnen vermache ich mein Haus mit der Einrichtung, dass sich die Frage aufwerfen lasse, ob auch die Waaren und Pfänder mit darunter begriffen seien? Der Richter werde jedoch, wenn er die übrigen Vermögensumstände des Vaters geprüft, leicht die Auslegung des Willens errathen. 44Celsus schreibt, dass unter einem Vermächtnisse der auf einem Gute befindlichen Sclaven, deren Untersclaven nicht begriffen würden, in sofern nicht erhelle, dass [der Testator] auch diese mit im Sinne gehabt hat. 45Auch antwortete Papinianus im siebenten Buche seiner Rechtsgutachten einer Ehegattin, deren Ehemann seine zur Erbin eingesetzte Tochter verpflichtet hatte, ihr alles, was im Hause sich befand, zu verabfolgen, dass die Sicherheitsbestellungen der Schuldner und die Kaufbriefe der Sclaven nicht als vermacht angesehen werden könnten, in sofern nicht aus einer andern Stelle erhelle, dass der Testator auch der Sclaven gedacht habe, nämlich dass anzunehmen sei, er habe ihr die Kaufbriefe auch derjenigen Sclaven vermacht, welche selbst nach seiner Willensmeinung ihr gehören sollten. 46Wenn Jemand ein Landhaus mit der Einrichtung vermacht und nun hinzugefügt hätte: mit dem Hausrathe, den Sclaven oder irgend einer andern Sache, welche stillschweigend66In dem instructo. schon ausgedrückt war, so fragt sich, ob er durch Hinzufügung der einzelnen Gegenstände das Vermächtniss vermindert oder nicht? Und Papinianus ertheilte zur Antwort, dass es nicht als zur Verminderung, sondern als zum Ueberfluss hinzugefügt anzusehen sei. 47Ebenso erzählt Papinianus im siebenten Buche seiner Rechtsgutachten: eine Mutter hatte, nachdem sie ihre Gärten mit der Eiurichtung ihrem Sohne beschieden, ihrer Tochter das weibliche Silberzeug vermacht. Er antwortete: auch dasjenige weibliche Silberzeug, welches sie in den Gärten gehabt, um besser eingerichtet zu sein, gehöre der Tochter.

Dig. 34,2,19Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Cum au­rum vel ar­gen­tum le­ga­tum est, quid­quid au­ri ar­gen­ti­que re­lic­tum sit, le­ga­to con­ti­ne­tur si­ve fac­tum si­ve in­fec­tum: pe­cu­niam au­tem sig­na­tam pla­cet eo le­ga­to non con­ti­ne­ri. 1Pro­in­de si cer­tum pon­dus au­ri sit le­ga­tum vel ar­gen­ti, ma­gis quan­ti­tas le­ga­ta vi­de­tur, nec ex va­sis tan­get. 2Sed si ar­gen­ti fac­ti pon­do cen­tum sint le­ga­ta, ex fac­to ar­gen­to de­be­bi­tur le­ga­tum. un­de est quae­si­tum apud Cel­sum, an et vas­cu­la pos­sit se­pa­ra­re: et scrip­sit vas­cu­la non se­pa­ra­tu­rum, li­cet ei op­tio fue­rit re­lic­ta. 3Idem Cel­sus li­bro no­no de­ci­mo quaes­tio­num quae­rit, si cen­tum pon­do ar­gen­ti fue­rint re­lic­ta, an re­plum­ba­ri de­beant, ut sic ap­pen­dan­tur. et Pro­cu­lus et Cel­sus aiunt ex­emp­to plum­bo ap­pen­di de­be­re: nam et emp­to­ri­bus re­plum­ba­tae ad­sig­nan­tur et in ra­tio­nes ar­gen­ti pon­dus sic de­fer­tur: quae sen­ten­tia ha­bet ra­tio­nem. 4Pla­ne si cui vas­cu­la ar­gen­tea, ut pu­ta lan­ces qua­dra­tae sint le­ga­tae, et­iam plum­bum, quo con­ti­nen­tur, eum se­que­tur. 5Si­mi­li mo­do quae­ri­tur, si cui ar­gen­tum le­ge­tur, an em­ble­ma­ta au­rea quae in eo sunt eum se­quan­tur. et Pom­po­nius li­bro quin­to ex Sa­b­ino di­stin­guit mul­tum in­ter­es­se, cer­tum pon­dus ei ar­gen­ti fac­ti le­ge­tur an ve­ro ar­gen­tum fac­tum: si pon­dus, non con­ti­ne­ri, si ar­gen­tum fac­tum, con­ti­ne­ri, quon­iam ar­gen­to ce­dit, quod ad spe­ciem ar­gen­ti iunc­tum est, quem­ad­mo­dum cla­vi au­rei et pur­pu­rae pars sunt ves­ti­men­to­rum. idem Pom­po­nius li­bris epis­tu­la­rum, et­si non sunt cla­vi ves­ti­men­tis con­su­ti, ta­men ves­te le­ga­ta con­ti­ne­ri. 6Idem Cel­sus li­bro no­no de­ci­mo di­ges­to­rum, com­men­ta­rio­rum sep­ti­mo scri­bit au­ro le­ga­to ea, quae in­au­ra­ta sunt, non de­be­ri, nec au­rea em­ble­ma­ta, quae in ab­si­di­bus ar­gen­teis sint. 7An au­tem au­ri ap­pel­la­tio­ne anu­li au­rei con­ti­nean­tur, quae­ri­tur: et Quin­tus Sa­tur­ni­nus li­bro de­ci­mo ad edic­tum scri­bit con­ti­ne­ri. 8Lec­tum pla­ne ar­gen­teum vel si qua alia su­pel­lex ar­gen­tea fuit, ar­gen­ti ap­pel­la­tio­ne non con­ti­ne­tur, si nu­me­ro ar­gen­ti ha­bi­ta non est, ut in iunc­tu­ra ar­gen­tea scio me di­xis­se, quod non in ar­gen­ta­rio pa­ter fa­mi­lias re­po­ne­bat. sed nec can­de­la­bra nec lu­cer­nae ar­gen­teae vel sigil­la, quae in do­mo re­po­si­ta sunt, vel ima­gi­nes ar­gen­teae ar­gen­ti ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­bun­tur, nec spe­cu­lum vel pa­rie­ti ad­fi­xum vel et­iam quod mu­lier mun­di cau­sa ha­buit, si mo­do non in ar­gen­ti nu­me­ro ha­bi­ta sunt. 9Ar­gen­to fac­to le­ga­to Quin­tus Mu­cius ait va­sa ar­gen­tea con­ti­ne­ri, vel­uti pa­rap­si­das ace­ta­bu­la trul­las pel­ves et his si­mi­lia, non ta­men quae su­pel­lec­ti­lis sunt. 10Sed cui va­sa sint le­ga­ta, non so­lum ea con­ti­nen­tur, quae ali­quid in se re­ci­piant eden­di bi­ben­di­que cau­sa pa­ra­tum, sed et quae ali­quid sus­ti­neant: et id­eo scu­tel­las vel pro­mul­si­da­ria con­ti­ne­ri. re­po­si­to­ria quo­que con­ti­ne­bun­tur: nam va­so­rum ap­pel­la­tio ge­ne­ra­lis est, di­ci­mus va­sa vi­na­ria et na­va­lia. 11In­fec­ti au­tem ar­gen­ti ap­pel­la­tio ru­dem ma­te­riam con­ti­net, id est non fac­tam. quid er­go si coep­tum sit ar­gen­tum fa­b­ri­ca­ri? non­dum per­fec­tum utrum fac­ti an in­fec­ti ap­pel­la­tio­ne con­ti­nea­tur, du­bi­ta­ri pot­est: sed pu­to ma­gis fac­ti. cer­te si iam erat fac­tum, sed cae­la­ba­tur, fac­ti ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­bi­tur. an et cae­la­ti con­ti­ne­bi­tur, quod cae­la­ri coe­pit? et pu­to con­ti­ne­ri, si cui for­te cae­la­tum sit ar­gen­tum le­ga­tum. 12Si cui es­ca­rium ar­gen­tum le­ga­tum sit, id so­lum de­be­bi­tur, quod ad epu­lan­dum in mi­nis­te­rio ha­buit, id est ad esum et po­tum. un­de de aqui­mi­na­rio du­bi­ta­tum est: et pu­to con­ti­ne­ri, nam et hoc prop­ter es­cam pa­ra­tur. cer­te si cac­ca­bos ar­gen­teos ha­be­bat vel mi­lia­rium ar­gen­teum vel sar­ta­gi­nem vel aliud vas ad co­quen­dum, du­bi­ta­ri pot­erit, an es­ca­rio con­ti­nea­tur. et haec ma­gis co­ci­na­to­rii in­stru­men­ti sunt. 13Per­ve­nia­mus et ad gem­mas in­clu­sas ar­gen­to au­ro­que. et ait Sa­b­inus au­ro ar­gen­to­ve ce­de­re: ei enim ce­dit, cu­ius ma­ior est spe­cies. quod rec­te ex­pres­sit: sem­per enim cum quae­ri­mus, quid cui ce­dat, il­lud spec­ta­mus, quid cu­ius rei or­nan­dae cau­sa ad­hi­be­tur, ut ac­ces­sio ce­dat prin­ci­pa­li. ce­dent igi­tur gem­mae, fia­lis vel lan­ci­bus in­clu­sae, au­ro ar­gen­to­ve. 14Sed et in co­ro­nis men­sa­rum gem­mae co­ro­nis ce­dent et hae men­sis. 15In mar­ga­ri­tis quo­que et au­ro idem est: nam si mar­ga­ri­tae au­ri or­nan­di gra­tia ad­hi­bi­tae sunt, au­ro ce­dunt, si con­tra, au­rum mar­ga­ri­tis ce­det. 16Idem et in gem­mis anu­lis in­clu­sis. 17Gem­mae au­tem sunt per­lu­ci­dae ma­te­riae, quas, ut re­fert Sa­b­inus li­bris ad Vi­tel­lium, Ser­vius a la­pil­lis eo di­stin­gue­bat, quod gem­mae es­sent per­lu­ci­dae ma­te­riae, vel­ut sma­rag­di chry­so­li­thi ame­thys­ti, la­pil­li au­tem con­tra­riae su­pe­rio­ri­bus na­tu­rae, ut ob­si­dia­ni, ve­ien­ta­ni. 18Mar­ga­ri­tas au­tem nec gem­mis nec la­pil­lis con­ti­ne­ri sa­tis con­sti­tis­se ibi­dem Sa­b­inus ait, quia con­cha apud ru­brum ma­re et cres­cit et coa­les­cit. 19Mur­ri­na au­tem va­sa in gem­mis non es­se Cas­sius scri­bit. 20Au­ro le­ga­to va­sa au­rea con­ti­nen­tur et gem­mis gem­mea va­sa. se­cun­dum haec si­ve gem­mae sint in au­reis va­sis si­ve in ar­gen­teis, au­ro ar­gen­to­ve ce­dent, quon­iam hoc spec­ta­mus, quae res cu­ius rei or­nan­dae cau­sa fue­rit ad­hi­bi­ta, non quae sit pre­tio­sior.

Ulp. lib. XX. ad Sabin. Wenn das Gold oder Silber vermacht worden ist, so ist in dem Vermächtniss der gesammte Nachlass an Gold und Silber begriffen, gleichviel ob es bearbeitet oder noch roh ist; gemünztes Geld ist aber in demselben nicht enthalten. 1Wenn mithin ein bestimmtes Gewicht in Gold oder Silber vermacht worden ist, so wird vielmehr die Quantität als vermacht angesehen, und es bezieht sich nicht etwa auf Gefässe. 2Wenn aber hundert Pfund Silberzeug77In sofern wir hierunter im Deutschen alles Silbergeräth verstehen, was nicht Hausgeräth ist, scheint mir der obige Ausdruck das argentum factum am besten wiederzugeben; s. Voorda Interpret. cap. XV. vermacht worden sind, so muss das Vermächtniss aus dergleichen verabreicht werden. Daher ist bei Celsus die Frage erhoben worden, ob er auch Gefässe von einander trennen dürfe, und er hat sich deshalb verneinend erklärt, selbst wenn dem [Vermächtnissinhaber] die Wahl freigestellt worden sei. 3Derselbe Celsus untersucht im neunzehnten Buche seiner Quästionen die Frage, ob, wenn hundert Pfund Silber hinterlassen worden seien, Trennung desselben vom Blei erfolgen müsse, um dergestalt zugewogen zu werden. Proculus und Celsus sagen, es müsse das Zuwägen geschehen, nachdem zuvor das Blei herausgenommen worden; denn auch beim Kauf muss dasselbe ohne Blei übergeben werden, und ebenso wird das Pfund Silber in Rechnungen eingetragen; diese Ansicht hat Grund. 4Wenn freilich Jemandem silberne Gefässe, z. B. viereckige Schüsseln, vermacht worden sind, so gehört dazu auch das Blei, was sie zusammenhält. 5Ebenso ist die Frage aufgeworfen worden, ob, wenn Jemandem das Silber vermacht worden ist, auch [etwa] darin befindliche goldne Mosaik dazu gehöre? Pomponius findet hier im fünften Buche aus Sabinus einen grossen Unterschied darin, ob ein bestimmtes Gewicht Silberzeug, oder das Silberzeug vermacht worden sei; im ersten Fall sei jene nicht darin begriffen, wohl aber im letztern; weil dasjenige als Zubehör des Silbers angesehen wird, was mit dem bestimmten Stück von Silber zusammengefügt ist, gleichwie Goldborden und Purpurverzierungen Theile eines Kleides sind. Ebenso sagt Pomponius in den Büchern der Briefe, dass, wenn die Borden auch nicht mit den Kleidern zusammengestickt seien, sie dennoch zu dem vermachten Gewebe gehörig sind. 6Derselbe Celsus schreibt im neunzehnten Buche der Digesten und im siebenten seiner Commentarien, dass, wenn das Gold vermacht worden sei, Uebergoldungen nicht dazu gehören, ebenso wenig goldne Mosaik in silbernen tiefen Schüsseln. 7Ob aber unter der Benennung des Goldes auch goldne Ringe begriffen seien, ist die Frage? Quintus Saturninus im zehnten Buche zum Edicte schreibt, dass sie dazu gehören. 8Ein silbernes Bettgestell, oder irgend ein anderes Stück Hausgeräth von Silber, ist aber in der Benennung Silber nicht begriffen, sobald es nicht als Silbersache gerechnet worden ist88Zum Verständniss vergleiche man l. 3. in fine D. de suppellect. leg. 33. 10.; wie ich namentlich mich in Betreff von silbernem Spielzeuge, das der Hausvater nicht im Silberschrank zu verwahren pflegte, ausgesprochen zu haben erinnere. Ebenso wenig sind unter der Benennung Silber, silberne Leuchter, Laternen oder im Hause angebrachte Medaillons, oder silberne Reliefs begriffen, auch nicht an der Wand befestigte Spiegel99Accursius versteht zwar silberne Spiegelrahmen, allein ich glaube, dass Spiegel aus silbernen spiegelnden Platten selbst zu verstehen sind; denn die Römer hatten dergleichen von der Höhe ganzer Zimmerwände; so auch B., oder was eine Frau als Geräthe in Gebrauch gehabt hat, sobald es nicht anstatt Silbers gerechnet worden ist. 9Wenn Silberzeug vermacht worden ist, so, sagt Quintus Mucius, seien darunter die silbernen Gefässe begriffen, als z. B. Schüsseln zu Zwischengerichten, Saucieren, Terrinen, Waschbecken1010Parapsis, acetabulum, trulla, pelvis, nach B. und dergleichen mehr, nicht jedoch solche Gegenstände, die zum Hausgeräthe gehören. 10Sind aber Jemandem die Gefässe vermacht worden, so werden darunter nicht blos diejenigen begriffen, worein Speise und Getränk gethan wird, sondern auch diejenigen, worauf etwas Anderes gesetzt wird; mithin gehören auch Näpfchen zum Imbiss1111Prumulsidiaria und scutella, nach B. und Aufsatzschüsseln11 dazu. Ebenso Untersetzer; denn die Benennung Gefäss ist eine allgemeine; wir sagen Weingefass und Schiffsgefäss. 11Die Benennung unbearbeitetes Silber begreift aber den rohen Stoff, d. h. der nicht bearbeitet ist. Wie nun, wenn Silber in der Arbeit begriffen, aber noch nicht vollendet ist? Hier kann man zweifelhaft werden, ob es unter den Begriff von bearbeitetem1212Arg. factum (s. Note 18) muss wegen des Gegensatzes infectum hier, wie obsteht, übersetzt werden. oder unbearbeitetem Silber zu stellen sei; nach meiner Ansicht mehr zu dem erstern. War es schon bearbeitet, und wurde nur noch erhabene Arbeit1313S. l. 6. D. de Rei Vind. 6. 1. daran gemacht, so wird es ganz gewiss zum Silberzeug gerechnet. Wird aber dasjenige zu dem mit erhabener Arbeit gerechnet, woran diese begonnen hat? Ich glaube ja, wenn Jemandem z. B. das mit erhabener Arbeit versehene Silber vermacht worden ist. 12Wenn Jemandem silbernes Speisegeschirr vermacht worden ist, so ist darunter blos das begriffen, wessen der [Erblasser] sich zur Mahlzeit bedient hat, d. h. zu Speise und Trank. Man hat daher wegen silberner Wassernäpfe Zweifel erhoben; ich glaube aber, dass sie dazu gehören, denn auch sie werden zum [Gebrauch bei] Tische angeschafft. Wenn aber Jemand silberne Kochtöpfe, oder silberne Kessel, oder Pfannen, oder ein anderes Gefäss zum Sieden hat, so kann Zweifel entstehen, ob es zum Speisegeschirr gehöre? Dergleichen ist jedoch vielmehr zum Kochgeschirr zu rechnen. 13Betrachten wir nun die in Silber oder Gold gefassten Juwelen; diese, sagt Sabinus, folgen dem Golde und Silber; denn [das Kleinere] folgt allemal Dem, dessen Masse die grössere ist. Dieser Ausdruck ist richtig, denn wenn die Frage entsteht, was dem Andern folge, so sieht man allemal darauf, was dem Andern zur Verzierung dient, wie das Zubehör der Hauptsache folgt; so folgen also auch in Gold oder Silber gefasste Juwelen den Tassen und Schüsseln. 14Auch bei Tischbeschlägen1414Coronae mensarum, nach B. Marqueterie — Umkränzungen. gehören daher die Juwelen zum Beschlag und der Beschlag zu den Tischen. 15Dasselbe findet in Ansehung von Gold und Perlen Statt, denn wenn letztere zur Verzierung des erstern verwendet worden sind, so folgen sie dem Golde, im umgekehrten Fall gehört das Gold zu den Perlen. 16Ebenso ist es mit in Ringe gefassten Juwelen. 17Juwelen aber sind durchsichtige Stoffe, die, wie Sabinus in den Büchern zum Vitellius lehrt, Servius dadurch von den Edelsteinen unterschied, dass die Juwelen1515Gemmae et lapilli, habe ich mit Juwel und Edelstein übersetzt. Man könnte auch Edelsteine und Halbedelsteine sagen; s. Andr. Duker de latin. vet. Ictor. p. 291. durchsichtig sind, wie z. B. die Smaragden, Chrysolithen und Amethysten. Edelsteine aber sind entgegengesetzter Natur mit diesen, wie die Obsidianer1616Diese haben den Namen von der Stadt Obsidium in Aethiopien, und sind schwarz glänzende Steine. Plin. H. N. lib. 36. c. 26. Africanischer Achat, B. und Vejentaner1717Diese haben den Namen von den Vejentern, und sind schwarz und weiss gesprenkelt, s. Brisson h. v. (mit weissem Rande, B. Gagali.). 18Dass aber Perlen weder zu den Juwelen, noch zu den Edelsteinen gehören, sei, sagt Sabinus ebendaselbst, hinreichend bekannt, weil die Perlenschnecke im rothen Meere wächst und zusammenwächst. 19Dass Krystallgefässe1818Murrina vasa. Ueber diese Bedeutung hat man nur Hypothesen; man hat sie für chinesische Specksteine halten wollen; s. Böttiger a. a. O. p. 307. nicht zu den Edelsteinen gehören, schreibt Cassius. 20Zu dem Vermächtniss des Goldes gehören alle Goldgefässe, zu dem von Juwelen, die aus Juwelen; hiernach gehören nun Juwelen, sie mögen in goldnen oder silbernen Gefässen enthalten sein, zum Gold oder Silber, weil man darauf Rücksicht nimmt, was zur Verzierung des andern gehört, nicht was werthvoller ist.

Dig. 35,1,9Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. So­le­mus di­ce­re eum, qui in tem­pus li­be­ro­rum uxo­ri le­gat, de his non sen­sis­se, quos iam tunc uxor ha­buit, cum tes­ta­re­tur ma­ri­tus.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 36,2,5Idem li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. Si post diem le­ga­ti ce­den­tem le­ga­ta­rius de­ces­se­rit, ad he­redem suum trans­fert le­ga­tum. 1Ita­que si pu­rum le­ga­tum sit, ex die mor­tis dies eius ce­dit: si ve­ro post diem sint le­ga­ta re­lic­ta, si­mi­li mo­do at­que in pu­ris dies ce­dit, ni­si for­te id fuit le­ga­tum, quod ad he­redem non trans­it: nam hu­ius dies non an­te ce­dit, ut pu­ta si usus fruc­tus sit post an­num re­lic­tus: hanc enim sen­ten­tiam pro­ba­mus. 2Sed si sub con­di­cio­ne sit le­ga­tum re­lic­tum, non prius dies le­ga­ti ce­dit quam con­di­cio fue­rit im­ple­ta, ne qui­dem si ea sit con­di­cio, quae in po­tes­ta­te sit le­ga­ta­rii. 3Sed si ea con­di­cio fuit, quam prae­tor re­mit­tit, sta­tim dies ce­dit: 4Idem­que et in im­pos­si­bi­li con­di­cio­ne, quia pro pu­ro hoc le­ga­tum ha­be­tur. 5Item si qua con­di­cio sit, quae per le­ga­ta­rium non stat quo mi­nus im­plea­tur, sed aut per he­redem aut per eius per­so­nam, in cu­ius per­so­na ius­sus est pa­re­re con­di­cio­ni, dies le­ga­ti ce­dit, quon­iam pro im­ple­ta ha­be­tur: ut pu­ta si ius­sus sim he­redi de­cem da­re et il­le ac­ci­pe­re no­lit. sed et si ita mi­hi le­ga­tum sit, si Se­iam uxo­rem du­xe­ro, nec ea ve­lit nu­be­re, di­cen­dum erit diem le­ga­ti ce­de­re, quod per me non stat, quo mi­nus pa­ream con­di­cio­ni, sed per alium stat, quo mi­nus im­plea­tur con­di­cio. 6Is­dem au­tem die­bus, id est is­dem pen­sio­ni­bus he­redi prae­sta­bi­tur le­ga­tum, qui­bus le­ga­ta­rio ip­si prae­sta­ba­tur. 7Si, cum dies le­ga­ti ce­de­re in­ci­pe­ret, alie­ni quis iu­ris est, de­be­ri his le­ga­tum, quo­rum iu­ri fuit sub­iec­tus. et id­eo si pu­rum le­ga­tum fue­rit et post diem le­ga­ti ce­den­tem li­ber fac­tus est, apud do­mi­num le­ga­tum re­lin­quet: sed si usus fruc­tus fue­rit le­ga­tus, li­cet post mor­tem tes­ta­to­ris, an­te ad­itam ta­men he­redi­ta­tem sui iu­ris ef­fi­cia­tur, si­bi le­ga­tum ad­quirit.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 36,2,7Ul­pia­nus li­bro vi­ce­si­mo ad Sa­binum. He­redis ad­itio mo­ram le­ga­ti qui­dem pe­ti­tio­ni fa­cit, ces­sio­ni diei non fa­cit. 1Pro­in­de si­ve pu­re in­sti­tu­tus tar­dius ad­eat si­ve sub con­di­cio­ne per con­di­cio­nem im­pe­dia­tur, le­ga­ta­rius se­cu­rus est. 2Sed et si non­dum na­tus sit he­res in­sti­tu­tus aut apud hos­tes sit, si­mi­li­ter le­ga­ta­rio non no­ce­bit, eo quod dies le­ga­ti ces­sit. 3In­de di­ci­mus et si a sub­sti­tu­to le­ga­tum sit re­lic­tum, quam­diu in­sti­tu­tus de­li­be­rat de­func­to le­ga­ta­rio non no­ce­bit, si post­ea he­res in­sti­tu­tus re­pu­dia­vit: nam ad he­redem suum trans­tu­lit pe­ti­tio­nem. 4Tan­tun­dem et si ab im­pu­be­ris sub­sti­tu­to le­ge­tur: nam ad he­redem suum le­ga­tum trans­fert. 5Trac­ta­ri ta­men pot­est, si im­pu­be­ri sub­sti­tu­tus dam­na­tus sit, si in­tra pu­ber­ta­tem fi­lius de­ces­se­rit, Se­io cen­tum da­re, an vi­vo pu­pil­lo de­func­tus Se­ius ad he­redem trans­fe­rat, qua­si ea con­di­cio sit ex­pres­sa, quae in­erat. et ma­gis est ad he­redem le­ga­ta­rii trans­ire. 6In­ter­dum ad­itio he­redis le­ga­tis mo­ram fa­cit, ut pu­ta si for­te ser­vo ma­nu­mis­so vel ei cui ser­vus le­ga­tus est et id­eo ser­vo ali­quid le­ga­tum sit: nam ser­vo le­ga­ti re­lic­ti an­te ad­itam he­redi­ta­tem dies non ce­dit.

Übersetzung nicht erfasst.