Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Marcian.inst. XIV
Institutionum lib.Marciani Institutionum libri

Institutionum libri

Ex libro XIV

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Dig. 1,1De iustitia et iure (Von der Gerechtigkeit und dem Recht.)Dig. 1,2De origine iuris et omnium magistratuum et successione prudentium (Von dem Ursprung des Rechts und aller Staatsbeamten, so wie der Folge der Rechtsgelehrten.)Dig. 1,3De legibus senatusque consultis et longa consuetudine (Von den Gesetzen, den Senatsbeschlüssen und dem Gewohnheitsrechte.)Dig. 1,4De constitutionibus principum (Von den Constitutionen der Kaiser.)Dig. 1,5De statu hominum (Vom Zustand der Menschen.)Dig. 1,6De his qui sui vel alieni iuris sunt (Von denen, die eigenen Rechtens, und denen, die fremdem Rechte unterworfen sind.)Dig. 1,7De adoptionibus et emancipationibus et aliis modis quibus potestas solvitur (Von der Annahme an Kindes Statt, der Entlassung aus der [väterlichen] Gewalt, und andern Arten deren Aufhebung.)Dig. 1,8De divisione rerum et qualitate (Von der Eintheilung der Sachen und deren Beschaffenheit.)Dig. 1,9De senatoribus (Von den Senatoren.)Dig. 1,10De officio consulis (Von der Amtspflicht des Consuls.)Dig. 1,11De officio praefecti praetorio (Von der Amtspflicht des Präfectus Prätorio.)Dig. 1,12De officio praefecti urbi (Von der Amtspflicht des Stadtvorstehers.)Dig. 1,13De officio quaestoris (Von der Amtspflicht des Quästors.)Dig. 1,14De officio praetorum (Von der Amtspflicht der Prätoren.)Dig. 1,15De officio praefecti vigilum (Von der Amtspflicht des Wachtvorstehers.)Dig. 1,16De officio proconsulis et legati (Von der Amtspflicht des Proconsul und des Legaten.)Dig. 1,17De officio praefecti Augustalis (Von der Amtspflicht des Kaiserlichen Präfecten.)Dig. 1,18De officio praesidis (Von der Amtspflicht des Präsidenten.)Dig. 1,19De officio procuratoris Caesaris vel rationalis (Von der Amtspflicht des Procurators des Kaisers oder Rentbeamten.)Dig. 1,20De officio iuridici (Von der Amtspflicht des Gerichtsverwalters.)Dig. 1,21De officio eius, cui mandata est iurisdictio (Von der Amtspflicht dessen, der mit der Gerichtsbarkeit beauftragt worden ist.)Dig. 1,22De officio adsessorum (Von der Amtspflicht der [Gerichts-] Beisitzer.)
Dig. 2,1De iurisdictione (Von der Gerichtsbarkeit.)Dig. 2,2Quod quisque iuris in alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur (Welche Rechtsgrundsätze Jemand gegen einen Andern aufgebracht hat, die sollen gegen ihn selbst in Anwendung gebracht werden dürfen.)Dig. 2,3Si quis ius dicenti non obtemperaverit (Wenn jemand dem, welcher Recht spricht, nicht gehorcht haben sollte.)Dig. 2,4De in ius vocando (Von der Berufung ins Gericht.)Dig. 2,5Si quis in ius vocatus non ierit sive quis eum vocaverit, quem ex edicto non debuerit (Wenn Jemand vor Gericht berufen worden und nicht gegangen ist, oder die dahin berufen worden sind, welche man dem Edicte nach nicht hätte berufen sollen.)Dig. 2,6In ius vocati ut eant aut satis vel cautum dent (Dass vor Gericht Berufene dahin gehen, oder Bürgen oder anders Sicherheit stellen.)Dig. 2,7Ne quis eum qui in ius vocabitur vi eximat (Dass Niemand den, welcher vor Gericht berufen wird, mit Gewalt entreisse.)Dig. 2,8Qui satisdare cogantur vel iurato promittant vel suae promissioni committantur (Von denen, welche gezwungen werden, Sicherheit zu stellen, oder ein eidliches Versprechen leisten, oder auf ihr einfaches Versprechen entlassen werden.)Dig. 2,9Si ex noxali causa agatur, quemadmodum caveatur (Wie Sicherheit gestellt wird, wenn eine Noxalklage erhoben [oder: wegen Schädenansprüchen geklagt] wird.)Dig. 2,10De eo per quem factum erit quominus quis in iudicio sistat (Von dem, welcher daran Schuld ist, dass sich Jemand nicht vor Gericht stellt.)Dig. 2,11Si quis cautionibus in iudicio sistendi causa factis non obtemperaverit (Wenn Jemand dem geleisteten Versprechen, sich vor Gerichte zu stellen, nicht nachgekommen ist.)Dig. 2,12De feriis et dilationibus et diversis temporibus (Von den Gerichtsferien und Aufschubsgestattungen und der Berechnung verschiedener Zeiten.)Dig. 2,13De edendo (Vom Vorzeigen.)Dig. 2,14De pactis (Von Verträgen.)Dig. 2,15De transactionibus (Von Vergleichen.)
Dig. 40,1De manumissionibus (Von den Freilassungen.)Dig. 40,2De manumissis vindicta (Von den durch den Stab freigelassenen [Sclaven].)Dig. 40,3De manumissionibus quae servis ad universitatem pertinentibus imponuntur (Von den Freilassungen, welche Sclaven ertheilt werden, welche einer Gemeinheit angehören.)Dig. 40,4De manumissis testamento (Von den durch ein Testament freigelassenen [Sclaven.])Dig. 40,5De fideicommissariis libertatibus (Von den fideicommissarischen Freiheiten.)Dig. 40,6De ademptione libertatis (Von der Zurücknahme der Freiheit.)Dig. 40,7De statuliberis (Von den Bedingtfreien.)Dig. 40,8Qui sine manumissione ad libertatem perveniunt (Welche [Sclaven] ohne Freilassung zur Freiheit gelangen.)Dig. 40,9Qui et a quibus manumissi liberi non fiunt et ad legem Aeliam Sentiam (Welche Sclaven durch die Freilassung wegen ihrer selbst, und wegen ihres Freilassers nicht frei werden, und zum Aelisch-Sentischen Gesetz.)Dig. 40,10De iure aureorum anulorum (Von dem Recht der goldenen Ringe.)Dig. 40,11De natalibus restituendis (Von der Zurückversetzung in den Geburtsstand.)Dig. 40,12De liberali causa (Von dem Rechtsstreit über die Freiheit.)Dig. 40,13Quibus ad libertatem proclamare non licet (Welche nicht auf die Freiheit Anspruch machen dürfen.)Dig. 40,14Si ingenuus esse dicetur (Wenn behauptet werden wird, dass [ein Freigelassener] ein Freigeborner sei.)Dig. 40,15Ne de statu defunctorum post quinquennium quaeratur (Dass der Rechtszustand Verstorbener nach fünf Jahren nicht untersucht werden soll.)Dig. 40,16De collusione detegenda (Von der Entdeckung eines heimlichen Einverständnisses.)
Dig. 43,1De interdictis sive extraordinariis actionibus, quae pro his competunt (Von den Interdicten und ausserordentlichen Klagen, die an deren Statt zuständig sind.)Dig. 43,2Quorum bonorum (Welchen Nachlass.)Dig. 43,3Quod legatorum (Was von Vermächtnissen.)Dig. 43,4Ne vis fiat ei, qui in possessionem missus erit (Dass Dem keine Gewalt geschehe, der in den Besitz gesetzt sein wird.)Dig. 43,5De tabulis exhibendis (Von der Auslieferung der Testamente.)Dig. 43,6Ne quid in loco sacro fiat (Dass an einem heiligen Orte Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,7De locis et itineribus publicis (Von öffentlichen Plätzen und Wegen.)Dig. 43,8Ne quid in loco publico vel itinere fiat (Dass an einem öffentlichen Platze oder Wege Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,9De loco publico fruendo (Von dem Genuss eines öffentlichen Platzes.)Dig. 43,10De via publica et si quid in ea factum esse dicatur (Von öffentlichen Strassen und wenn etwas in demselben errichtet werden sein soll.)Dig. 43,11De via publica et itinere publico reficiendo (Von der Ausbesserung öffentlicher Strassen und Wege.)Dig. 43,12De fluminibus. ne quid in flumine publico ripave eius fiat, quo peius navigetur (Von den Flüssen, dass Etwas in einem öffentlichen Flusse oder an dessen Ufer nicht geschehe, wodurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird.)Dig. 43,13Ne quid in flumine publico fiat, quo aliter aqua fluat, atque uti priore aestate fluxit (Dass in einem öffentlichen Fluss Etwas nicht geschehe, wodurch der Wasserfluss gegen den im vorhergehenden Sommer geändert wird.)Dig. 43,14Ut in flumine publico navigare liceat (Dass die Schifffahrt an einem öffentlichen Flusse gestattet sei.)Dig. 43,15De ripa munienda (Von der Befestigung des Ufers.)Dig. 43,16De vi et de vi armata (Von der Gewalt und der Gewalt mit Waffen.)Dig. 43,17Uti possidetis (Wie ihr besitzet.)Dig. 43,18De superficiebus (Von Erbpachtungen.)Dig. 43,19De itinere actuque privato (Von Privatwegen.)Dig. 43,20De aqua cottidiana et aestiva (Vom täglichen Wasser und dem Sommerwasser.)Dig. 43,21De rivis (Von den Kanälen.)Dig. 43,22De fonte (Von den Quellen.)Dig. 43,23De cloacis (Von den Kloaken.)Dig. 43,24Quod vi aut clam (Was gewaltsam oder heimlich.)Dig. 43,25De remissionibus (Von den Remissionen.)Dig. 43,26De precario (Vom bittweisen [Besitzverhältniss].)Dig. 43,27De arboribus caedendis (Vom Baumfällen.)Dig. 43,28De glande legenda (Vom Auflesen der Eicheln.)Dig. 43,29De homine libero exhibendo (Von der Auslieferung freier Menschen.)Dig. 43,30De liberis exhibendis, item ducendis (Von der Auslieferung der Kinder und deren Abführung.)Dig. 43,31Utrubi (Vom (Interdicte) Wo immer.)Dig. 43,32De migrando (Vom Ausziehen lassen.)Dig. 43,33De Salviano interdicto (Vom Salvianischen Interdict.)
Dig. 47,1De privatis delictis (Von den Privatverbrechen.)Dig. 47,2De furtis (Von den Diebstählen.)Dig. 47,3De tigno iuncto (Vom verbauten Balken.)Dig. 47,4Si is, qui testamento liber esse iussus erit, post mortem domini ante aditam hereditatem subripuisse aut corrupisse quid dicetur (Wenn angegeben werden wird, dass derjenige [Sclav], der in einem Testamente geheissen worden, frei zu sein, nach des Herrn Tode vor dem Erbschaftsantritt Etwas gestohlen oder verdorben habe.)Dig. 47,5Furti adversus nautas caupones stabularios (Von der Diebstahlsklage wider Schiffer, Gastwirthe und Stallwirthe.)Dig. 47,6Si familia furtum fecisse dicetur (Wenn ein Gesinde einen Diebstahl begangen haben soll.)Dig. 47,7Arborum furtim caesarum ([Von der Klage] wegen verstohlen umgehauener Bäume.)Dig. 47,8Vi bonorum raptorum et de turba ([Von der Klage] wegen Raubes und vom Getümmel.)Dig. 47,9 (1,3 %)De incendio ruina naufragio rate nave expugnata (Von [dem bei einer] Feuersbrunst, Einsturz, Schiffbruch [oder einem] erstürmten Flosse oder Schiffe [Geraubten].)Dig. 47,10 (0,6 %)De iniuriis et famosis libellis (Von Injurien und Schmähschriften.)Dig. 47,11De extraordinariis criminibus (Von ausserordentlichen Verbrechen.)Dig. 47,12De sepulchro violato (Von der Verletzung eines Begräbnisses.)Dig. 47,13De concussione (Von der Erpressung.)Dig. 47,14De abigeis (Von den Viehdieben.)Dig. 47,15De praevaricatione (Von der Prävarication.)Dig. 47,16De receptatoribus (Von den Hehlern.)Dig. 47,17De furibus balneariis (Von den Badedieben.)Dig. 47,18De effractoribus et expilatoribus (Von den Einbrechern und Ausplünderern.)Dig. 47,19Expilatae hereditatis ([Von] der Ausplünderung der Erbschaft.)Dig. 47,20Stellionatus (Vom Stellionat.)Dig. 47,21De termino moto (Von der Grenzverrückung.)Dig. 47,22De collegiis et corporibus (Von Genossenschaften und Körperschaften.)Dig. 47,23De popularibus actionibus (Von den Volksklagen.)
Dig. 48,1 (4,2 %)De publicis iudiciis (Von den öffentlichen Verfahren.)Dig. 48,2De accusationibus et inscriptionibus (Von den Anklagen und Anklageschriften.)Dig. 48,3De custodia et exhibitione reorum (Von der Bewachung und Auslieferung der Angeschuldigten.)Dig. 48,4 (13,3 %)Ad legem Iuliam maiestatis (Zum Julischen Gesetz über die Majestät.)Dig. 48,5Ad legem Iuliam de adulteriis coercendis (Zum Julischen Gesetze über die Bestrafung des Ehebruchs.)Dig. 48,6 (43,1 %)Ad legem Iuliam de vi publica (Zum Julischen Gesetz von der öffentlichen Gewaltthätigkeit.)Dig. 48,7 (23,3 %)Ad legem Iuliam de vi privata (Zum Julischen Gesetze von der Privatgewaltthätigkeit.)Dig. 48,8 (49,1 %)Ad legem Corneliam de siccariis et veneficis (Zum Cornelischen Gesetze von Mördern und Giftmischern.)Dig. 48,9 (35,5 %)De lege Pompeia de parricidiis (Vom Pompejischen Gesetze über die Verwandtenmörder.)Dig. 48,10 (12,9 %)De lege Cornelia de falsis et de senatus consulto Liboniano (Vom Cornelischen Gesetze über Verfälschungen und dem Libonianischen Senatsbeschluss.)Dig. 48,11 (10,7 %)De lege Iulia repetundarum (Vom Julischen Gesetze über Beugung des Rechts aus Parteilichkeit.)Dig. 48,12De lege Iulia de annona (Vom Julischen Gesetze über Vor- und Aufkauf.)Dig. 48,13 (19,3 %)Ad legem Iuliam peculatus et de sacrilegis et de residuis (Zum Julischen Gesetze von dem Cassendiebstahl, von dem Tempelraube und der Cassenveruntrauung.)Dig. 48,14De lege Iulia ambitus (Vom Julischen Gesetz über Amtserschleichung.)Dig. 48,15De lege Fabia de plagiariis (Vom Fabischen Gesetze über die Plagiarier.)Dig. 48,16Ad senatus consultum Turpillianum et de abolitionibus criminum (Zum Turpillianischen Senatsbeschluss und der Niederschlagung der Verbrechen.)Dig. 48,17De requirendis vel absentibus damnandis (Von der öffentlichen Ladung der Angeschuldigten und der Verurtheilung der Abwesenden.)Dig. 48,18De quaestionibus (Von den peinlichen Fragen.)Dig. 48,19De poenis (Von den Strafen.)Dig. 48,20De bonis damnatorum (Vom Vermögen der Verurtheilten.)Dig. 48,21De bonis eorum, qui ante sententiam vel mortem sibi consciverunt vel accusatorem corruperunt (Von dem Vermögen Derer, die vor dem Erkenntnisse sich entweder entleibt, oder den Ankläger bestochen haben.)Dig. 48,22De interdictis et relegatis et deportatis (Von denen, weclhen der Aufenthalt irgendwo verboten ist, den Verwiesenen und Deportirten.)Dig. 48,23De sententiam passis et restitutis (Von Denen, die ein Erkenntniss erlitten und wieder in den vorigen Stand eingesetzt worden sind.)Dig. 48,24De cadaveribus punitorum (Von den Leichen der Bestraften.)
Dig. 49,1De appellationibus et relegationibus (Von den Appellationen und den Berichten.)Dig. 49,2A quibus appellari non licet ([Von denjenigen Richtern,] von welchen man nicht appelliren kann.)Dig. 49,3Quis a quo appelletur (An wen von dem [Unterrichter] appellirt werden muss.)Dig. 49,4Quando appellandum sit et intra quae tempora (Wann appellirt werden muss, und innerhalb welcher Fristen.)Dig. 49,5De appellationibus recipiendis vel non (Von der Annahme, oder Nichtannahme der Appellationen.)Dig. 49,6De libellis dimissoriis, qui apostoli dicuntur (Von dem Berichte, Apostel genannt.)Dig. 49,7Nihil innovari appellatione interposita (Dass nach Einwendung der Appellation Nichts verändert werde.)Dig. 49,8Quae sententiae sine appellatione rescindantur ([Von] den Erkenntnissen, welche ohne Appellation wieder aufgehoben werden.)Dig. 49,9An per alium causae appellationum reddi possunt (Ob Appellationsbeschwerden durch einen Andern ausgeführt werden können.)Dig. 49,10Si tutor vel curator magistratusve creatus appellaverit (Wenn Derjenige, welcher zum Vormunde, oder zum Curator, oder zu einem obrigkeitlichen Amte erwählt worden ist, appellirt hat.)Dig. 49,11Eum qui appellaverit in provincia defendi (Dass Derjenige, welcher appellirt hat, in der Provinz sich vertheidige.)Dig. 49,12Apud eum, a quo appellatur, aliam causam agere compellendum (Dass man bei demjenigen [Richter], von welchem man appellirt, [dennoch seine] anderen Rechtssachen führen muss.)Dig. 49,13Si pendente appellatione mors intervenerit (Wenn während schwebender Berufung der Tod des [Appellanten] eingetreten.)Dig. 49,14 (1,0 %)De iure fisci (Vom Rechte des Fiscus.)Dig. 49,15 (1,4 %)De captivis et de postliminio et redemptis ab hostibus (Von den Gefangenen, dem Heimkehrrechte, und den von den Feinden Losgekauften.)Dig. 49,16De re militari (Vom Kriegswesen.)Dig. 49,17De castrensi peculio (Von dem im Felde erworbenen Sondergute.)Dig. 49,18De veteranis (Von den Privilegien der Veteranen.)
Dig. 4,7,12Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Si quis iu­di­cii com­mu­ni di­vi­dun­do evi­tan­di cau­sa rem alie­na­ve­rit, ex le­ge Li­cin­nia ei in­ter­di­ci­tur, ne com­mu­ni di­vi­dun­do iu­di­cio ex­pe­ria­tur: ver­bi gra­tia ut po­ten­tior emp­tor per li­ci­ta­tio­nem vi­lius eam ac­ci­piat et per hoc ite­rum ip­se re­ci­piat. sed ip­se qui­dem qui par­tem alie­na­ve­rit com­mu­ni di­vi­dun­do iu­di­cio si age­re ve­lit, non au­die­tur: is ve­ro qui emit si ex­per­i­ri ve­lit, ex il­la par­te edic­ti ve­ta­tur, qua ca­ve­tur, ne qua alie­na­tio iu­di­cii mu­tan­di cau­sa fiat.

Marcian lib. XIV. Instit. Wenn Jemand zur Vermeidung des Theilungsprocesses (judicii communi dividundo) eine Sache verkauft haben sollte, z. B. dass ein mächtigerer Käufer auf dem Wege des Bietens sie wohlfeiler erlange, und er dadurch selbst sie [vom Käufer] wieder bekomme, so wird ihm durch das Licinische Gesetz untersagt, sich selbst der Theilungsklage zu bedienen. Aber auch derjenige selbst, welcher etwa nur einen Theil der [gemeinschaftlichen] Sache veräussert hat, wird, wenn er die Theilungsklage anstellen möchte, damit nicht gehört werden. Der dagegen, welcher gekauft hat, wird, wenn er etwa klagen will, davon durch den Theil des Edicts abgehalten, worin verordnet ist, dass keine Veräusserung zur Veränderung der Processlage Statt finden solle.

Dig. 14,6,15Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Ni­hil in­ter­est, quis fi­lio fa­mi­lias cre­di­de­rit, utrum pri­va­tus an ci­vi­tas: nam in ci­vi­ta­te quo­que se­na­tus con­sul­tum lo­cum ha­be­re di­vi Se­ve­rus et An­to­ni­nus re­scrip­se­runt.

Marcian. lib. XIV. Instit. Es kommt nichts darauf an, wer einem Haussohne geliehen hat, ob ein Privatmann, oder eine Stadtgemeinde; denn dass auch bei einer Stadtgemeinde der Senatsschluss Platz greife, haben die Kaiser Severus und Antoninus11Septimius Severus und Caracalla. rescribirt.

Dig. 22,1,29Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Pla­cuit, si­ve su­pra sta­tu­tum mo­dum quis usu­ras sti­pu­la­tus fue­rit si­ve usu­ra­rum usu­ras, quod il­li­ci­te ad­iec­tum est pro non ad­iec­to ha­be­ri et li­ci­tas pe­ti pos­se.

Marcian. lib. XIV. Institut. Man hat angenommen, dass, möge Jemand Zinsen über das [gesetzlich] festgesetzte Maass, oder Zinsen von Zinsen stipulirt haben, das, was unerlaubt hinzugefügt worden ist, für nicht hinzugefügt gehalten werde und die erlaubten [Zinsen] gefordert werden können.

Dig. 37,10,2Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Li­cet mu­lier, quae par­tum sub­ie­cis­se di­ci­tur, de­ces­se­rit, ta­men, si par­ti­ci­pes ma­le­fi­cii sint, in prae­sen­ti co­gnos­cen­dum est. si au­tem ne­mo sit qui pu­ni­ri pos­sit, quia om­nes par­ti­ci­pes fa­ci­no­ris for­te de­ces­se­rint, se­cun­dum Car­bo­nia­num edic­tum in tem­pus pu­ber­ta­tis dif­fe­ren­da co­gni­tio est.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 47,9,11Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Si for­tui­to in­cen­dium fac­tum sit, ve­nia ind­iget, ni­si tam la­ta cul­pa fuit, ut lu­xu­ria aut do­lo sit pro­xi­ma.

Marcian. lib. XIV. Instit. Wenn zufälligerweise eine Feuersbrunst entstanden ist, so wird natürlich Verzeihung erfolgen, es müsste denn die Schuld so gross sein, dass sie an Schwelgerei22Luxuria, s. Ant. August. Emend. l. IV. c. 11. (T. O. IV. 1540.) oder Arglist grenzt.

Dig. 47,10,37Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Con­sti­tu­tio­ni­bus prin­ci­pa­li­bus ca­ve­tur ea, quae in­fa­man­di al­te­rius cau­sa in mo­nu­men­ta pu­bli­ca po­si­ta sunt, tol­li de me­dio. 1Et­iam ex le­ge Cor­ne­lia in­iu­ria­rum ac­tio ci­vi­li­ter mo­ve­ri pot­est con­dem­na­tio­ne aes­ti­ma­tio­ne iu­di­cis fa­cien­da.

Marcian. lib. XIV. Inst. Durch kaiserliche Constitutionen wird verordnet, Dasjenige, was zu Jemandes Beschimpfung auf öffentliche Denkmäler gesetzt worden, hinwegzunehmen. 1Es kann auch aus dem Cornelischen Gesetze die Injurienklage civiliter erhoben werden, wobei dann die Verurtheilung vom Ermessen des Richters abhängt.

Dig. 48,1,6Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. De­func­to eo, qui reus fuit cri­mi­nis, et poe­na ex­tinc­ta in qua­cum­que cau­sa cri­mi­nis ex­tinc­ti de­bet is co­gnos­ce­re, cu­ius de pe­cu­nia­ria re co­gni­tio est.

Marcian. lib. XIV. Inst. Sobald der eines Verbrechens Angeschuldigte gestorben, ist auch die Strafe erloschen. In jedweder Angelegenheit eines erloschenen Verbrechens muss Derjenige erkennen, dem über die pecuniäre Angelegenheit die Erörterung zusteht33D. h. der Civilrichter der Erbschaft oder des Erben, wo pecuniäre Folgen mit dem Verbrechen verbunden sind..

Dig. 48,4,3Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Lex duo­de­cim ta­bu­la­rum iu­bet eum, qui hos­tem con­ci­ta­ve­rit qui­ve ci­vem hos­ti tra­di­de­rit, ca­pi­te pu­ni­ri. lex au­tem Iu­lia ma­ies­ta­tis prae­ci­pit eum, qui ma­ies­ta­tem pu­bli­cam lae­se­rit, te­ne­ri: qua­lis est il­le, qui in bel­lis ces­se­rit aut ar­cem te­nue­rit aut cas­tra con­ces­se­rit. ea­dem le­ge te­ne­tur et qui in­ius­su prin­ci­pis bel­lum ges­se­rit di­lec­tum­ve ha­bue­rit ex­er­ci­tum com­pa­ra­ve­rit: qui­ve, cum ei in pro­vin­cia suc­ces­sum es­set, ex­er­ci­tum suc­ces­so­ri non tra­di­dit: qui­ve im­pe­rium ex­er­ci­tum­ve po­pu­li Ro­ma­ni de­se­rue­rit: qui­ve pri­va­tus pro po­tes­ta­te ma­gis­tra­tu­ve quid sciens do­lo ma­lo ges­se­rit: qui­ve quid eo­rum, quae su­pra scrip­ta sunt, fa­ce­re cu­ra­ve­rit:

Marcian. lib. XIV. Inst. Das Zwölftafelgesetz gebietet, Den, der den Feind aufgereizt, oder einen Bürger dem Feinde übergeben hat, mit dem Tode zu bestrafen. Das Julische Gesetz über die Majestät verordnet, Der, welcher die öffentliche Majestät verletzt habe, hafte, dahin gehört Der, welcher im Kriege ausgerissen, oder eine Feste oder Lager verlassen hat.44Unser Text giebt diese verdorbene Stelle nach Hal., mir hat immer die Verbesserung des Nicol. Catharin. in Obs. et Conject. Lib. I. c. 6. ad h. l. sehr zugesagt, der so emendirt: qui in bellis cesserit, acie aut castris concesserit; concedere ist dann so viel als abire. In der That giebt weder die Vulg. noch die Flor. einen Sinn. Hal. Lesart ist offenbar eine Conjectur, und da die Catharinische besser ist, so stehe ich in der Wahl nicht an. Es sprechen auch die Basil. ὁ καταλιμπάνων ἀκρόπολιν dafür. S. auch Jens. p. 502. Durch dasselbe Gesetz haftet, wer ohne Befehl des Kaisers Krieg geführt, wer eine Aushebung von Soldaten gehalten, oder eine Armee angeworben, oder wer [als Provinzialpräsident], nachdem sein Nachfolger ernannt worden, demselben die Armee nicht übergeben hat, wer ein Generalkommando oder eine Armee des Römischen Volkes verlassen, und wer als Privatmann55S. Paganini Gaudendtii jurid. expos. Lib. II. c. 19. (T. O. III. p. 380.) je nach seinem Einfluss oder amtlichen Stellung etwas wissentlich arglistigerweise gethan, oder etwas von dem Vorgedachten durch Andere hat thun lassen,

Dig. 48,6,1Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Le­ge Iu­lia de vi pu­bli­ca te­ne­tur, qui ar­ma te­la do­mi suae agro­ve in­ve vil­la prae­ter usum ve­na­tio­nis vel iti­ne­ris vel na­vi­ga­tio­nis co­ege­rit.

Marcian. lib. XIV. Inst. Durch das Julische Gesetz von der öffentlichen Gewaltthätigkeit haftet Derjenige, wer Waffen und Geschosse in seinem Hause oder auf dem Lande in einem Landhause zu andern Zwecken als zum Gebrauch auf der Jagd, oder einer Reise, oder Seereise aufgehäuft hat.

Dig. 48,6,3Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. In ea­dem cau­sa sunt, qui tur­bae sed­itio­nis­ve fa­cien­dae con­si­lium in­ie­rint ser­vos­ve aut li­be­ros ho­mi­nes in ar­mis ha­bue­rint. 1Ea­dem le­ge te­ne­tur, qui pu­bes cum te­lo in pu­bli­co fue­rit. 2In ea­dem cau­sa sunt, qui pes­si­mo ex­em­plo con­vo­ca­tu sed­itio­ne vil­las ex­pug­na­ve­rint et cum te­lis et ar­mis bo­na ra­pue­rint. 3Item te­ne­tur, qui ex in­cen­dio ra­pue­rit ali­quid prae­ter ma­te­riam. 4Prae­ter­ea pu­ni­tur hu­ius le­gis poe­na, qui pue­rum vel fe­mi­nam vel quem­quam per vim stu­pra­ve­rit. 5Sed et qui in in­cen­dio cum gla­dio aut te­lo ra­pien­di cau­sa fuit vel pro­hi­ben­di do­mi­num res suas ser­va­re, ea­dem poe­na te­ne­tur. 6Ea­dem le­ge te­ne­tur, qui ho­mi­ni­bus ar­ma­tis pos­ses­so­rem do­mo agro­ve suo aut na­vi sua de­ie­ce­rit ex­pug­na­ve­rit

Marcian. lib. XIV. Inst. Ganz ebenso daran sind Diejenigen, welche einen Plan, um Aufruhr und Tumult zu erregen, eingegangen sind, und Sclaven oder freie Menschen in Waffen gehabt haben. 1Durch dasselbe Gesetz haftet der, wer, wenn er mündig ist, öffentlich bewaffnet erschienen ist. 2Ferner gehören hieher Diejenigen, die verbrecherischerweise einen Aufstand erregt, Landhäuser gestürmt und mit Waffen und Schwertern versehen Vermögensstücke geraubt haben. 3Es haftet ferner Der, wer von einer Feuersbrunst etwas Anderes als Baumaterial geraubt hat. 4Ausserdem wird mit der Strafe dieses Gesetzes Der belegt, wer einen Knaben, eine Frau, oder irgend eine andere Person genothzüchtigt hat. 5Auch wer auf einem Brandplatze mit dem Schwert oder einer Waffe des Raubens halber gewesen, oder um den Eigenthümer an Rettung seiner Sachen zu hindern, wird ebenso bestraft werden. 6Durch dasselbe Gesetz haftet ferner Derjenige, wer einen Besitzer mit Bewaffneten aus seinem Hause, Acker oder Schiffe getrieben, es erobert, oder ihn in Furcht gesetzt hat,

Dig. 48,6,5Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. qui coe­tu con­ver­su tur­ba sed­itio­ne in­cen­dium fe­ce­rit: qui­que ho­mi­nem do­lo ma­lo in­clu­se­rit ob­se­de­rit: qui­ve fe­ce­rit, quo mi­nus se­pe­lia­tur, quo ma­gis fu­nus di­ri­pia­tur dis­tra­ha­tur: qui­ve per vim si­bi ali­quem ob­li­ga­ve­rit, nam eam ob­li­ga­tio­nem lex re­scin­dit. 1Si de vi et pos­ses­sio­ne vel do­mi­nio quae­ra­tur, an­te co­gnos­cen­dum de vi quam de pro­prie­ta­te rei di­vus Pius τῷ κοινῷ τῶν Θεσσαλῶν Grae­ce re­scrip­sit: sed et de­cre­vit, ut prius de vi quae­ra­tur quam de iu­re do­mi­nii si­ve pos­ses­sio­nis. 2Qui va­can­tem mu­lie­rem ra­puit vel nup­tam, ul­ti­mo sup­pli­cio pu­ni­tur et, si pa­ter in­iu­riam suam pre­ci­bus ex­ora­tus re­mi­se­rit, ta­men ex­tra­neus si­ne quin­quen­nii prae­scrip­tio­ne reum pos­tu­la­re pot­erit, cum rap­tus cri­men le­gis Iu­liae de ad­ul­te­ris po­tes­ta­tem ex­ce­dit.

Marcian. lib. XIV. Inst. wer bei Versammlungen, Zusammenlauf, Tumult oder Aufruhr eine Feuersbrunst gestiftet, wer einen Menschen arglistigerweise eingeschlossen, belagert, oder es dahingebracht hat, dass eine Leiche nicht begraben, sondern geraubt und verkauft ward, und wer sich einen Andern durch Gewalt verbindlich gemacht hat; denn eine solche Verbindlichkeit hebt das Gesetz auf. 1Wenn wegen Gewaltthätigkeit und Besitz oder Eigenthum Frage entsteht, so muss zuvörderst über die Gewalt, und dann über das Eigenthum der Sache entschieden werden, hat Divus Pius τῷ Κοινῷ τῶν Θεσσαλῶν (der Gemeine der Thessaler) in griechischer Sprache rescribirt; auch hat er decretirt, es solle zuerst über die Gewaltthätigkeit und sodann über das Eigenthuns- oder Besitzrecht untersucht werden. 2Wer eine ledige oder verheirathete Frauensperson geraubt hat, wird mit dem Tode gestraft, und wenn der Vater ihm sein Verbrechen, durch Bitten erweicht, verziehen hat, so wird doch ein Dritter denselben, ohne [dass] die Einrede des Verlaufs der fünfjährigen Frist [statthätte], anklagen können, da das Verbrechen des Raubes die Wirkung des Julischen Gesetzes über den Ehebruch übersteigt.

Dig. 48,7,1Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. De vi pri­va­ta dam­na­ti pars ter­tia bo­no­rum ex le­ge Iu­lia pu­bli­ca­tur et cau­tum est, ne se­na­tor sit, ne de­cu­rio, aut ul­lum ho­no­rem ca­piat, ne­ve in eum or­di­nem se­deat, ne­ve iu­dex sit: et vi­de­li­cet om­ni ho­no­re qua­si in­fa­mis ex se­na­tus con­sul­to ca­re­bit. 1Ea­dem poe­na ad­fi­ciun­tur, qui ad poe­nam le­gis Iu­liae de vi pri­va­ta red­igun­tur, et si quis ex nau­fra­gio do­lo ma­lo quid ra­pue­rit. 2Sed et ex con­sti­tu­tio­ni­bus prin­ci­pum ex­tra or­di­nem, qui de nau­fra­giis ali­quid di­ri­pue­rint, pu­niun­tur: nam et di­vus Pius re­scrip­sit nul­lam vim nau­tis fie­ri de­be­re et, si quis fe­ce­rit, ut se­ve­ris­si­me pu­nia­tur.

Marcian. lib. XIV. Inst. Wer wegen Privatgewaltthätigkeit verurtheilt worden, von dessen Vermögen wird der dritte Theil confiscirt, und ist dabei verordnet worden, dass er weder Senator, noch Decurio, roch irgend eines Ehrenamts theilhaftig werden, noch im Decurionenstande bleiben66S. Bynkersh. Obs. VI. 15. der dieses Gesetz gegen des Cujac. Obs. XI. 16. Emendationen vertheidigt und erklärt., noch Richter sein dürfe, und er wird also dem Senatsbeschluss zufolge, wie ein Infamirter, aller Ehre baar sein. 177quasi infam. ex SCto. carebit. §. 1. Ead. poena afficiuntur, qui ad poen. leg. J. de vi p. rediguntur etc. Dass diese Stellung der Worte keinen Sinn gebe, fühlte Cujac. l. l. und setzte ex SCto. hinter qui. Bynkersh. setzte es zu Anfang des §. 1. also hinter carebit, allein ich sehe damit nicht ein, was für den Sinn gewonnen ist; dass ex SCto. zu §. 1. gezogen werden müsste, ist wol klar, indessen gewinnen wir mit Bynkersh. bei weitem weniger als mit Cujac. Allein man kann wohl auch die Worte unverändert lassen, und der Sinn giebt sich dann von selbst so, wie ich oben übersetzt habe, wobei man ex SCto. in Gedanken wiederholt. Uebrigens gestehe ich offen, dass mir alle diese Erklärungen noch nicht genügen, denn wer sind nun die, qui afficiuntur? Eine so allgemeine Bezugnahme auf das SCt. wäre hier übel angebracht; und et si quis etc. stände sehr isolirt hinterher. Ich glaube, dass letztere einzig und allein gemeint sind, denn die Construction afficiuntur — si quis ist in der obigen Zusammenstellung keine Seltenheit, und der §. 2. zeigt deutlich dafür, und dann emendire ich für qui ad durch Gemination entweder quiAd = quia ad, oder behalte auch qui und nehme es für quia, wie öfters in dieser Verbindung, als Zwischensatz, et si etc. ist dann = etiamsi. Mit derselben Strafe werden Diejenigen belegt, welche [nach dem Senatsbeschluss] mit unter die Strafe des Julischen Gesetzes über Privatgewaltthätigkeit begriffen werden, und wenn einer arglistigerweise etwas aus einem Schiffbruch geraubt hat. 2Auch werden durch die Constitutionen der Kaiser Diejenigen, welche aus Schiffbrüchen etwas geraubt haben, ausserordentlicherweise gestraft; denn so hat z. B. Divus Pius rescribirt, dass Niemand gegen die Schiffer Gewaltthätigkeiten verüben solle, und wer es gethan, auf’s strengste gestraft werden solle.

Dig. 48,8,1Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Le­ge Cor­ne­lia de si­ca­riis et ve­ne­fi­cis te­ne­tur, qui ho­mi­nem oc­ci­de­rit: cu­ius­ve do­lo ma­lo in­cen­dium fac­tum erit: qui­ve ho­mi­nis oc­ci­den­di fur­ti­ve fa­cien­di cau­sa cum te­lo am­bu­la­ve­rit: qui­ve, cum ma­gis­tra­tus es­set pu­bli­co­ve iu­di­cio prae­es­set, ope­ram de­dis­set, quo quis fal­sum iu­di­cium pro­fi­te­re­tur, ut quis in­no­cens con­ve­ni­re­tur con­dem­na­re­tur. 1Prae­ter­ea te­ne­tur, qui ho­mi­nis ne­can­di cau­sa ve­ne­num con­fe­ce­rit de­de­rit: qui­ve fal­sum tes­ti­mo­nium do­lo ma­lo di­xe­rit, quo quis pu­bli­co iu­di­cio rei ca­pi­ta­lis dam­na­re­tur: qui­ve ma­gis­tra­tus iu­dex­ve quaes­tio­nis ob ca­pi­ta­lem cau­sam pe­cu­niam ac­ce­pe­rit ut pu­bli­ca le­ge reus fie­ret. 2Et qui ho­mi­nem oc­ci­de­rit, pu­ni­tur non ha­bi­ta dif­fe­ren­tia, cu­ius con­di­cio­nis ho­mi­nem in­ter­emit. 3Di­vus Ha­d­ria­nus re­scrip­sit eum, qui ho­mi­nem oc­ci­dit, si non oc­ci­den­di ani­mo hoc ad­mi­sit, ab­sol­vi pos­se, et qui ho­mi­nem non oc­ci­dit, sed vul­ne­ra­vit, ut oc­ci­dat, pro ho­mi­ci­da dam­nan­dum: et ex re con­sti­tuen­dum hoc: nam si gla­dium strin­xe­rit et in eo per­cus­se­rit, in­du­bi­ta­te oc­ci­den­di ani­mo id eum ad­mi­sis­se: sed si cla­vi per­cus­sit aut cuc­cu­ma in ri­xa, quam­vis fer­ro per­cus­se­rit, ta­men non oc­ci­den­di ani­mo. le­nien­dam poe­nam eius, qui in ri­xa ca­su ma­gis quam vo­lun­ta­te ho­mi­ci­dium ad­mi­sit. 4Item di­vus Ha­d­ria­nus re­scrip­sit eum, qui stu­prum si­bi vel suis per vim in­fe­ren­tem oc­ci­dit, di­mit­ten­dum. 5Sed et in eum, qui uxo­rem de­pre­hen­sam in ad­ul­te­rio oc­ci­dit, di­vus Pius le­vio­rem poe­nam ir­ro­gan­dam es­se scrip­sit, et hu­mi­lio­re lo­co po­si­tum in ex­ilium per­pe­tuum da­ri ius­sit, in ali­qua dig­ni­ta­te po­si­tum ad tem­pus rele­ga­ri.

Marcian. lib. XIV. Inst. Durch das Cornelische Gesetz von den Mördern und Giftmischern haftet Derjenige, wer einen Menschen ermordet hat; ferner Der, durch dessen Arglist eine Feuersbrunst entstanden ist; wer, um einen Menschen zu erschlagen, oder einen Diebstahl zu begehen, mit Waffen umhergegangen ist; wer als Staatsbeamter und Präsident in einem öffentlichen Verfahren sich bemühet hat, dass Einer eine falsche Anzeige88Indicium, Budaeus Annot. rel. in Pand. p. 32. erklärt dies: ultro se offerre et consortes criminis deferre. S. Bynkershoek Obs. I. 7. Brencmann ad l. Remm. cap. 4. (T. O. III. 1583.) machte, damit ein Unschuldiger belangt und verurtheilt werde. 1Ausserdem haftet Derjenige, wer, um einen Menschen zu morden, Gift bereitet und gegeben, wer arglistigerweise falsches Zeugniss ausgesagt hat, damit Jemand dadurch in einem öffentlichen Verfahren über eine Capitalsache verurtheilt werde, und wer als Staatsbeamter oder Richter in einer Untersuchung über eine Capitalsache Geld angenommen hat, damit Jemand nach einem Gesetze über ein öffentliches Verfahren angeklagt werde. 2Wer einen Menschen ermordet hat, der haftet ohne allen Unterschied, von welchem Stande der Ermordete gewesen. 3Divus Hadrianus hat rescribirt: wer einen Menschen erschlagen, ohne die Absicht zu morden gehabt zu haben, könne losgesprochen werden, und wer einen Menschen zwar nicht erschlagen, aber ihn verwundet habe, um ihn zu ermorden, müsse als Menschenmörder verurtheilt werden; und zwar müsse dieses nach den Umständen abgemessen werden; habe er nemlich ein Schwert gezückt und damit einen Streich ausgeführt, so habe er es unbezweifelt in mordsüchtiger Absicht gethan; hat er aber im Zank mit einem Schlüssel oder einer Kette geschlagen, so muss, wenn er auch mit Eisen geschlagen hat, jedoch nicht in mörderischer Absicht, seine Strafe gemildert werden, indem er im Zank vielmehr durch Zufall als mit Willen einen Mord begangen hat. 4Ebenso hat Divus Hadrianus rescribirt: dass, wer den ihm oder den Seinigen eine Schwächung Zufügenden tödtet, freiausgehe. 5Auch Der, wer seine im Ehebruch ergriffene Frau getödtet hat, hat Divus Pius rescribirt, müsse leichter bestraft werden; war er von niederer Classe, so befahl er, ihn in immerwährende Verbannung zu bringen, wenn aber von etwas höherem Range, auf Zeit zu verweisen.

Dig. 48,8,3Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Eius­dem le­gis Cor­ne­liae de si­ca­riis et ve­ne­fi­cis ca­pi­te quin­to, qui ve­ne­num ne­can­di ho­mi­nis cau­sa fe­ce­rit vel ven­di­de­rit vel ha­bue­rit, plec­ti­tur. 1Eius­dem le­gis poe­na ad­fi­ci­tur, qui in pu­bli­cum ma­la me­di­ca­men­ta ven­di­de­rit vel ho­mi­nis ne­can­di cau­sa ha­bue­rit. 2Ad­iec­tio au­tem is­ta ‘ve­ne­ni ma­li’ os­ten­dit es­se quae­dam et non ma­la ve­nena. er­go no­men me­dium est et tam id, quod ad sa­nan­dum, quam id, quod ad oc­ci­den­dum pa­ra­tum est, con­ti­net, sed et id quod ama­to­rium ap­pel­la­tur: sed hoc so­lum no­ta­tur in ea le­ge, quod ho­mi­nis ne­can­di cau­sa ha­bet. sed ex se­na­tus con­sul­to rele­ga­ri ius­sa est ea, quae non qui­dem ma­lo ani­mo, sed ma­lo ex­em­plo me­di­ca­men­tum ad con­cep­tio­nem de­dit, ex quo ea quae ac­ce­pe­rat de­ces­se­rit. 3Alio se­na­tus con­sul­to ef­fec­tum est, ut pig­men­ta­rii, si cui te­me­re cic­utam sa­la­man­dram aco­ni­tum pi­tuo­cam­pas aut bu­bro­s­tim man­dra­go­ram et id, quod lus­tra­men­ti cau­sa de­de­rit can­th­a­ri­das, poe­na te­nean­tur hu­ius le­gis. 4Item is, cu­ius fa­mi­lia scien­te eo apis­cen­dae re­ci­pe­ran­dae pos­ses­sio­nis cau­sa ar­ma sump­se­rit: item qui auc­tor sed­itio­nis fue­rit: et qui nau­fra­gium sup­pres­se­rit: et qui fal­sa in­di­cia con­fes­sus fue­rit con­fi­ten­da­ve cu­ra­ve­rit, quo quis in­no­cens cir­cum­ve­ni­re­tur: et qui ho­mi­nem li­bi­di­nis vel pro­mer­cii cau­sa cas­tra­ve­rit, ex se­na­tus con­sul­to poe­na le­gis Cor­ne­liae pu­ni­tur. 5Le­gis Cor­ne­liae de si­ca­riis et ve­ne­fi­cis poe­na in­su­lae de­por­ta­tio est et om­nium bo­no­rum ad­emp­tio. sed so­lent ho­die ca­pi­te pu­ni­ri, ni­si ho­nes­tio­re lo­co po­si­ti fue­rint, ut poe­nam le­gis sus­ti­neant: hu­mi­lio­res enim so­lent vel bes­tiis sub­ici, al­tio­res ve­ro de­por­tan­tur in in­su­lam. 6Trans­fu­gas li­cet, ubi­cum­que in­ven­ti fue­rint, qua­si hos­tes in­ter­fi­ce­re.

Marcian. lib. XIV. Inst. In desselben Cornelischen Gesetzes von den Mördern und Giftmischern fünftem Hauptstück wird Derjenige gestraft, wer schädliches Gift99Es möchte wohl unmöglich sein, einen andern Ausdruck, als Gift für malum venenum zu suchen, indessen bedeutet es auch ohne Zusatz allemal das malum., um einen Menschen zu tödten, bereitet, verkauft oder gehabt hat. 1Die Strafe desselben Gesetzes trifft Den, wer öffentlich schlechte Arzneimittel verkauft oder, um einen Menschen zu tödten, gehabt hat. 2Der Zusatz von schädlichem Gifte zeigt, dass es auch einige unschädliche Gifte giebt. Der Name ist also ein Doppelbegriff, und enthält sowohl Das, was zum Heilen bereitet worden, als was zum Mord, aber auch den sogenannten Liebestrank. In diesem Gesetze ist aber blos davon die Rede, was Einer hat, um einen Menschen um’s Leben zu bringen. Einem Senatsbeschluss zufolge ist befohlen worden, diejenige Frau zu verweisen, welche zwar nicht in böser Absicht, aber doch zum bösen Beispiele ein Arzneimittel zur Beförderung der Schwangerschaft gab, nach dessen Einnahme die Empfängerin gestorben ist. 3Durch einen andern Senatsbeschluss ist festgesetzt worden, dass die Salbenhändler1010Pigmentarii, s. Duker. l. l. p. 423., welche leichtsinnigerweise Schierling1111Cicuta, s. Plin. H. N. Lib. XXV. §. 95., Salamander1212s. Plin. H. N. Lib. X. §. 86., Eisenhut1313Aconitum, s. Plin. H. N. Lib. XXVII. §. 2., Fichtenraupen1414Pityocampae., oder Buprestis1515Soll ein giftiger Käfer sein, s. Plin. H. N. Lib. XXIII. §. 18., Alraun1616Mandragora, s. Plin. H. N. Lib. XXV. §. 94., spanische Fliegen1717Cantharidae, s. Plin. H. N. Lib. XI. §. 41., alles dieses wird für Gift gehalten., oder ein Mittel zur Reinigung gegeben haben, durch die Strafe dieses Gesetzes haften sollen. 4Ferner Derjenige, dessen Gesinde mit seinem Vorwissen sich bewaffnete, um einen Besitz zu erlangen, oder wiederzuerlangen. Ingleichen wer der Anstifter eines Aufruhrs gewesen, wer schiffbrüchiges Gut untergeschlagen1818Naufragium suppresserit; Budaeus l. l. p. 38. emendirt wissentlich gegen aller Codd. Autorität naufragum, und interpretirt supprimere durch in vinculis habere ad opus faciendum. Diese Erklärung lasse ich mir in l. 3. in f. de incendio etc. gern gefallen, allein hier ist naufragium das schiffbrüchige Gut. Ganz unzweifelhaft entscheidet dies Nov. 64. Leonis., wer falsche Anzeigen1919Budaeus l. l. will statt f. indicia confessus fuerit lesen professus, und nachher profitenda; allein Haloand. liest schon ebenso. Dass confiteri nicht in der gewöhnlichen Bedeutung zu nehmen sei, ist nun wohl klar; es giebt ja aber mehr Worte mit con und pro anfangend, die promiscue gebraucht werden, s. Anm. 12. zu l. 2. §. 7. D. de o. j. Indicium ist in specie die Anzeige eines Verbrechens, wo impunitas dem index zu Theil wurde, der Mitwisser war, s. Budaeus l. l. gemacht hat, oder hat machen lassen, wodurch ein Unschuldiger umgarnt werden sollte, und wer aus Wollust oder zum Verkauf einen freien Menschen castrirt hat, der wird dem Senatsbeschlusse nach mit der Strafe des Cornelischen Gesetzes belegt. 5Die Strafe des Cornelischen Gesetzes von den Mördern und Giftmischern ist die Deportation auf eine Insel und Verlust des ganzen Vermögens. Heutigen Tages werden sie aber mit dem Tode bestraft, ausser wenn sie von höherm Stande sind, sodass sie [nur] die Strafe des Gesetzes trifft2020Quam ut, ich lese mit der Flor. die quam herauswirft.; denn Leute niederer Classe werden in der Regel den wilden Thieren vorgeworfen, höheren Ranges aber auf eine Insel deportirt. 6Ueberläufer, ist es gestattet, überall, wo man sie findet, wie Feinde zu tödten.

Dig. 48,9,1Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Le­ge Pom­peia de par­ri­ci­diis ca­ve­tur, ut, si quis pa­trem ma­trem, avum aviam, fra­trem so­ro­rem pa­true­lem ma­true­lem, pa­truum avun­cu­lum ami­tam, con­so­bri­num con­so­bri­nam, uxo­rem vi­rum ge­ne­rum so­crum, vi­tri­cum, pri­vi­gnum pri­vi­gnam, pa­tro­num pa­tro­nam oc­ci­de­rit cu­ius­ve do­lo ma­lo id fac­tum erit, ut poe­na ea te­n­ea­tur quae est le­gis Cor­ne­liae de si­ca­riis. sed et ma­ter, quae fi­lium fi­liam­ve oc­ci­de­rit, eius le­gis poe­na ad­fi­ci­tur, et avus, qui ne­po­tem oc­ci­de­rit: et prae­ter­ea qui emit ve­ne­num ut pa­tri da­ret, quam­vis non po­tue­rit da­re.

Marcian. lib. XIV. Inst. Durch das Pompejische Gesetz über die Verwandtenmörder wird vorgeschrieben, dass, wer Vater, Mutter, Grossvater, Grossmutter, Bruder, Schwester, Vatersgeschwisterkind, Muttergeschwisterkind, Vatersbruder, Mutterbruder, Vaterschwester, Mutterschwester, Geschwisterkinder, Mann, Frau, Schwiegersohn, Schwiegertochter, Schwiegervater, Schwiegermutter, Stiefvater, Stiefsohn, Stieftochter, Freilasser oder Freilasserin getödtet hat, oder durch wessen Arglist es geschehen sein wird, dieselbe Strafe erleiden solle, welche durch das Cornelische Gesetz über die Mörder vorgeschrieben ist. Auch die Mutter, welche ihren Sohn oder Tochter getödtet hat, wird mit der Strafe dieses Gesetzes belegt, so wie der Grossvater, welcher den Enkel getödtet hat, und endlich auch Der, wer Gift gekauft hat, es seinem Vater zu geben, wenn er es ihm auch nicht hat beibringen können.

Dig. 48,9,3Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Sed scien­dum est le­ge Pom­peia de con­so­bri­no com­pre­hen­di, sed non et­iam eos pa­ri­ter com­plec­ti, qui pa­ri pro­pio­re­ve gra­du sunt. sed et no­ver­cae et spon­sae per­so­nae omis­sae sunt, sen­ten­tia ta­men le­gis con­ti­nen­tur:

Marcian. lib. XIV. Inst. Es ist zu bemerken, dass im Pompejischen Gesetze auch von den Geschwisterkindern die Rede ist, allein es werden nicht Diejenigen gerade gleichmässig inbegriffen, die in gleicher oder näherer Abstufung stehen. Dagegen sind die Personen der Stiefmutter und der Braut zwar ausgelassen, sind jedoch dem Sinne nach darin begriffen,

Dig. 48,9,5Idem li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Di­vus Ha­d­ria­nus fer­tur, cum in ve­na­tio­ne fi­lium suum qui­dam ne­ca­ve­rat, qui no­ver­cam ad­ul­te­ra­bat, in in­su­lam eum de­por­tas­se, quod la­tro­nis ma­gis quam pa­tris iu­re eum in­ter­fe­cit: nam pa­tria po­tes­tas in pie­ta­te de­bet, non atro­ci­ta­te con­sis­te­re.

Idem lib. XIV. Inst. Es wird erzählt, Divus Hadrianus habe, als [ein Vater] seinen Sohn, der mit der Stiefmutter Ehebruch getrieben, auf der Jagd getödtet hatte, denselben auf eine Insel deportiren lassen, indem er ihn mehr nach Strassenräuberart, als vermöge seines Rechts als Vater ums Leben gebracht habe, denn die väterliche Gewalt müsse sich in Liebe und nicht in Grausamkeit äussern.

Dig. 48,10,1Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Poe­na le­gis Cor­ne­liae ir­ro­ga­tur ei, qui fal­sas tes­ta­tio­nes fa­cien­das tes­ti­mo­nia­ve fal­sa in­spi­cien­da do­lo ma­lo co­ie­ce­rit. 1Item ob in­struen­dam ad­vo­ca­tio­nem tes­ti­mo­nia­ve pe­cu­niam ac­ce­pe­rit pac­tus­ve fue­rit so­cie­ta­tem co­ie­rit ad ob­li­ga­tio­nem in­no­cen­tium, ex se­na­tus con­sul­to co­er­ce­tur. 2Sed et si quis ob re­nun­tian­dum re­mit­ten­dum­ve tes­ti­mo­nium di­cen­dum vel non di­cen­dum pe­cu­niam ac­ce­pe­rit, poe­na le­gis Cor­ne­liae ad­fi­ci­tur. et qui iu­di­cem cor­ru­pe­rit cor­rum­pen­dum­ve cu­ra­ve­rit. 3Sed et si iu­dex con­sti­tu­tio­nes prin­ci­pum neg­le­xe­rit, pu­ni­tur. 4Qui in ra­tio­ni­bus ta­bu­lis ce­ris­ve vel alia qua re si­ne con­sig­na­tio­ne fal­sum fe­ce­rint vel rem amo­ve­rint, per­in­de ex his cau­sis, at­que si erant fal­sa­rii, pu­niun­tur. sic et di­vus Se­ve­rus le­ge Cor­ne­lia de fal­sis dam­na­vit prae­fec­tum Ae­gyp­ti, quod in­stru­men­tis suis, cum prae­erat pro­vin­ciae, fal­sum fe­cit. 5Is, qui ape­rue­rit vi­vi tes­ta­men­tum, le­gis Cor­ne­liae poe­na te­ne­tur. 6Is, qui de­po­si­ta in­stru­men­ta apud alium ab eo pro­di­ta es­se ad­ver­sa­riis suis di­cit, ac­cu­sa­re eum fal­si pot­est. 7Ad tes­ta­men­ta mi­li­tum se­na­tus con­sul­tum per­ti­net, quo le­ge Cor­ne­lia te­nen­tur, qui si­bi le­ga­tum fi­dei­com­mis­sum­ve ad­scrip­se­rint. 8In­ter fi­lium et ser­vum et ex­tra­neum tes­ta­men­tum scri­ben­tes hoc in­ter­est, quod in ex­tra­neo, si spe­cia­li­ter sub­scrip­tio fac­ta est ‘quod il­li dic­ta­vi et re­co­gno­vi’, poe­na ces­sat et ca­pi pot­est, in fi­lio vel ser­vo vel ge­ne­ra­lis sub­scrip­tio suf­fi­cit et ad poe­nam evi­tan­dam et ad ca­pien­dum. 9Ex il­la quo­que cau­sa fal­si poe­nae quis sub­ici­tur (ut di­vi quo­que Se­ve­rus et An­to­ni­nus con­sti­tue­runt), ut tu­to­res et cu­ra­to­res et qui of­fi­cio de­po­si­to non re­sti­tue­runt tu­te­lam vel cu­ra­tio­nem cum fis­co con­tra­he­re non pos­sint ac, si quis ad­ver­sus hanc le­gem pro­fec­tus ae­ra­rio ob­rep­se­rit, ut per­in­de pu­nia­tur, ac si fal­sum com­mi­sis­set. 10Sed ad il­los hoc non per­ti­net (ut idem prin­ci­pes re­scrip­se­runt), qui an­te­quam tu­te­lam sus­ci­pe­rent haec ges­se­runt: nec enim ex­cu­sa­tio­nes ad­mi­sis­se, sed frau­des ex­clu­sis­se. 11Idem prin­ci­pes re­scrip­se­runt ita de­mum eum, qui ra­tio­nem tu­te­lae vel cu­rae non­dum red­di­dit, cum fis­co con­tra­he­re non de­be­re, si vi­vat is, cu­ius tu­te­la ad­mi­nis­tra­ta est: nam si de­ces­se­rit, li­cet non­dum he­redi eius ra­tio­nem red­di­de­rit, iu­re eum con­tra­he­re. 12Sed si iu­re he­redi­ta­rio suc­ces­se­runt in fis­ca­lem con­trac­tum tu­tor vel cu­ra­tor, li­cet an­te ra­tio­nem red­di­tam: non pu­to poe­nam lo­cum ha­be­re, li­cet ad­huc vi­vat is, cu­ius tu­te­la vel cu­ra ad­mi­nis­tra­ta est. 13Poe­na fal­si vel qua­si fal­si de­por­ta­tio est et om­nium bo­no­rum pu­bli­ca­tio: et si ser­vus eo­rum quid ad­mi­se­rit, ul­ti­mo sup­pli­cio ad­fi­ci iu­be­tur.

Marcian lib. XIV. Inst. Die Strafe des Cornelischen Gesetzes wird Dem auferlegt, wer arglistigerweise einen Anschlag mit noch Jemand gemacht, um falsches Gezeugniss zu verfertigen und sich selbst einander falsches Zeugniss auszusagen. 1Ingleichen wird Derjenige, wer der Anwaltschaft oder zu Zeugenaussagen behülflich zu sein, Geld empfangen, oder einen Vergleich, oder ein Complott eingegangen ist2121M. s. die vortreffliche Erklärung dieser Stelle bei Bynkersh. Obs. l. III. c. 19., um Unschuldige zu verstricken, durch den Senatsbeschluss bestraft. 2Auch wer zur Benennung oder Fallenlassen eines Zeugen2222Ob denuntiandum remittendumve testimonium, Bynk. eod. c. 20. es ist besonders der accusator gemeint., zur Aussage oder Nichtaussage eines Zeugnisses Geld erhalten hat, wird mit der Strafe des Cornelischen Gesetzes belegt, und wer den Richter bestochen, oder hat bestechen lassen. 3Auch der Richter, welcher die Constitutionen der Kaiser vernachlässigt hat, wird bestraft. 4Wer in Rechnungen, oder Urkunden2323In tabulis cerisve, s. Bynkersh. l. l. c. 21., oder irgend einer andern Sache, welche nicht mit Siegeln versehen ist2424Sine consignatione, so nach der Marginalnote bei Russard. die Bynkersh. billigt; an diesen, sagt Ersterer, lässt sich am leichtesten verfälschen. Mir scheint die alia qua res (= tabula) sine consignatione besonders den vorhergenannten Arten von Documenten entgegengesetzt zu sein, die in der Regel consignatae sein mochten., eine Verfälschung begangen, oder dieselben ganz abhanden gebracht2525Rem amoverint, Bynkersh. l. l., wird aus diesen Gründen als ein Verfälscher bestraft. So hat auch Divus Severus einen Präfecten von Aegypten, der während seiner Amtsverwaltung seine Papiere2626Instrumenta sind literae publicae, diplomata etc. Bynkershoek l. l. verfälscht hatte, nach dem Cornelischen Gesetze über Verfalschung bestraft. 5Wer eines noch Lebenden Testament eröffnet hat, wird mit der Strafe des Cornelischen Gesetzes über Verfälschung bestraft. 6Wer angiebt, es habe Derjenige, bei dem er Urkunden niedergelegt, dieselben seinen Gegnern verrathen, kann denselben wegen Verfälschung anklagen. 7Der Senatsbeschluss bezieht sich mit auf die Testamente der Soldaten, wodurch Diejenigen nach dem Cornelischen Gesetze bestraft werden, welche sich ein Vermächtniss oder ein Fideicommiss selbst zugeschrieben2727Dies ist in der That als geschrieben von den Testamentsconcipienten zu verstehen. haben. 8Zwischen einem Sohn und Sclaven, und einem Dritten, wenn sie ein Testament aufsetzen, ist der Unterschied, dass in Ansehung des Letztern, wenn ausdrücklich der Zusatz unterschriftlich [Seiten des Testators] beigefügt worden ist: das habe ich ihm dictirt, und selbst belesen, alle Strafe wegfällt und Erwerbung stattfindet; in Ansehung eines Sohnes oder Sclaven aber genügt sowohl zur Vermeidung der Strafe, als zum Erwerb die Unterschrift allein ohne weitern Beisatz. 9Auch aus dem Grunde wird Jemand mit der Strafe der Verfälschung belegt, wie Divus Severus und Divus Antoninus verordnet haben, dass Vormünder und Curatoren, und Diejenigen, welche nach Niederlegung ihres Amts nicht von der Verwaltung der Vormundschaft oder Curatel Rechnung abgelegt haben, mit dem Fiscus nicht contrahiren können, wie wenn Jemand diesem Gesetze zuwiderhandelnd den öffentlichen Schatz hintergangen, sodass er desfalls gestraft wird, wie wenn er eine Verfälschung begangen hätte2828Dieser §. ist schwierig construirt, um den Sinn klar zu fassen; er will sagen: der Umstand, dass Vormünder, die noch keine Rechnung abgelegt haben, nicht mit dem Fiscus contrahiren können, ist ein Grund, sie wegen Verfälschung zu bestrafen, wenn sie, Ersteres verschweigend, Letzteres thun.. 10Dies bezieht sich aber auf Diejenigen, wie dieselben Kaiser rescribirt haben, nicht, welche vor Uebernahme der Vormundschaft [mit dem Fiscus] Geschäfte eingegangen sind; denn es gereicht ihnen Letzteres nicht zu einem Ablehnungsgrunde [der Vormundschaft], sondern nur zum Ausschluss der betrügerischen Absicht. 11Dieselben Kaiser haben rescribirt, dass, wer von einer geführten Vormundschaft oder Curatel noch keine Rechnung abgelegt habe, nur dann nicht mit dem Fiscus contrahiren dürfe, wenn Derjenige, dessen Vormundschaft er geführt, am Leben sei; denn sei er gestorben, so könne der Vormund rechtmässigerweise contrahiren, wenn er dessen Erben auch noch keine Rechnung abgelegt habe. 12Sind aber Vormund oder Curator in einen fiscalischen Contract vermöge Erbrechts nachgefolgt, wenn auch vor abgelegter Rechnung, so findet meines Erachtens keine Strafe statt, wenn auch Der noch am Leben ist, dessen Vormundschaft oder Curatel verwaltet worden ist. 13Die Strafe der Fälschung oder Quasifälschung ist die Deportation und Confiscation des gesammten Vermägens, und wenn ein Sclave Etwas der Art begangen, so wird er mit dem Tode bestraft.

Dig. 48,11,1Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Lex Iu­lia re­pe­tun­da­rum per­ti­net ad eas pe­cu­nias, quas quis in ma­gis­tra­tu po­tes­ta­te cu­ra­tio­ne le­ga­tio­ne vel quo alio of­fi­cio mu­ne­re mi­nis­te­rio­ve pu­bli­co ce­pit, vel cum ex co­hor­te cu­ius eo­rum est. 1Ex­ci­pit lex, a qui­bus li­cet ac­ci­pe­re: a so­bri­nis pro­pio­re­ve gra­du co­gna­tis suis, uxo­re.

Marcian. lib. XIV. Inst. Das Julische Gesetz über Beugung des Rechts aus Parteilichkeit2929Repetundarum, sc. pecuniarum (T. O. III. p. 1436), lässt sich nicht anders geben; aus dem Römischen Namen aber erklärt sich der Anfang des Gesetzes. Vgl. Tittmann a. a. O. §. 239. betrifft diejenigen Gelder, die Jemand in einer amtlichen Stellung, Macht, Curatel, Legation, oder irgend einem andern Dienst, Amt, oder öffentlicher Anstellung3030S. Cujac. Obs. VII. 9. stehend angenommen hat, oder [Einer] während er zu deren Gefolge gehörte3131S. Voorda Obs. et Emend. c. 17. Cohors praetoris (etc.) sunt comites, praefecti, scribae, medici, accensi, s. Cic. in Verr. II. 4. ad Att. VII. 2. (Ernesti Clav. Cic.). 1Das Gesetz nimmt folgende Personen aus, von denen man etwas annehmen darf, die Geschwisterkinder und alle in näherer Abstufung Verwandte und die Gattin3232Es bedarf kaum der Bemerkung, dass diese Stelle mit l. 6. in f. u. 7. §. 1. dem vorausgesetzten Falle nach gleich gedacht werden muss..

Dig. 48,13,4Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Le­ge Iu­lia pe­cu­la­tus te­ne­tur, qui pe­cu­niam sa­cram re­li­gio­sam abs­tu­le­rit in­ter­ce­pe­rit. 1Sed et si do­na­tum deo im­mor­ta­li abs­tu­le­rit, pe­cu­la­tus poe­na te­ne­tur. 2Man­da­tis au­tem ca­ve­tur de sa­c­ri­le­giis, ut prae­si­des sa­c­ri­le­gos la­tro­nes pla­gia­rios con­qui­rant et ut, pro­ut quis­que de­li­que­rit, in eum anim­ad­ver­tant. et sic con­sti­tu­tio­ni­bus ca­ve­tur, ut sa­c­ri­le­gi ex­tra or­di­nem dig­na poe­na pu­nian­tur.

Marcian. lib. XIV. Inst. Durch das Julische Gesetz über Cassendiebstahl haftet Derjenige, wer heilige oder religiöse Gelder entwendet, oder unterschlagen hat. 1Auch wer etwas der unsterblichen Gottheit Geweihtes entwendet hat, wird mit der Strafe des Cassendiebstahls belegt. 2Durch kaiserliche Mandate wird verordnet, dass die Präsidenten den Tempelräubern, Strassenräubern und Plagiariern nachstellen und jeden nach seinem Verbrechen bestrafen sollen. Und so wird auch durch Constitutionen für die Tempelräuber eine wohlverdiente Strafe ausserordentlicherweise bestimmt.

Dig. 48,13,5Idem li­bro quar­to de­ci­mo. Le­ge Iu­lia de re­si­duis te­ne­tur is, apud quem ex lo­ca­tio­ne, emp­tio­ne, ali­men­ta­ria ra­tio­ne, ex pe­cu­nia quam ac­ce­pit alia­ve qua cau­sa pe­cu­nia pu­bli­ca re­se­dit. 1Sed et qui pu­bli­cam pe­cu­niam in usu ali­quo ac­cep­tam re­ti­nue­rit nec ero­ga­ve­rit, hac le­ge te­ne­tur. 2Qua le­ge dam­na­tus am­plius ter­tia par­te quam de­bet pu­ni­tur. 3Non fit lo­cus re­li­gio­sus, ubi then­sau­rus in­ve­ni­tur: nam et si in mo­nu­men­to in­ven­tus fue­rit, non qua­si re­li­gio­sus tol­li­tur. quod enim se­pe­li­re quis pro­hi­be­tur, id re­li­gio­sum fa­ce­re non pot­est: at pe­cu­nia se­pe­li­ri non pot­est, ut et man­da­tis prin­ci­pa­li­bus ca­ve­tur. 4Sed et si de re ci­vi­ta­tis ali­quid sub­ri­piat, con­sti­tu­tio­ni­bus prin­ci­pum di­vo­rum Tra­ia­ni et Ha­d­ria­ni ca­ve­tur pe­cu­la­tus cri­men com­mit­ti: et hoc iu­re uti­mur.

Idem lib. XIV. Durch das Julische Gesetz über Cassenveruntreuung haftet Der, in dessen Händen sich in Folge eines Pachts, Kaufs, einer Alimentenangelegenheit, baarer Einnahme, oder aus irgend einem andern Grunde öffentliche Gelder befinden. 1Auch wer öffentliche zu einem bestimmten Gebrauch erhaltene Gelder behalten und nicht verausgabt hat, haftet durch dieses Gesetz. 2Wer nach diesem Gesetze verurtheilt worden, wird um den dritten Theil mehr bestraft, als er verschuldet. 3Der Ort, wo ein Schatz gefunden wird, wird nicht religiös, denn wenn derselbe auch in einem Grabmal gefunden worden ist, so wird er doch nicht als ein gleichsam religiöser gehoben; denn was zu begraben Einem verboten ist, das kann er nicht religiös machen, und Geld kann nicht begraben werden, wie auch in kaiserlichen Constitutionen Vorgeschrieben ist. 4Auch wenn von dem Vermögen einer Stadt etwas entwendet wird, ist durch die Constitutionen der Kaiser Trajanus und Hadrianus verordnet worden, werde das Verbrechen des Cassendiebstahls begangen, und das ist bei uns Rechtens.

Dig. 49,14,32Idem li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. sed si ac­cep­to usu to­gae Ro­ma­nae ut ci­ves Ro­ma­ni sem­per ege­rint, di­vi fra­tres pro­cu­ra­to­ri­bus he­redi­ta­tium re­scrip­se­runt si­ne du­bi­ta­tio­ne ius eo­rum ab ob­si­dis con­di­cio­ne se­pa­ra­tum es­se be­ne­fi­cio prin­ci­pa­li, id­eo­que idem ius eis ser­van­dum, quod ha­bent, si a le­gi­ti­mis ci­vi­bus Ro­ma­nis he­redes in­sti­tu­ti fuis­sent.

Idem lib. XIV. Inst. Wenn sie aber den Gebrauch der römischen Toga gestattet erhalten und immer als römische Bürger gelebt haben, in diesem Falle sei, rescribirten die kaiserlichen Gebrüder an die Procuratoren der Erbschaften, ohne Zweifel ihr Recht in Folge der [ihnen zu Theil gewordenen] kaiserlichen Gnade verschieden von dem Rechtsverhältnisse eines Geisel, und daher sei ihren [Erben] das nemliche Recht zuzugestehen, das ihnen zukomme, wenn sie von rechtmässigen römischen Bürgern zu Erben eingesetzt worden wären.

Dig. 49,15,25Mar­cia­nus li­bro quar­to de­ci­mo in­sti­tu­tio­num. Di­vi Se­ve­rus et An­to­ni­nus re­scrip­se­runt, si uxor cum ma­ri­to ab hos­ti­bus cap­ta fue­rit et ibi­dem ex ma­ri­to eni­xa sit: si re­ver­si fue­rint, ius­tos es­se et pa­ren­tes et li­be­ros et fi­lium in po­tes­ta­te pa­tris, quem­ad­mo­dum iu­re post­li­mi­nii re­ver­sus sit: quod si cum ma­tre so­la re­ver­ta­tur, qua­si si­ne ma­ri­to na­tus, spu­rius ha­be­bi­tur.

Marcian. lib. XIV. Divus Severus und Divus Antoninus haben verordnet: wenn eine Frau mit ihrem Manne vom Feinde gefangen genommen worden, und daselbst von ihrem Manne geboren hat, so seien, im Falle dieselben zurückgekehrt sind, sowohl Eltern als Kinder dies im rechtlichen Sinne, und der Sohn befinde sich in der Gewalt seines Vaters, wie wenn derselbe durch das Heimkehrrecht zurückgekehrt wäre. Wenn [der Sohn] aber mit der Mutter allein zurückkehre, so sei er, als nicht von einem Gatten geboren, für unehelich zu halten.