Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Arc.mun.
De muneribus civilibus lib. sg.Arcadii Charisii De muneribus civilibus liber singularis

De muneribus civilibus liber singularis

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Dig. 1,1De iustitia et iure (Von der Gerechtigkeit und dem Recht.)Dig. 1,2De origine iuris et omnium magistratuum et successione prudentium (Von dem Ursprung des Rechts und aller Staatsbeamten, so wie der Folge der Rechtsgelehrten.)Dig. 1,3De legibus senatusque consultis et longa consuetudine (Von den Gesetzen, den Senatsbeschlüssen und dem Gewohnheitsrechte.)Dig. 1,4De constitutionibus principum (Von den Constitutionen der Kaiser.)Dig. 1,5De statu hominum (Vom Zustand der Menschen.)Dig. 1,6De his qui sui vel alieni iuris sunt (Von denen, die eigenen Rechtens, und denen, die fremdem Rechte unterworfen sind.)Dig. 1,7De adoptionibus et emancipationibus et aliis modis quibus potestas solvitur (Von der Annahme an Kindes Statt, der Entlassung aus der [väterlichen] Gewalt, und andern Arten deren Aufhebung.)Dig. 1,8De divisione rerum et qualitate (Von der Eintheilung der Sachen und deren Beschaffenheit.)Dig. 1,9De senatoribus (Von den Senatoren.)Dig. 1,10De officio consulis (Von der Amtspflicht des Consuls.)Dig. 1,11De officio praefecti praetorio (Von der Amtspflicht des Präfectus Prätorio.)Dig. 1,12De officio praefecti urbi (Von der Amtspflicht des Stadtvorstehers.)Dig. 1,13De officio quaestoris (Von der Amtspflicht des Quästors.)Dig. 1,14De officio praetorum (Von der Amtspflicht der Prätoren.)Dig. 1,15De officio praefecti vigilum (Von der Amtspflicht des Wachtvorstehers.)Dig. 1,16De officio proconsulis et legati (Von der Amtspflicht des Proconsul und des Legaten.)Dig. 1,17De officio praefecti Augustalis (Von der Amtspflicht des Kaiserlichen Präfecten.)Dig. 1,18De officio praesidis (Von der Amtspflicht des Präsidenten.)Dig. 1,19De officio procuratoris Caesaris vel rationalis (Von der Amtspflicht des Procurators des Kaisers oder Rentbeamten.)Dig. 1,20De officio iuridici (Von der Amtspflicht des Gerichtsverwalters.)Dig. 1,21De officio eius, cui mandata est iurisdictio (Von der Amtspflicht dessen, der mit der Gerichtsbarkeit beauftragt worden ist.)Dig. 1,22De officio adsessorum (Von der Amtspflicht der [Gerichts-] Beisitzer.)
Dig. 2,1De iurisdictione (Von der Gerichtsbarkeit.)Dig. 2,2Quod quisque iuris in alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur (Welche Rechtsgrundsätze Jemand gegen einen Andern aufgebracht hat, die sollen gegen ihn selbst in Anwendung gebracht werden dürfen.)Dig. 2,3Si quis ius dicenti non obtemperaverit (Wenn jemand dem, welcher Recht spricht, nicht gehorcht haben sollte.)Dig. 2,4De in ius vocando (Von der Berufung ins Gericht.)Dig. 2,5Si quis in ius vocatus non ierit sive quis eum vocaverit, quem ex edicto non debuerit (Wenn Jemand vor Gericht berufen worden und nicht gegangen ist, oder die dahin berufen worden sind, welche man dem Edicte nach nicht hätte berufen sollen.)Dig. 2,6In ius vocati ut eant aut satis vel cautum dent (Dass vor Gericht Berufene dahin gehen, oder Bürgen oder anders Sicherheit stellen.)Dig. 2,7Ne quis eum qui in ius vocabitur vi eximat (Dass Niemand den, welcher vor Gericht berufen wird, mit Gewalt entreisse.)Dig. 2,8Qui satisdare cogantur vel iurato promittant vel suae promissioni committantur (Von denen, welche gezwungen werden, Sicherheit zu stellen, oder ein eidliches Versprechen leisten, oder auf ihr einfaches Versprechen entlassen werden.)Dig. 2,9Si ex noxali causa agatur, quemadmodum caveatur (Wie Sicherheit gestellt wird, wenn eine Noxalklage erhoben [oder: wegen Schädenansprüchen geklagt] wird.)Dig. 2,10De eo per quem factum erit quominus quis in iudicio sistat (Von dem, welcher daran Schuld ist, dass sich Jemand nicht vor Gericht stellt.)Dig. 2,11Si quis cautionibus in iudicio sistendi causa factis non obtemperaverit (Wenn Jemand dem geleisteten Versprechen, sich vor Gerichte zu stellen, nicht nachgekommen ist.)Dig. 2,12De feriis et dilationibus et diversis temporibus (Von den Gerichtsferien und Aufschubsgestattungen und der Berechnung verschiedener Zeiten.)Dig. 2,13De edendo (Vom Vorzeigen.)Dig. 2,14De pactis (Von Verträgen.)Dig. 2,15De transactionibus (Von Vergleichen.)
Dig. 40,1De manumissionibus (Von den Freilassungen.)Dig. 40,2De manumissis vindicta (Von den durch den Stab freigelassenen [Sclaven].)Dig. 40,3De manumissionibus quae servis ad universitatem pertinentibus imponuntur (Von den Freilassungen, welche Sclaven ertheilt werden, welche einer Gemeinheit angehören.)Dig. 40,4De manumissis testamento (Von den durch ein Testament freigelassenen [Sclaven.])Dig. 40,5De fideicommissariis libertatibus (Von den fideicommissarischen Freiheiten.)Dig. 40,6De ademptione libertatis (Von der Zurücknahme der Freiheit.)Dig. 40,7De statuliberis (Von den Bedingtfreien.)Dig. 40,8Qui sine manumissione ad libertatem perveniunt (Welche [Sclaven] ohne Freilassung zur Freiheit gelangen.)Dig. 40,9Qui et a quibus manumissi liberi non fiunt et ad legem Aeliam Sentiam (Welche Sclaven durch die Freilassung wegen ihrer selbst, und wegen ihres Freilassers nicht frei werden, und zum Aelisch-Sentischen Gesetz.)Dig. 40,10De iure aureorum anulorum (Von dem Recht der goldenen Ringe.)Dig. 40,11De natalibus restituendis (Von der Zurückversetzung in den Geburtsstand.)Dig. 40,12De liberali causa (Von dem Rechtsstreit über die Freiheit.)Dig. 40,13Quibus ad libertatem proclamare non licet (Welche nicht auf die Freiheit Anspruch machen dürfen.)Dig. 40,14Si ingenuus esse dicetur (Wenn behauptet werden wird, dass [ein Freigelassener] ein Freigeborner sei.)Dig. 40,15Ne de statu defunctorum post quinquennium quaeratur (Dass der Rechtszustand Verstorbener nach fünf Jahren nicht untersucht werden soll.)Dig. 40,16De collusione detegenda (Von der Entdeckung eines heimlichen Einverständnisses.)
Dig. 43,1De interdictis sive extraordinariis actionibus, quae pro his competunt (Von den Interdicten und ausserordentlichen Klagen, die an deren Statt zuständig sind.)Dig. 43,2Quorum bonorum (Welchen Nachlass.)Dig. 43,3Quod legatorum (Was von Vermächtnissen.)Dig. 43,4Ne vis fiat ei, qui in possessionem missus erit (Dass Dem keine Gewalt geschehe, der in den Besitz gesetzt sein wird.)Dig. 43,5De tabulis exhibendis (Von der Auslieferung der Testamente.)Dig. 43,6Ne quid in loco sacro fiat (Dass an einem heiligen Orte Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,7De locis et itineribus publicis (Von öffentlichen Plätzen und Wegen.)Dig. 43,8Ne quid in loco publico vel itinere fiat (Dass an einem öffentlichen Platze oder Wege Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,9De loco publico fruendo (Von dem Genuss eines öffentlichen Platzes.)Dig. 43,10De via publica et si quid in ea factum esse dicatur (Von öffentlichen Strassen und wenn etwas in demselben errichtet werden sein soll.)Dig. 43,11De via publica et itinere publico reficiendo (Von der Ausbesserung öffentlicher Strassen und Wege.)Dig. 43,12De fluminibus. ne quid in flumine publico ripave eius fiat, quo peius navigetur (Von den Flüssen, dass Etwas in einem öffentlichen Flusse oder an dessen Ufer nicht geschehe, wodurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird.)Dig. 43,13Ne quid in flumine publico fiat, quo aliter aqua fluat, atque uti priore aestate fluxit (Dass in einem öffentlichen Fluss Etwas nicht geschehe, wodurch der Wasserfluss gegen den im vorhergehenden Sommer geändert wird.)Dig. 43,14Ut in flumine publico navigare liceat (Dass die Schifffahrt an einem öffentlichen Flusse gestattet sei.)Dig. 43,15De ripa munienda (Von der Befestigung des Ufers.)Dig. 43,16De vi et de vi armata (Von der Gewalt und der Gewalt mit Waffen.)Dig. 43,17Uti possidetis (Wie ihr besitzet.)Dig. 43,18De superficiebus (Von Erbpachtungen.)Dig. 43,19De itinere actuque privato (Von Privatwegen.)Dig. 43,20De aqua cottidiana et aestiva (Vom täglichen Wasser und dem Sommerwasser.)Dig. 43,21De rivis (Von den Kanälen.)Dig. 43,22De fonte (Von den Quellen.)Dig. 43,23De cloacis (Von den Kloaken.)Dig. 43,24Quod vi aut clam (Was gewaltsam oder heimlich.)Dig. 43,25De remissionibus (Von den Remissionen.)Dig. 43,26De precario (Vom bittweisen [Besitzverhältniss].)Dig. 43,27De arboribus caedendis (Vom Baumfällen.)Dig. 43,28De glande legenda (Vom Auflesen der Eicheln.)Dig. 43,29De homine libero exhibendo (Von der Auslieferung freier Menschen.)Dig. 43,30De liberis exhibendis, item ducendis (Von der Auslieferung der Kinder und deren Abführung.)Dig. 43,31Utrubi (Vom (Interdicte) Wo immer.)Dig. 43,32De migrando (Vom Ausziehen lassen.)Dig. 43,33De Salviano interdicto (Vom Salvianischen Interdict.)
Dig. 47,1De privatis delictis (Von den Privatverbrechen.)Dig. 47,2De furtis (Von den Diebstählen.)Dig. 47,3De tigno iuncto (Vom verbauten Balken.)Dig. 47,4Si is, qui testamento liber esse iussus erit, post mortem domini ante aditam hereditatem subripuisse aut corrupisse quid dicetur (Wenn angegeben werden wird, dass derjenige [Sclav], der in einem Testamente geheissen worden, frei zu sein, nach des Herrn Tode vor dem Erbschaftsantritt Etwas gestohlen oder verdorben habe.)Dig. 47,5Furti adversus nautas caupones stabularios (Von der Diebstahlsklage wider Schiffer, Gastwirthe und Stallwirthe.)Dig. 47,6Si familia furtum fecisse dicetur (Wenn ein Gesinde einen Diebstahl begangen haben soll.)Dig. 47,7Arborum furtim caesarum ([Von der Klage] wegen verstohlen umgehauener Bäume.)Dig. 47,8Vi bonorum raptorum et de turba ([Von der Klage] wegen Raubes und vom Getümmel.)Dig. 47,9De incendio ruina naufragio rate nave expugnata (Von [dem bei einer] Feuersbrunst, Einsturz, Schiffbruch [oder einem] erstürmten Flosse oder Schiffe [Geraubten].)Dig. 47,10De iniuriis et famosis libellis (Von Injurien und Schmähschriften.)Dig. 47,11De extraordinariis criminibus (Von ausserordentlichen Verbrechen.)Dig. 47,12De sepulchro violato (Von der Verletzung eines Begräbnisses.)Dig. 47,13De concussione (Von der Erpressung.)Dig. 47,14De abigeis (Von den Viehdieben.)Dig. 47,15De praevaricatione (Von der Prävarication.)Dig. 47,16De receptatoribus (Von den Hehlern.)Dig. 47,17De furibus balneariis (Von den Badedieben.)Dig. 47,18De effractoribus et expilatoribus (Von den Einbrechern und Ausplünderern.)Dig. 47,19Expilatae hereditatis ([Von] der Ausplünderung der Erbschaft.)Dig. 47,20Stellionatus (Vom Stellionat.)Dig. 47,21De termino moto (Von der Grenzverrückung.)Dig. 47,22De collegiis et corporibus (Von Genossenschaften und Körperschaften.)Dig. 47,23De popularibus actionibus (Von den Volksklagen.)
Dig. 48,1De publicis iudiciis (Von den öffentlichen Verfahren.)Dig. 48,2De accusationibus et inscriptionibus (Von den Anklagen und Anklageschriften.)Dig. 48,3De custodia et exhibitione reorum (Von der Bewachung und Auslieferung der Angeschuldigten.)Dig. 48,4Ad legem Iuliam maiestatis (Zum Julischen Gesetz über die Majestät.)Dig. 48,5Ad legem Iuliam de adulteriis coercendis (Zum Julischen Gesetze über die Bestrafung des Ehebruchs.)Dig. 48,6Ad legem Iuliam de vi publica (Zum Julischen Gesetz von der öffentlichen Gewaltthätigkeit.)Dig. 48,7Ad legem Iuliam de vi privata (Zum Julischen Gesetze von der Privatgewaltthätigkeit.)Dig. 48,8Ad legem Corneliam de siccariis et veneficis (Zum Cornelischen Gesetze von Mördern und Giftmischern.)Dig. 48,9De lege Pompeia de parricidiis (Vom Pompejischen Gesetze über die Verwandtenmörder.)Dig. 48,10De lege Cornelia de falsis et de senatus consulto Liboniano (Vom Cornelischen Gesetze über Verfälschungen und dem Libonianischen Senatsbeschluss.)Dig. 48,11De lege Iulia repetundarum (Vom Julischen Gesetze über Beugung des Rechts aus Parteilichkeit.)Dig. 48,12De lege Iulia de annona (Vom Julischen Gesetze über Vor- und Aufkauf.)Dig. 48,13Ad legem Iuliam peculatus et de sacrilegis et de residuis (Zum Julischen Gesetze von dem Cassendiebstahl, von dem Tempelraube und der Cassenveruntrauung.)Dig. 48,14De lege Iulia ambitus (Vom Julischen Gesetz über Amtserschleichung.)Dig. 48,15De lege Fabia de plagiariis (Vom Fabischen Gesetze über die Plagiarier.)Dig. 48,16Ad senatus consultum Turpillianum et de abolitionibus criminum (Zum Turpillianischen Senatsbeschluss und der Niederschlagung der Verbrechen.)Dig. 48,17De requirendis vel absentibus damnandis (Von der öffentlichen Ladung der Angeschuldigten und der Verurtheilung der Abwesenden.)Dig. 48,18De quaestionibus (Von den peinlichen Fragen.)Dig. 48,19De poenis (Von den Strafen.)Dig. 48,20De bonis damnatorum (Vom Vermögen der Verurtheilten.)Dig. 48,21De bonis eorum, qui ante sententiam vel mortem sibi consciverunt vel accusatorem corruperunt (Von dem Vermögen Derer, die vor dem Erkenntnisse sich entweder entleibt, oder den Ankläger bestochen haben.)Dig. 48,22De interdictis et relegatis et deportatis (Von denen, weclhen der Aufenthalt irgendwo verboten ist, den Verwiesenen und Deportirten.)Dig. 48,23De sententiam passis et restitutis (Von Denen, die ein Erkenntniss erlitten und wieder in den vorigen Stand eingesetzt worden sind.)Dig. 48,24De cadaveribus punitorum (Von den Leichen der Bestraften.)
Dig. 49,1De appellationibus et relegationibus (Von den Appellationen und den Berichten.)Dig. 49,2A quibus appellari non licet ([Von denjenigen Richtern,] von welchen man nicht appelliren kann.)Dig. 49,3Quis a quo appelletur (An wen von dem [Unterrichter] appellirt werden muss.)Dig. 49,4Quando appellandum sit et intra quae tempora (Wann appellirt werden muss, und innerhalb welcher Fristen.)Dig. 49,5De appellationibus recipiendis vel non (Von der Annahme, oder Nichtannahme der Appellationen.)Dig. 49,6De libellis dimissoriis, qui apostoli dicuntur (Von dem Berichte, Apostel genannt.)Dig. 49,7Nihil innovari appellatione interposita (Dass nach Einwendung der Appellation Nichts verändert werde.)Dig. 49,8Quae sententiae sine appellatione rescindantur ([Von] den Erkenntnissen, welche ohne Appellation wieder aufgehoben werden.)Dig. 49,9An per alium causae appellationum reddi possunt (Ob Appellationsbeschwerden durch einen Andern ausgeführt werden können.)Dig. 49,10Si tutor vel curator magistratusve creatus appellaverit (Wenn Derjenige, welcher zum Vormunde, oder zum Curator, oder zu einem obrigkeitlichen Amte erwählt worden ist, appellirt hat.)Dig. 49,11Eum qui appellaverit in provincia defendi (Dass Derjenige, welcher appellirt hat, in der Provinz sich vertheidige.)Dig. 49,12Apud eum, a quo appellatur, aliam causam agere compellendum (Dass man bei demjenigen [Richter], von welchem man appellirt, [dennoch seine] anderen Rechtssachen führen muss.)Dig. 49,13Si pendente appellatione mors intervenerit (Wenn während schwebender Berufung der Tod des [Appellanten] eingetreten.)Dig. 49,14De iure fisci (Vom Rechte des Fiscus.)Dig. 49,15De captivis et de postliminio et redemptis ab hostibus (Von den Gefangenen, dem Heimkehrrechte, und den von den Feinden Losgekauften.)Dig. 49,16De re militari (Vom Kriegswesen.)Dig. 49,17De castrensi peculio (Von dem im Felde erworbenen Sondergute.)Dig. 49,18De veteranis (Von den Privilegien der Veteranen.)
Dig. 50,4,18Ar­ca­dius Cha­ri­sius li­bro sin­gu­la­ri de mu­ne­ri­bus ci­vi­li­bus. Mu­ne­rum ci­vi­lium tri­plex di­vi­sio est: nam quae­dam mu­ne­ra per­so­na­lia sunt, quae­dam pa­tri­mo­nio­rum di­cun­tur, alia mix­ta. 1Per­so­na­lia sunt, quae ani­mi pro­vi­sio­ne et cor­po­ra­lis la­bo­ris in­ten­tio­ne si­ne ali­quo ge­ren­tis de­tri­men­to per­pe­tran­tur, vel­uti tu­te­la vel cu­ra, ka­len­da­rii quo­que cu­ra­tio. 2Et quaes­tu­ra in ali­qua ci­vi­ta­te in­ter ho­no­res non ha­be­tur, sed per­so­na­le mu­nus est. 3Ti­ro­num si­ve equo­rum pro­duc­tio et si qua alia ani­ma­lia ne­ces­sa­rio pro­du­cen­da vel res per­ve­hen­dae si­ve per­se­quen­dae sunt vel pe­cu­nia fis­ca­lis si­ve an­no­na vel ves­tis, per­so­nae mu­nus est. 4Cur­sus ve­hi­cu­la­ris sol­li­ci­tu­do, item an­ga­ria­rum prae­bitio per­so­na­le mu­nus est. 5Cu­ra quo­que emen­di fru­men­ti olei (nam ha­rum spe­cie­rum cu­ra­to­res, quos σιτώνας et ἐλαιώνας ap­pel­lant, crea­ri mo­ris est) in­ter per­so­na­lia mu­ne­ra in qui­bus­dam ci­vi­ta­ti­bus nu­me­ran­tur: et ca­le­fac­tio pu­bli­ci ba­li­nei, si ex red­iti­bus ali­cu­ius ci­vi­ta­tis cu­ra­to­ri pe­cu­nia sub­mi­nis­tra­tur. 6Sed et cu­ra cus­to­dien­di aquae duc­tus per­so­na­li­bus mu­ne­ri­bus ad­gre­ga­tur. 7Ire­nar­chae quo­que, qui dis­ci­pli­nae pu­bli­cae et cor­ri­gen­dis mo­ri­bus prae­fi­ciun­tur: sed et qui ad fa­cien­das vias eli­gi so­lent, cum ni­hil de pro­prio pa­tri­mo­nio in hoc mu­nus con­fe­rant: item epis­co­pi, qui prae­sunt pa­ni et ce­te­ris ve­na­li­bus re­bus, quae ci­vi­ta­tium po­pu­lis ad co­ti­dia­num vic­tum usui sunt, per­so­na­li­bus mu­ne­ri­bus fun­gun­tur. 8Qui an­no­nam sus­ci­pit vel ex­igit vel ero­gat, et ex­ac­to­res pe­cu­niae pro ca­pi­ti­bus per­so­na­lis mu­ne­ris sol­li­ci­tu­di­nem sus­ti­nent. 9Sed et cu­ra­to­res, qui ad col­li­gen­dos ci­vi­ta­tium pu­bli­cos red­itus eli­gi so­lent, per­so­na­li mu­ne­re sub­iu­gan­tur. 10Hi quo­que, qui cus­to­des ae­dium vel ar­cheo­tae vel lo­go­gra­phi vel ta­bu­la­rii vel xe­no­pa­r­o­chi (ut in qui­bus­dam ci­vi­ta­ti­bus) vel li­me­nar­chae vel cu­ra­to­res ad ex­truen­da vel re­fi­cien­da ae­di­fi­cia pu­bli­ca si­ve pa­la­tia si­ve na­va­lia vel man­sio­nes de­sti­nan­tur, si ta­men pe­cu­niam pu­bli­cam in ope­ris fa­b­ri­cam ero­gent, et qui fa­cien­dis vel re­fi­cien­dis na­vi­bus, ubi usus ex­igit, prae­po­nun­tur, mu­ne­ri­bus per­so­na­li­bus ad­strin­gun­tur. 11Ca­me­la­sia quo­que si­mi­li­ter per­so­na­le mu­nus est: nam ra­tio­ne ha­bi­ta et ali­men­to­rum et ca­me­lo­rum cer­ta pe­cu­nia ca­me­la­riis da­ri de­bet, ut so­lo cor­po­ris mi­nis­te­rio ob­li­gen­tur. hos ex al­bi or­di­ne li­be­ra­ri, ni­si so­la lae­si et in­uti­lis cor­po­ris et in­fir­mi­ta­te, spe­cia­li­ter sit ex­pres­sum. 12Le­ga­ti quo­que, qui ad sa­cra­rium prin­ci­pis mit­tun­tur, quia via­ti­cum, quod le­ga­ti­vum di­ci­tur, in­ter­dum so­lent ac­ci­pe­re, sed et nyc­tos­tra­te­gi et pis­tri­no­rum cu­ra­to­res per­so­na­le mu­nus in­eunt. 13De­fen­so­res quo­que, quos Grae­ci syn­di­cos ap­pel­lant, et qui ad cer­tam cau­sam agen­dam vel de­fen­den­dam eli­gun­tur, la­bo­rem per­so­na­lis mu­ne­ris ad­gre­diun­tur. 14Iu­di­can­di quo­que ne­ces­si­tas in­ter mu­ne­ra per­so­na­lia ha­be­tur. 15Si ali­quis fue­rit elec­tus, ut com­pel­lat eos, qui pro­pe viam pu­bli­cam pos­si­dent, ster­ne­re viam, per­so­na­le mu­nus est. 16Pa­ri mo­do qui ac­cep­tan­dis si­ve sus­ci­pien­dis cen­s­ua­li­bus pro­fes­sio­ni­bus de­sti­nan­tur, ad per­so­na­lis mu­ne­ris sol­li­ci­tu­di­nem ani­mum in­ten­dunt. 17Mas­ti­go­pho­ri quo­que, qui ago­no­the­tas in cer­ta­mi­ni­bus com­itan­tur, et scri­bae ma­gis­tra­tus per­so­na­li mu­ne­ri ser­viunt. 18Pa­tri­mo­nio­rum sunt mu­ne­ra, quae sump­ti­bus pa­tri­mo­nii et dam­nis ad­mi­nis­tran­tis ex­pe­diun­tur. 19Elem­po­ria et pra­tu­ra apud Ale­xan­dri­nos pa­tri­mo­nii mu­nus ex­is­ti­ma­tur. 20Sus­cep­to­res quo­que vi­ni per pro­vin­ciam Afri­cam pa­tri­mo­nii mu­nus ge­runt. 21Pa­tri­mo­nio­rum au­tem mu­ne­ra du­pli­cia sunt. nam quae­dam ex his mu­ne­ri­bus pos­ses­sio­ni­bus si­ve pa­tri­mo­niis in­di­cun­tur, vel­uti ag­mi­na­les equi vel mu­lae et an­ga­riae at­que veredi. 22Hu­ius­mo­di igi­tur ob­se­quia et hi, qui ne­que mu­ni­ci­pes ne­que in­co­lae sunt, ad­gnos­ce­re co­gun­tur. 23Sed et eos, qui fae­nus ex­er­cent, et­si ve­te­r­a­ni sint, tri­bu­tio­nes eius­mo­di ad­gnos­ce­re de­be­re re­scrip­tum est. 24Ab hu­ius­mo­di mu­ne­ri­bus ne­que pri­mi­pi­la­ris ne­que ve­te­ra­nus aut mi­les alius­ve, qui pri­vi­le­gio ali­quo sub­ni­xus, nec pon­ti­fex ex­cu­sa­tur. 25Prae­ter­ea ha­bent quae­dam ci­vi­ta­tes prae­ro­ga­ti­vam, ut hi, qui in ter­ri­to­rio ea­rum pos­si­dent, cer­tum quid fru­men­ti pro men­su­ra agri per sin­gu­los an­nos prae­beant: quod ge­nus col­la­tio­nis mu­nus pos­ses­sio­nis est. 26Mix­ta mu­ne­ra de­ca­pro­tiae et ico­sa­pro­tiae, ut He­ren­nius Mo­des­ti­nus et no­tan­do et dis­pu­tan­do be­ne et op­ti­ma ra­tio­ne de­cre­vit: nam de­ca­pro­ti et ico­sa­pro­ti tri­bu­ta ex­igen­tes et cor­po­ra­le mi­nis­te­rium ge­runt et pro om­ni­bus de­func­to­rum fis­ca­lia de­tri­men­ta resar­ciunt, ut me­ri­to in­ter mix­ta hoc mu­nus nu­me­ra­ri de­beat. 27Sed ea, quae su­pra per­so­na­lia es­se di­xi­mus, si hi qui fun­gun­tur ex le­ge ci­vi­ta­tis suae vel mo­re et­iam de pro­priis fa­cul­ta­ti­bus im­pen­sas fa­ciant vel an­no­nam ex­igen­tes de­ser­to­rum prae­dio­rum dam­na sus­ti­neant, mix­to­rum de­fi­ni­tio­ne con­ti­ne­bun­tur. 28Haec om­nia mu­ne­ra, quae tri­fa­riam di­vi­si­mus, una sig­ni­fi­ca­tio­ne com­pre­hen­dun­tur: nam per­so­na­lia et pa­tri­mo­nio­rum et mix­ta mu­ne­ra ci­vi­lia seu pu­bli­ca ap­pel­lan­tur. 29Si­ve au­tem per­so­na­lium dum­ta­xat si­ve et­iam ci­vi­lium mu­ne­rum im­mu­ni­tas ali­cui con­ce­da­tur, ne­que ab an­no­na ne­que ab an­ga­riis ne­que a veredo ne­que ab hos­pi­te re­ci­pien­do ne­que a na­ve ne­que ca­pi­ta­tio­ne, ex­cep­tis mi­li­ti­bus et ve­te­r­a­nis, ex­cu­sa­ri pos­sunt. 30Ma­gis­tris, qui ci­vi­lium mu­ne­rum va­ca­tio­nem ha­bent, item gram­ma­ti­cis et ora­to­ri­bus et me­di­cis et phi­lo­so­phis, ne hos­pi­tem re­ci­pe­rent, a prin­ci­pi­bus fuis­se im­mu­ni­ta­tem in­dul­tam et di­vus Ves­pa­sia­nus et di­vus Ha­d­ria­nus re­scrip­se­runt.

Arcad. Charis. lib. sing. de muner. civil. Die bürgerlichen Dienste werden dreifach eingetheilt; denn einige Dienste sind persönlich, einige werden Vermögensdienste genannt, einige sind gemischter Art. 1Persönlich sind diejenigen, die durch geistige Fürsorge und körperliche Anstrengung ohne einigen Nachtheil des Verrichtenden ausgeführt werden; wie die Vormundschaft oder Pflegschaft. 2Auch die Besorgung des Kalenders11Des Einnahme- und Ausgabetagebuchs der Stadtcasse. Vgl. fr. 9. §. 7. de adm. rer. ad civ. pert. 50. 8. und die Quästur in irgend einer Stadt wird nicht unter die Ehrenstellen gerechnet, sondern ist ein [gemeiner] persönlicher Dienst. 3Die Stellung von Rekruten und von Pferden22S. Veget. L. I. cap. 7. oder was sonst für Vieh nothwendig gestellt werden muss, wenn etwa Sachen fortzuschaffen oder abzuholen sind, es seien kaiserliche Gelder, oder Getreide, oder Gewänder, ist ein persönlicher Dienst.33Vgl. unten §. 11. h. fr. 4Die Besorgung der Fahrposten und die Aufbringung von Vorspann ist ein persönlicher Dienst. 5Auch die Sorge für den Einkauf von Getreide und Oel (denn es ist gewöhnlich, für diese Gegenstände Besorger zu erwählen, die man σιτῶνας und ἐλαιῶνας44Getreidekäufer, Oelkäufer. nennt) wird in manchen Städten unter die persönlichen Dienste gerechnet, wie die Heizung des öffentlichen Bades, wenn dem Besorger aus den Einkünften einer Stadt Geld dazu hergeschossen wird. 6Desgleichen wird die Sorge für Erhaltung der Wasserleitung unter die persönlichen Dienste gezählt. 7Die Friedensbeamten, die über die öffentliche Ordnung und die Reinerhaltung der Sitten gesetzt werden, wie auch die, welche zu Besserung der Strassen bestellt zu werden pflegen, haben, da sie von ihrem Vermögen Nichts auf diese Amtsführung wenden, ebenfalls nur persönliche Dienste auf sich; so auch die Aufseher (episcopi), die dem Brodverkauf und andern Feilschaften, welche den Bevölkerungen der Städte zum täglichen Unterhalt dienen, vorgesetzt sind. 8Derjenige, welcher die Getreidezufuhr empfängt, oder herbeischafft, oder bezahlt, und die Einnehmer des Kopfgeldes55Das zum Behuf des Getreideankaufs entrichtet werden musste. fr. 9. §. 5. de adm. her. ad civ. pert. 50. 8. haben einen persönlichen Dienst zu besorgen.66S. fr. alleg. §. 6. 9Desgleichen leisten diejenigen Pfleger, die zu Erhebung der öffentlichen Einkünfte einer Stadt erwählt zu werden pflegen, einen persönlichen Dienst. 10Auch Denjenigen, welche zu Hauspflegern, Archivaren, Rechnungsführern, Buchhaltern, Herbergern der Gastfreunde77Xenoparochi. Diese Last wird aber unten als eine Vermögenslast, und zwar als eine dingliche betrachtet. fr. 11. de vacat. et excus. 50. 5. Dieses war sie vielleicht, insofern blos Quartier und etwa Holz und Salz gewährt wurde (Horat. Sat. I. 5.), hingegen persönlicher Dienst, wenn der Gast beköstigt ward. (wie in einigen Städten geschieht), zu Hafenaufsehern, zu Besorgern des Aufbaus oder der Ausbesserung öffentlicher Gebände, es mögen nun Palläste, oder Schiffe, oder Einkehrhäuser werden sollen, bestellt werden, sobald sie nur öffentliche Gelder für die Herstellung des Baues auszahlen, und Denjenigen, die vorkommendenfalls den Bau oder der Ausbesserung von Schiffen vorgesetzt werden, — allen diesen werden [damit] persönliche Dienste aufgelegt. 11Auch das Geleite der Kameele ist gleichfalls eine persönliche Leistung; denn nach dem Anschlag der Nahrung und der Kameele muss den Kameelaufsehern eine gewisse Summe gegeben werden, sodass sie nur zu persönlichen Diensten verpflichtet sind. Es ist ausdrücklich bestimmt, dass diese nach der Ordnung der Liste berufen und durch keine Entschuldigung befreit werden, ausser allein durch die Schwäche eines verletzten und untüchtigen Körpers. 12Die Abgeordneten, die an den Hof des Kaisers geschickt werden, haben, da sie mitunter ein Reisegeld, was legativum genannt wird, bekommen, ebenfalls einen persönlichen Dienst auf sich, wie auch die Hauptleute der Nachtwache und die Aufseher der Mühlen. 13Desgleichen übernehmen die Vertreter der Stadt, welche von den Griechen syndici genannt werden, und welche man zum Klagen oder Antworten in einem gewissen Processe erwählt, die Mühe eines persönlichen Dienstes. 14Auch die Nothwendigheit, Richter (Geschworner) zu werden, wird unter die persönlichen Dienste gerechnet. 15Wenn Jemand dazu angestellt wird, die an eine öffentliche Strasse grenzenden Grundbesitzer zu Pflasterung derselben anzuhalten, so ist dies ein persönlicher Dienst. 16Ebenso geben auch Die, welche zu An- und Aufnahme der Abschätzungsangaben88Vgl. u. fr. 4. de cens. 50. 15. bestellt sind, zur Mühe eines persönlichen Dienstes sich her. 17Auch die Peitschenträger, von welchen die Vorsteher bei den Kampfspielen begleitet werden, und die Schreiber eines Beamten verrichten persönliche Dienste. 18Vermögensdienste sind solche, die mit Aufwand aus dem Vermögen und mit Verlust des Uebernehmenden geleistet werden. 19Der Einkauf von Oel und Früchten wird bei den Alexandrinern99Vgl. §. 5. h. fr. für einen Vermögensdienst gehalten. 20Auch die Weinempfänger in der Provinz Africa haben einen Vermögensdienst auf sich. 21Die Vermögensdienste sind aber doppelter Art; einige von diesen Diensten werden nemlich dem [Grund]besitz oder dem Vermögen [selbst] aufgelegt, wie [zu stellende] Packpferde, oder Maulthiere, Vorspann und Postpferde. 22Solche Dienste müssen auch Die, welche weder Bürger (municipes) noch Einwohner (incolae) sind, übernehmen.1010Wenn sie im Stadtgebiet Grundstücke haben. fr. 6. §. 5. h. t. 23Aber auch Capitalisten, wenngleich sie alte Soldaten sind, müssen, zufolge Rescripts, dergleichen Beisteuern tragen. 24Von solchen Diensten ist weder ein gewesener erster Hauptmann (primipilaris) noch ein verabschiedeter, noch ein in Dienst stehender Soldat, oder wem sonst ein Vorrecht zu Statten kommt, noch auch ein Pontifex, befreit. 25Ausserdem haben einige Städte das Vorrecht, dass Jeder, der in ihrem Gebiete [Grundstücke] besitzt, jährlich etwas Gewisses an Getreide, nach Maassgabe des Umfangs seiner Felder, liefert; diese Art der Beisteuer ist denn ein Dienst vom [Grund]Besitz. 26Dienste gemischter Art sind die Decaprotien oder Icosaprotien1111Der Decemprimat oder Vigintiprimat, nach dem verschiedenen Ortsherkommen, So kommen auch 5, 6, 7, und 15 primi vor. Savigny a. a. O. S. 71. Vgl. fr. 1. §. 1. h. t., wie Herennius Modestinus sowohl schriftlich (in notando) als mündlich (in disputando) richtig und mit dem besten Grunde ausgesprochen hat; denn die Decaproten und Icosaproten verrichten theils, indem sie die Beisteuern einnehmen, persönliche Dienste, theils übertragen sie gegen den Fiscus den Ausfall wegen der Obliegenheiten Verstorbener, sodass dieser Dienst mit Recht unter die gemischten zu zählen ist. 27Aber auch diejenigen, die ich oben als persönliche bezeichnet habe, gehören zu der Classe der gemischten, sobald Die, welche sie verrichten, nach dem Gesetz oder Herkommen ihrer Stadt auch aus eignem Vermögen etwas aufwenden oder bei Eintreibung der Getreidelieferungen den Ausfall wegen verlassener Grundstücke übertragen. 28Alle diese Dienste, die ich dreifach eingetheilt habe, werden unter einem Ausdrucke begriffen; nemlich persönliche, und Vermögensdienste, und gemischte, werden bürgerliche oder öffentliche Dienste genannt. 29Wenn aber Jemandem eine Befreiung, es sei nur von persönlichen, oder von bürgerlichen Diensten überhaupt, ertheilt ist, so kann er doch weder den Getreidelieferungen, noch dem Vorspann, noch der Stellung von Postpferden, noch der Aufnahme von Fremden (Gastfreunden), noch von den Diensten wegen des Schiffbaus, noch dem Kopfgelde sich entziehen, mit Ausnahme der dienenden und ausgedienten Soldaten. 30Dass [jedoch] den Lehrern, welche der bürgerlichen Dienste überhoben sind,1212Die nemlich, welche höhere Wissenschaften lehrten. fr. 2. §. 8. de vacat. et exc. 50. 5., fr. 11. §. 4. h. t. sowie den Grammatikern, Rednern, Aerzten und Philosophen, von den Kaisern die Befreiung von Aufnahme der Fremden nachgelassen worden, geht aus Rescripten sowohl Kaiser Vespasians als Kaiser Hadrians hervor.