Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Ulp.ed. XXXVII
Ad edictum praetoris lib.Ulpiani Ad edictum praetoris libri

Ad edictum praetoris libri

Ex libro XXXVII

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Dig. 1,1De iustitia et iure (Von der Gerechtigkeit und dem Recht.)Dig. 1,2De origine iuris et omnium magistratuum et successione prudentium (Von dem Ursprung des Rechts und aller Staatsbeamten, so wie der Folge der Rechtsgelehrten.)Dig. 1,3De legibus senatusque consultis et longa consuetudine (Von den Gesetzen, den Senatsbeschlüssen und dem Gewohnheitsrechte.)Dig. 1,4De constitutionibus principum (Von den Constitutionen der Kaiser.)Dig. 1,5De statu hominum (Vom Zustand der Menschen.)Dig. 1,6De his qui sui vel alieni iuris sunt (Von denen, die eigenen Rechtens, und denen, die fremdem Rechte unterworfen sind.)Dig. 1,7De adoptionibus et emancipationibus et aliis modis quibus potestas solvitur (Von der Annahme an Kindes Statt, der Entlassung aus der [väterlichen] Gewalt, und andern Arten deren Aufhebung.)Dig. 1,8De divisione rerum et qualitate (Von der Eintheilung der Sachen und deren Beschaffenheit.)Dig. 1,9De senatoribus (Von den Senatoren.)Dig. 1,10De officio consulis (Von der Amtspflicht des Consuls.)Dig. 1,11De officio praefecti praetorio (Von der Amtspflicht des Präfectus Prätorio.)Dig. 1,12De officio praefecti urbi (Von der Amtspflicht des Stadtvorstehers.)Dig. 1,13De officio quaestoris (Von der Amtspflicht des Quästors.)Dig. 1,14De officio praetorum (Von der Amtspflicht der Prätoren.)Dig. 1,15De officio praefecti vigilum (Von der Amtspflicht des Wachtvorstehers.)Dig. 1,16De officio proconsulis et legati (Von der Amtspflicht des Proconsul und des Legaten.)Dig. 1,17De officio praefecti Augustalis (Von der Amtspflicht des Kaiserlichen Präfecten.)Dig. 1,18De officio praesidis (Von der Amtspflicht des Präsidenten.)Dig. 1,19De officio procuratoris Caesaris vel rationalis (Von der Amtspflicht des Procurators des Kaisers oder Rentbeamten.)Dig. 1,20De officio iuridici (Von der Amtspflicht des Gerichtsverwalters.)Dig. 1,21De officio eius, cui mandata est iurisdictio (Von der Amtspflicht dessen, der mit der Gerichtsbarkeit beauftragt worden ist.)Dig. 1,22De officio adsessorum (Von der Amtspflicht der [Gerichts-] Beisitzer.)
Dig. 2,1De iurisdictione (Von der Gerichtsbarkeit.)Dig. 2,2Quod quisque iuris in alterum statuerit, ut ipse eodem iure utatur (Welche Rechtsgrundsätze Jemand gegen einen Andern aufgebracht hat, die sollen gegen ihn selbst in Anwendung gebracht werden dürfen.)Dig. 2,3Si quis ius dicenti non obtemperaverit (Wenn jemand dem, welcher Recht spricht, nicht gehorcht haben sollte.)Dig. 2,4De in ius vocando (Von der Berufung ins Gericht.)Dig. 2,5Si quis in ius vocatus non ierit sive quis eum vocaverit, quem ex edicto non debuerit (Wenn Jemand vor Gericht berufen worden und nicht gegangen ist, oder die dahin berufen worden sind, welche man dem Edicte nach nicht hätte berufen sollen.)Dig. 2,6In ius vocati ut eant aut satis vel cautum dent (Dass vor Gericht Berufene dahin gehen, oder Bürgen oder anders Sicherheit stellen.)Dig. 2,7Ne quis eum qui in ius vocabitur vi eximat (Dass Niemand den, welcher vor Gericht berufen wird, mit Gewalt entreisse.)Dig. 2,8Qui satisdare cogantur vel iurato promittant vel suae promissioni committantur (Von denen, welche gezwungen werden, Sicherheit zu stellen, oder ein eidliches Versprechen leisten, oder auf ihr einfaches Versprechen entlassen werden.)Dig. 2,9Si ex noxali causa agatur, quemadmodum caveatur (Wie Sicherheit gestellt wird, wenn eine Noxalklage erhoben [oder: wegen Schädenansprüchen geklagt] wird.)Dig. 2,10De eo per quem factum erit quominus quis in iudicio sistat (Von dem, welcher daran Schuld ist, dass sich Jemand nicht vor Gericht stellt.)Dig. 2,11Si quis cautionibus in iudicio sistendi causa factis non obtemperaverit (Wenn Jemand dem geleisteten Versprechen, sich vor Gerichte zu stellen, nicht nachgekommen ist.)Dig. 2,12De feriis et dilationibus et diversis temporibus (Von den Gerichtsferien und Aufschubsgestattungen und der Berechnung verschiedener Zeiten.)Dig. 2,13De edendo (Vom Vorzeigen.)Dig. 2,14De pactis (Von Verträgen.)Dig. 2,15De transactionibus (Von Vergleichen.)
Dig. 40,1De manumissionibus (Von den Freilassungen.)Dig. 40,2De manumissis vindicta (Von den durch den Stab freigelassenen [Sclaven].)Dig. 40,3De manumissionibus quae servis ad universitatem pertinentibus imponuntur (Von den Freilassungen, welche Sclaven ertheilt werden, welche einer Gemeinheit angehören.)Dig. 40,4De manumissis testamento (Von den durch ein Testament freigelassenen [Sclaven.])Dig. 40,5De fideicommissariis libertatibus (Von den fideicommissarischen Freiheiten.)Dig. 40,6De ademptione libertatis (Von der Zurücknahme der Freiheit.)Dig. 40,7De statuliberis (Von den Bedingtfreien.)Dig. 40,8Qui sine manumissione ad libertatem perveniunt (Welche [Sclaven] ohne Freilassung zur Freiheit gelangen.)Dig. 40,9Qui et a quibus manumissi liberi non fiunt et ad legem Aeliam Sentiam (Welche Sclaven durch die Freilassung wegen ihrer selbst, und wegen ihres Freilassers nicht frei werden, und zum Aelisch-Sentischen Gesetz.)Dig. 40,10De iure aureorum anulorum (Von dem Recht der goldenen Ringe.)Dig. 40,11De natalibus restituendis (Von der Zurückversetzung in den Geburtsstand.)Dig. 40,12De liberali causa (Von dem Rechtsstreit über die Freiheit.)Dig. 40,13Quibus ad libertatem proclamare non licet (Welche nicht auf die Freiheit Anspruch machen dürfen.)Dig. 40,14Si ingenuus esse dicetur (Wenn behauptet werden wird, dass [ein Freigelassener] ein Freigeborner sei.)Dig. 40,15Ne de statu defunctorum post quinquennium quaeratur (Dass der Rechtszustand Verstorbener nach fünf Jahren nicht untersucht werden soll.)Dig. 40,16De collusione detegenda (Von der Entdeckung eines heimlichen Einverständnisses.)
Dig. 43,1De interdictis sive extraordinariis actionibus, quae pro his competunt (Von den Interdicten und ausserordentlichen Klagen, die an deren Statt zuständig sind.)Dig. 43,2Quorum bonorum (Welchen Nachlass.)Dig. 43,3Quod legatorum (Was von Vermächtnissen.)Dig. 43,4Ne vis fiat ei, qui in possessionem missus erit (Dass Dem keine Gewalt geschehe, der in den Besitz gesetzt sein wird.)Dig. 43,5De tabulis exhibendis (Von der Auslieferung der Testamente.)Dig. 43,6Ne quid in loco sacro fiat (Dass an einem heiligen Orte Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,7De locis et itineribus publicis (Von öffentlichen Plätzen und Wegen.)Dig. 43,8Ne quid in loco publico vel itinere fiat (Dass an einem öffentlichen Platze oder Wege Etwas nicht geschehe.)Dig. 43,9De loco publico fruendo (Von dem Genuss eines öffentlichen Platzes.)Dig. 43,10De via publica et si quid in ea factum esse dicatur (Von öffentlichen Strassen und wenn etwas in demselben errichtet werden sein soll.)Dig. 43,11De via publica et itinere publico reficiendo (Von der Ausbesserung öffentlicher Strassen und Wege.)Dig. 43,12De fluminibus. ne quid in flumine publico ripave eius fiat, quo peius navigetur (Von den Flüssen, dass Etwas in einem öffentlichen Flusse oder an dessen Ufer nicht geschehe, wodurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird.)Dig. 43,13Ne quid in flumine publico fiat, quo aliter aqua fluat, atque uti priore aestate fluxit (Dass in einem öffentlichen Fluss Etwas nicht geschehe, wodurch der Wasserfluss gegen den im vorhergehenden Sommer geändert wird.)Dig. 43,14Ut in flumine publico navigare liceat (Dass die Schifffahrt an einem öffentlichen Flusse gestattet sei.)Dig. 43,15De ripa munienda (Von der Befestigung des Ufers.)Dig. 43,16De vi et de vi armata (Von der Gewalt und der Gewalt mit Waffen.)Dig. 43,17Uti possidetis (Wie ihr besitzet.)Dig. 43,18De superficiebus (Von Erbpachtungen.)Dig. 43,19De itinere actuque privato (Von Privatwegen.)Dig. 43,20De aqua cottidiana et aestiva (Vom täglichen Wasser und dem Sommerwasser.)Dig. 43,21De rivis (Von den Kanälen.)Dig. 43,22De fonte (Von den Quellen.)Dig. 43,23De cloacis (Von den Kloaken.)Dig. 43,24Quod vi aut clam (Was gewaltsam oder heimlich.)Dig. 43,25De remissionibus (Von den Remissionen.)Dig. 43,26De precario (Vom bittweisen [Besitzverhältniss].)Dig. 43,27De arboribus caedendis (Vom Baumfällen.)Dig. 43,28De glande legenda (Vom Auflesen der Eicheln.)Dig. 43,29De homine libero exhibendo (Von der Auslieferung freier Menschen.)Dig. 43,30De liberis exhibendis, item ducendis (Von der Auslieferung der Kinder und deren Abführung.)Dig. 43,31Utrubi (Vom (Interdicte) Wo immer.)Dig. 43,32De migrando (Vom Ausziehen lassen.)Dig. 43,33De Salviano interdicto (Vom Salvianischen Interdict.)
Dig. 47,1De privatis delictis (Von den Privatverbrechen.)Dig. 47,2 (10,5 %)De furtis (Von den Diebstählen.)Dig. 47,3 (87,0 %)De tigno iuncto (Vom verbauten Balken.)Dig. 47,4Si is, qui testamento liber esse iussus erit, post mortem domini ante aditam hereditatem subripuisse aut corrupisse quid dicetur (Wenn angegeben werden wird, dass derjenige [Sclav], der in einem Testamente geheissen worden, frei zu sein, nach des Herrn Tode vor dem Erbschaftsantritt Etwas gestohlen oder verdorben habe.)Dig. 47,5Furti adversus nautas caupones stabularios (Von der Diebstahlsklage wider Schiffer, Gastwirthe und Stallwirthe.)Dig. 47,6Si familia furtum fecisse dicetur (Wenn ein Gesinde einen Diebstahl begangen haben soll.)Dig. 47,7Arborum furtim caesarum ([Von der Klage] wegen verstohlen umgehauener Bäume.)Dig. 47,8Vi bonorum raptorum et de turba ([Von der Klage] wegen Raubes und vom Getümmel.)Dig. 47,9De incendio ruina naufragio rate nave expugnata (Von [dem bei einer] Feuersbrunst, Einsturz, Schiffbruch [oder einem] erstürmten Flosse oder Schiffe [Geraubten].)Dig. 47,10De iniuriis et famosis libellis (Von Injurien und Schmähschriften.)Dig. 47,11De extraordinariis criminibus (Von ausserordentlichen Verbrechen.)Dig. 47,12De sepulchro violato (Von der Verletzung eines Begräbnisses.)Dig. 47,13De concussione (Von der Erpressung.)Dig. 47,14De abigeis (Von den Viehdieben.)Dig. 47,15De praevaricatione (Von der Prävarication.)Dig. 47,16De receptatoribus (Von den Hehlern.)Dig. 47,17De furibus balneariis (Von den Badedieben.)Dig. 47,18De effractoribus et expilatoribus (Von den Einbrechern und Ausplünderern.)Dig. 47,19Expilatae hereditatis ([Von] der Ausplünderung der Erbschaft.)Dig. 47,20Stellionatus (Vom Stellionat.)Dig. 47,21De termino moto (Von der Grenzverrückung.)Dig. 47,22De collegiis et corporibus (Von Genossenschaften und Körperschaften.)Dig. 47,23De popularibus actionibus (Von den Volkskklagen.)
Dig. 9,4,8Idem li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Si ser­vus com­mu­nis fur­tum fe­ce­rit, qui­vis ex do­mi­nis in so­li­dum noxa­li iu­di­cio te­ne­tur: eo­que iu­re uti­mur. sed non alias pot­erit is qui con­ven­tus est eva­de­re li­tis aes­ti­ma­tio­nem, ni­si in so­li­dum no­xae de­de­rit ser­vum, nec fe­ren­dus est, si par­tem de­de­re fue­rit pa­ra­tus. pla­ne si prop­ter hoc, quod so­cii de­de­re pa­ra­ti non fue­rint, in so­li­dum fue­rit con­dem­na­tus, com­mu­ni di­vi­dun­do vel fa­mi­liae er­cis­cun­dae iu­di­cio ad­ver­sus eos ex­pe­rie­tur. an­te noxa­le sa­ne iu­di­cium ac­cep­tum pot­erit sua par­te ce­den­do se­cu­ri­ta­tem con­se­qui, ne ne­ces­se ha­beat sus­ci­pe­re iu­di­cium: quam­quam quis pos­sit di­ce­re eve­ni­re, ut, dum pars ei­ve da­ta amit­tat ac­tio­nem: do­mi­nus enim pro par­te fac­tus non pot­est cum so­cio noxa­li ex­per­i­ri. for­tas­sis nec com­mu­ni di­vi­dun­do age­re pos­sit eius ma­le­fi­cii no­mi­ne, quod an­te com­mu­nio­nem ad­mis­sum est: quod si non pot­est, evi­den­ti in­iu­ria ad­fi­cie­tur. sed me­lius est di­ce­re, com­pe­te­re ei com­mu­ni di­vi­dun­do iu­di­cium.

Idem lib. XXXVII. ad Ed. Wenn ein Mehreren gehöriger Sclav einen Diebstahl begangen hat, so haftet jeder seiner Herren durch die Noxalklage auf das Ganze; dies ist Rechtens. Der in Anspruch genommene kann aber der Streitwürderung nur dadurch entgehen, wenn er den Sclaven ganz an Schädens Statt ausliefert, und er wird nicht gehört werden, wenn er auch seinen Antheil abzutreten bereit ist. Ist er aber deswegen, dass seine Mitgenossen sich nicht zur Auslieferung verstanden haben, auf das Ganze verurtheilt worden, so kann er gegen dieselben die Gemeinguts- oder Erbtheilungsklage erheben. So lange er sich auf die Noxalklage noch nicht eingelassen hat, kann er sich durch die Abtretung seines Antheils sicher stellen, um nicht zur Einlassung auf dieselbe genöthigt zu sein, wiewohl man auf der andern Seite behaupten kann, dass wenn dem[jenigen, der den Schaden erlitten hat,] ein Antheil abgetreten werde, er dadurch die Klage verliere; denn sobald er zum Theil Herr geworden ist, kann er nicht wider seinen Mitgenossen die Noxalklage erheben, — ja er dürfte wohl gar nicht einmal die Gemeingutstheilungsklage wegen einer solchen Uebelthat erheben dürfen, die vor [dem Anfang] der Gemeinschaft begangen worden ist —; allein wenn ihm dies nicht freistände, so würde er offenbar zu kurz kommen; darum ist es richtiger, anzunehmen, dass ihm die Gemeingutstheilungsklage zustehe.

Dig. 9,4,36Idem li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Si quis ser­vum pig­ne­ra­tum, de­in­de a de­bi­to­re sub­rep­tum eme­rit a de­bi­to­re, no­mi­ne eius fur­ti te­ne­bi­tur do­mi­nio ser­vi ad­quisi­to, nec ob­erit, quod Ser­via­na pot­est ei ho­mo avo­ca­ri. idem­que et si a mi­no­re quis vi­gin­ti quin­que an­nis eme­rit vel in frau­dem cre­di­to­rum sciens: hi enim, quam­vis au­fer­ri eis do­mi­nium pos­sit, in­ter­im ta­men con­ve­nien­di sunt.

Idem lib. XXXVII. ad Ed. Wer einen verpfändeten, nachher aber vom Schuldner wieder heimlich zu sich genommenen Sclaven vom Schuldner gekauft hat, der haftet für denselben wegen [von demselben begangenen] Diebstahls, weil er das Eigenthum an dem Sclaven erworben hat, und es thut nichts, dass derselbe ihm durch die Servianische Klage entrissen werden kann. Dasselbe ist der Fall, wenn Jemand von Einem, der noch nicht fünfundzwanzig Jahre alt ist, oder wissentlich, dass es zum betrüglichen Nachtheil der Gläubiger geschehe, [den Sclaven] gekauft hat; denn diese müssen, wiewohl ihnen das Eigenthum entzogen werden kann, dennoch unterdessen belangt werden.

Dig. 9,4,38Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. quem­ad­mo­dum si alii ven­di­dis­set: par­vi enim re­fert, cui ven­di­de­rit, ad­ver­sa­rio an alii: sua­que cul­pa li­tis aes­ti­ma­tio­nem sub­la­tu­rum, qui ven­den­do no­xae de­di­tio­nem si­bi ad­emit. 1Iu­lia­nus au­tem li­bro vi­cen­si­mo se­cun­do di­ges­to­rum scri­bit, si ser­vum pro de­relic­to ha­beam, qui ti­bi fur­tum fe­ce­rat, li­be­ra­ri me, quia sta­tim meus es­se de­si­nit, ne eius no­mi­ne, qui si­ne do­mi­no sit, fur­ti sit ac­tio. 2Si ser­vus meus rem tuam sub­tra­xe­rit et ven­di­de­rit tu­que num­mos quos ex pre­tio ha­be­bat ei ex­cus­se­ris, lo­cus erit fur­ti ac­tio­ni ul­tro ci­tro­que: nam et tu ad­ver­sus me fur­ti ages noxa­li ser­vi no­mi­ne et ego ad­ver­sus te num­mo­rum no­mi­ne. 3Sed et si ser­vo cre­di­to­ris mei sol­ve­rim num­mos, ut is eos do­mi­no suo det, ae­que lo­cus erit fur­ti ac­tio­ni, si is num­mos ac­cep­tos in­ter­ce­pe­rit.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. wie wenn er ihn an einen Andern verkauft hätte; denn es ist einerlei, an wen er ihn verkauft hat, ob an den Gegner selbst oder an einen Andern, und wenn er sich durch den Verkauf der Möglichkeit der Auslieferung des Schadensstifters beraubt hat, so muss er durch seine eigene Schuld die Streitwürderung tragen. 1Julian schreibt aber im zweiundzwanzigsten Buche der Digesten, dass ich, wenn ich einen Sclaven laufen lasse, der dich bestohlen hat, frei von aller Verbindlichkeit werde, weil er sofort aufhört, mir gehörig zu sein, damit nicht wegen eines herrenlosen Sclaven die Diebstahlsklage Statt finde. 2Wenn mein Sclav eine dir gehörige Sache gestohlen und verkauft hat, und du ihm das aus deren Verkauf gelöste Geld aus der Hand geschlagen hast, so findet von beiden Seiten die Diebstahlsklage Statt; denn du kannst sowohl wegen des von dem Sclaven begangenen Diebstahls die Noxalklage wider mich erheben, als ich wider dich wegen der Geldstücke. 3Auch wenn ich dem Sclaven meines Gläubigers Geld gezahlt habe, damit dieser es seinem Herrn gebe, wird, wenn dieser die empfangenen Gelder untergeschlagen, ebenfalls die Diebstahlsklage Statt finden.

Dig. 9,4,42Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Si ad li­ber­ta­tem pro­cla­ma­ve­rit is cu­ius no­mi­ne noxa­le iu­di­cium sus­cep­tum est, sus­ti­ne­ri de­bet id iu­di­cium, quo­ad de sta­tu eius iu­di­ce­tur: et sic, si qui­dem ser­vus fue­rit pro­nun­tia­tus, noxa­le iu­di­cium ex­er­ce­bi­tur, si li­ber, in­uti­le vi­de­bi­tur. 1Si quis pro ser­vo mor­tuo igno­rans eum de­ces­sis­se noxa­le iu­di­cium ac­ce­pe­rit, ab­sol­vi de­bet, quia de­siit11Die Großausgabe liest de­sit statt de­siit. ve­rum es­se prop­ter eum da­re opor­te­re. 2Hae ac­tio­nes per­pe­tuae sunt lo­cum­que ha­be­bunt tam­diu, quam­diu ser­vi de­den­di fa­cul­ta­tem ha­be­mus: nec tan­tum no­bis, ve­rum et­iam suc­ces­so­ri­bus nos­tris com­pe­tent, item ad­ver­sus suc­ces­so­res, sed non qua­si in suc­ces­so­res, sed iu­re do­mi­nii. pro­in­de et si ser­vus ad alium per­ve­nis­se pro­po­na­tur, iu­re do­mi­nii noxa­li iu­di­cio no­vus do­mi­nus con­ve­nie­tur.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Wenn derjenige, dessen wegen eine Noxalklage eingeleitet worden, frei zu sein behauptet hat, so muss dieses Verfahren angehalten werden, bis über sein Standesrecht erkannt worden ist; ist er nun also für einen Sclaven erklärt worden, so tritt die Noxalklage wieder in Wirksamkeit, wenn aber für einen Freien, so erscheint sie als unnütz. 1Wer wegen eines gestorbenen Sclaven, ohne von seinem Tode unterrichtet zu sein, sich auf eine Noxalklage eingelassen hat, der muss freigesprochen werden, weil die Verbindlichkeit, seinetwegen Ersatz zu leisten, wegfällt. 2Diese Klagen sind immerwährend, und haben so lange Statt, als man die Fähigheit besitzt, den Sclaven auszuliefern; auch steht sie nicht blos uns selbst, sondern auch unsern Nachfolgern zu; nicht minder wider die Nachfolger, jedoch nicht als solche, sondern in Folge des Eigenthumsrechts. Wenn es daher der Fall ist, dass ein Sclav an einen Andern gekommen ist, so wird der neue Herr in Folge des Eigenthumsrechts mit der Noxalklage belangt.

Dig. 11,1,16Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Si ser­vus ab hos­ti­bus cap­tus sit, de quo quis in iu­re in­ter­ro­ga­tus re­spon­de­rit in sua po­tes­ta­te es­se, quam­vis iu­ra post­li­mi­nio­rum pos­sint ef­fi­ce­re du­bi­ta­re nos, at­ta­men11Die Großausgabe liest ad­ta­men statt at­ta­men. non pu­to lo­cum es­se noxa­li ac­tio­ni, quia non est in nos­tra po­tes­ta­te. 1Quam­quam au­tem pla­cet et­iam eum te­ne­ri, qui alie­num ser­vum suum fas­sus es­set, at­ta­men22Die Großausgabe liest ad­ta­men statt at­ta­men. rec­tis­si­me pla­cuit eum de­mum te­ne­ri, qui suum po­tuit ha­be­re, ce­te­rum, si do­mi­nium quae­re­re non po­tuit, non te­ne­ri.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Wenn ein Sclav in feindliche Gefangenschaft gerathen ist, dessen wegen Jemand vor Gericht befragt die Antwort gegeben hat, dass er sich in seiner Gewalt befinde, so kann, meiner Meinung nach, selbst wenn das Heimkehrrecht uns zweifelhaft machen könnte, dennoch die Noxalklage nicht Statt haben, weil er sich nicht in unserer Gewalt befindet. 1Wiewohl nun auch derjenige haften muss, der einen fremden Sclaven für den seinigen ausgegeben hat, so hat man doch mit vollem Rechte angenommen, dass [in diesem Fall] nur derjenige hafte, der ihn in seiner Gewalt haben konnte; denn wenn er das Eigenthum nicht hat erwerben können, so haftet er nicht.

Dig. 16,1,26Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Si mu­lier in­ter­ce­den­di ani­mo ser­vum alie­num suum es­se re­spon­de­rit, qua­si in­ter­ces­se­rit au­xi­lio se­na­tus con­sul­ti ute­tur. pla­ne si pro bo­na fi­de ser­vien­te si­bi re­spon­de­rit, non vi­de­tur in­ter­ces­sis­se.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Wenn eine Frau, in der Absicht zu intercediren, geantwortet haben sollte, dass ein fremder Sclav der ihrige sei, so wird sie, gleich als ob sie intercedirt habe, sich der Hülfe des Senatsschlusses bedienen; freilich wenn sie geantwortet haben sollte, als wenn er ihr in gutem Glauben diene, so scheint sie nicht intercedirt zu haben.

Dig. 22,5,12Ul­pia­nus li­bro tri­ge­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Ubi nu­me­rus tes­tium non ad­ici­tur, et­iam duo suf­fi­cient: plu­ra­lis enim elo­cu­tio duo­rum nu­me­ro con­ten­ta est.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Wo die Zahl der Zeugen nicht beigefügt wird, da werden auch zwei genügen; denn wenn man von der Mehrzahl redet, so ist man mit der Zahl von Zweien zufrieden.

Dig. 47,2,50Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. In fur­ti ac­tio­ne non quod in­ter­est qua­dru­pla­bi­tur vel du­pla­bi­tur, sed rei ve­rum pre­tium. sed et si res in re­bus hu­ma­nis es­se de­sie­rit, cum iu­di­ca­tur, ni­hi­lo mi­nus con­dem­na­tio fa­cien­da est. item­que et si nunc de­te­rior sit, aes­ti­ma­tio­ne re­la­ta in id tem­pus, quo fur­tum fac­tum est. quod si pre­tio­sior fac­ta sit, eius du­plum, quan­ti tunc, cum pre­tio­sior fac­ta est, fue­rit, aes­ti­ma­bi­tur, quia et tunc fur­tum eius fac­tum es­se ve­rius est. 1Ope con­si­lio fur­tum fac­tum Cel­sus ait non so­lum, si id­cir­co fue­rit fac­tum, ut so­cii fu­ra­ren­tur, sed et si non, ut so­cii fu­ra­ren­tur, in­imi­ci­tia­rum ta­men cau­sa fe­ce­rit. 2Rec­te Pe­dius ait, sic­ut ne­mo fur­tum fa­cit si­ne do­lo ma­lo, ita nec con­si­lium vel opem fer­re si­ne do­lo ma­lo pos­se. 3Con­si­lium au­tem da­re vi­de­tur, qui per­sua­det et im­pel­lit at­que in­struit con­si­lio ad fur­tum fa­cien­dum: opem fert, qui mi­nis­te­rium at­que ad­iu­to­rium ad sub­ri­pien­das res prae­bet. 4Cum eo, qui pan­num ru­brum os­ten­dit fu­ga­vit­que pe­cus, ut in fu­res in­ci­de­ret, si qui­dem do­lo ma­lo fe­cit, fur­ti ac­tio est: sed et si non fur­ti fa­cien­di cau­sa hoc fe­cit, non de­bet im­pu­ni­tus es­se lu­sus tam per­ni­cio­sus: id­cir­co La­beo scri­bit in fac­tum dan­dam ac­tio­nem.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Bei der Diebstahlsklage wird nicht das Interesse vervierfacht, oder verdoppelt, sondern der wahre Werth der Sache. Auch wenn die Sache aufgehört hat, zu existiren, wenn rechtlich erkannt wird, ist die Verurtheilung nichtsdestoweniger darnach zu treffen. Ingleichen, wenn sie jetzt schlechter ist, wo denn die Schätzung auf die Zeit zurückbezogen wird, wo der Diebstahl geschehen ist. Ist sie hingegen werthvoller geworden, so wird das Doppelte von Dem geschätzt, was sie werth war, ehe sie werthvoller ward, weil ja auch damals der Diebstahl an ihr begangen worden ist. 1Mit Hülfe und Rath [Jemandes], sagt Celsus, ist ein Diebstahl nicht blos dann verübt worden, wenn Etwas der Art zu dem Ende geschehen ist, damit die Gehülfen den Diebstahl ausführen sollten, sondern auch wenn er es nicht in der Absicht, dass letzteres geschehe, jedoch aus Feindseligkeit gethan hat. 2Richtig sagt Pedius: gleichwie Niemand einen Diebstahl ohne Arglist begehen kann, so könne er auch nicht Rath und Hülfe ohne Arglist leisten. 3Rath scheint Derjenige zu geben, wer zuredet, antreibt und durch Rath unterrichtet, einen Diebstahl auszuführen; Hülfe leistet Derjenige, der seinen Dienst und hilfreiche Hand zur Entwendung von Sachen bietet. 4Wider Den, der rothes Tuch hingehalten und Vieh damit scheu gemacht hat, dass es den Dieben in die Hände falle, ist, wenn er es in böser Absicht gethan, die Diebstahlsklage begründet. Auch wenn er es aber nicht gethan, um einen Diebstahl zu begehen, so darf doch ein so verderblicher Scherz nicht ungestraft bleiben; darum schreibt Labeo, es müsse die Klage auf das Geschehene ertheilt werden.

Dig. 47,2,52Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Si quis uxo­ri res ma­ri­ti sub­tra­hen­ti opem con­si­lium­ve ac­com­mo­da­ve­rit, fur­ti te­ne­bi­tur. 1Sed et si fur­tum cum ea fe­cit, te­ne­bi­tur fur­ti, cum ip­sa non te­n­ea­tur. 2Ip­sa quo­que si opem fu­ri tu­lit, fur­ti non te­ne­bi­tur, sed re­rum amo­ta­rum. 3Ser­vi ve­ro sui no­mi­ne fur­ti eam te­ne­ri ne­qua­quam amb­igen­dum est. 4Idem di­cen­dum est et in fi­lio fa­mi­lias mi­li­te: nam ip­se pa­tri fur­ti non te­ne­bi­tur, ser­vi au­tem sui no­mi­ne cas­tren­sis te­ne­bi­tur, si pa­tri ser­vus fur­tum fe­ce­rit. 5Sed si fi­lius meus, qui ha­bet cas­tren­se pe­cu­lium, fur­tum mi­hi fe­ce­rit, an pos­sim ac­tio­ne uti­li ad­ver­sus eum age­re, vi­den­dum est, cum ha­beat, un­de sa­tis­fa­ciat. et pot­est de­fen­di agen­dum. 6An au­tem pa­ter fi­lio te­n­ea­tur, si rem eius cas­tren­sis pe­cu­lii sub­tra­xe­rit, vi­dea­mus: et pu­tem te­ne­ri: non tan­tum igi­tur fur­tum fa­ciet fi­lio, sed et­iam fur­ti te­ne­bi­tur. 7Eum cre­di­to­rem, qui post so­lu­tam pe­cu­niam pig­nus non red­dat, te­ne­ri fur­ti Me­la ait, si ce­lan­di ani­mo re­ti­neat: quod ve­rum es­se ar­bi­tror. 8Si sul­pu­ra­riae sunt in agro et in­de ali­quis ter­ram eges­sis­set abs­tu­lis­set­que, do­mi­nus fur­ti aget: de­in­de co­lo­nus con­duc­ti ac­tio­ne con­se­que­tur, ut id ip­sum si­bi prae­sta­re­tur. 9Si ser­vus tuus vel fi­lius po­lien­da ves­ti­men­ta sus­ce­pe­rit, an fur­ti ac­tio­nem ha­beas, quae­ri­tur. et si qui­dem pe­cu­lium ser­vi sol­ven­do sit, potes ha­be­re fur­ti ac­tio­nem, si non fue­rit sol­ven­do, di­cen­dum est non com­pe­te­re fur­ti ac­tio­nem. 10Sed et si rem fur­ti­vam im­pru­dens quis eme­rit et ei sub­rep­ta sit, ha­be­bit fur­ti ac­tio­nem. 11Apud La­beo­nem re­la­tum est, si si­li­gi­na­rio quis di­xe­rit, ut quis­quis no­mi­ne eius si­li­gi­nem pe­tis­set, ei da­ret, et qui­dam ex trans­eun­ti­bus cum au­dis­set, pe­tiit eius no­mi­ne et ac­ce­pit: fur­ti ac­tio­nem ad­ver­sus eum, qui sup­pe­tet, si­li­gi­na­rio com­pe­te­re, non mi­hi: non enim mi­hi neg­otium, sed si­bi si­li­gi­na­rius ges­sit. 12Si fu­gi­ti­vum meum quis qua­si suum a duum­vi­ro vel ab aliis qui po­tes­ta­tem ha­bent de car­ce­re vel cus­to­dia di­mit­te­ret, an is fur­ti te­n­ea­tur? et pla­cet, si fi­de­ius­so­res de­dit, in eos do­mi­no ac­tio­nem dan­dam, ut hi ac­tio­nes suas mi­hi man­dent: quod si non ac­ce­pe­rint fi­de­ius­so­rem, sed tam­quam suum ac­ci­pien­ti ei tra­di­de­rint, do­mi­num fur­ti ac­tio­nem ad­ver­sus pla­gia­rium ha­bi­tu­rum. 13Si quis de ma­nu ali­cu­ius num­mos au­reos vel ar­gen­teos vel aliam rem ex­cus­se­rit, ita fur­ti te­ne­tur, si id­eo fe­cit, ut alius tol­le­ret, is­que sus­tu­le­rit. 14Si quis mas­sam meam ar­gen­team sub­ri­pue­rit et po­cu­la fe­ce­rit, pos­sum vel po­cu­lo­rum vel mas­sae fur­ti age­re vel con­dic­tio­ne. idem est et in uvis et in mus­to et in vi­na­ceis: nam et uva­rum et mus­ti et vi­na­ceo­rum no­mi­ne fur­ti age­re pot­est, sed et con­di­ci. 15Ser­vus, qui se li­be­rum ad­fir­ma­vit, ut si­bi pe­cu­nia cre­de­re­tur, fur­tum non fa­cit: nam­que hic ni­hil am­plius quam ido­neum se de­bi­to­rem ad­fir­mat. idem est et in eo, qui se pa­trem fa­mi­lias fin­xit, cum es­set fi­lius fa­mi­lias, ut si­bi promp­tius pe­cu­nia cre­de­re­tur. 16Iu­lia­nus li­bro vi­cen­si­mo se­cun­do di­ges­to­rum scrip­sit, si pe­cu­niam quis a me ac­ce­pe­rit, ut cre­di­to­ri meo sol­vat, de­in­de, cum tan­tam pe­cu­niam ei­dem cre­di­to­ri de­be­ret, suo no­mi­ne sol­ve­rit, fur­tum eum fa­ce­re. 17Si Ti­tius alie­nam rem ven­di­dit et ab emp­to­re ac­ce­pit num­mos, non vi­de­tur num­mo­rum fur­tum fe­cis­se. 18Si ex duo­bus so­ciis om­nium bo­no­rum unus rem pig­no­ri ac­ce­pe­rit ea­que sub­rep­ta sit, Me­la scrip­sit eum so­lum fur­ti ha­be­re ac­tio­nem, qui pig­no­ri ac­ce­pit, so­cium non ha­be­re. 19Ne­que ver­bo ne­que scrip­tu­ra quis fur­tum fa­cit: hoc enim iu­re uti­mur, ut fur­tum si­ne con­trec­ta­tio­ne non fiat. qua­re et opem fer­re vel con­si­lium da­re tunc no­cet, cum se­cu­ta con­trec­ta­tio est. 20Si quis asi­num meum co­egis­set et in equas suas τῆς γονῆς dum­ta­xat χάριν ad­mi­sis­set, fur­ti non te­ne­tur, ni­si fu­ran­di quo­que ani­mum ha­buit. quod et He­ren­nio Mo­des­ti­no stu­dio­so meo de Dal­ma­tia con­su­len­ti re­scrip­si cir­ca equos, qui­bus eius­dem rei gra­tia sub­ie­cis­se quis equas suas pro­po­ne­ba­tur, fur­ti ita de­mum te­ne­ri, si fu­ran­di ani­mo id fe­cis­set, si mi­nus, in fac­tum agen­dum. 21Cum Ti­tio ho­nes­to vi­ro pe­cu­niam cre­de­re vel­lem, sub­ie­cis­ti mi­hi alium Ti­tium ege­num, qua­si il­le es­set lo­cu­ples, et num­mos ac­cep­tos cum eo di­vi­sis­ti: fur­ti te­nea­ris, qua­si ope tua con­si­lio­que fur­tum fac­tum sit: sed et Ti­tius fur­ti te­ne­bi­tur. 22Ma­io­ra quis pon­de­ra ti­bi com­mo­da­vit, cum eme­res ad pon­dus: fur­ti eum ven­di­to­ri te­ne­ri Me­la scri­bit: te quo­que, si scis­ti: 22Die Großausgabe fügt nam ein. non enim11Die Großausgabe lässt enim aus. ex vo­lun­ta­te ven­di­to­ris ac­ci­pis, cum er­ret in pon­de­re. 23Si quis ser­vo meo per­sua­se­rit, ut no­men suum ex in­stru­men­to pu­ta emp­tio­nis tol­le­ret, et Me­la scrip­sit et ego pu­to fur­ti agen­dum. 24Sed si ser­vo per­sua­sum sit, ut ta­bu­las meas de­scri­be­ret, pu­to, si qui­dem ser­vo per­sua­sum sit, ser­vi cor­rup­ti agen­dum, si ip­se fe­cit, de do­lo ac­tio­nem dan­dam. 25Si li­nea mar­ga­ri­ta­rum sub­rep­ta sit, di­cen­dus est nu­me­rus. sed et si de vi­no fur­ti aga­tur, ne­ces­se est di­ci, quot am­pho­rae sub­rep­tae sint. si va­sa sub­rep­ta sint, nu­me­rus erit di­cen­dus. 26Si ser­vus meus, qui ha­be­bat pe­cu­lii ad­mi­nis­tra­tio­nem li­be­ram, pac­tus sit cum eo non do­na­tio­nis cau­sa, qui rem eius pe­cu­lia­rem sub­ri­pue­rat, rec­te trans­ac­tum vi­de­tur: quam­vis enim do­mi­no quae­ra­tur fur­ti ac­tio, at­ta­men in pe­cu­lio ser­vi est. sed et si to­ta poe­na fur­ti du­pli ser­vo so­lu­ta sit, non du­bie fur li­be­ra­bi­tur. cui con­se­quens est, ut, si for­te a fu­re ac­ce­pe­rit ser­vus, quod ei rei sa­tis es­se vi­dea­tur, si­mi­li­ter rec­te trans­ac­tum vi­dea­tur. 27Si quis iu­ra­ve­rit se fur­tum non fe­cis­se, de­in­de rem fur­ti­vam con­trec­tet, fur­ti qui­dem ac­tio per­emi­tur, rei ta­men per­se­cu­tio do­mi­no ser­va­tur. 28Si ser­vus sub­rep­tus he­res in­sti­tu­tus fue­rit, fur­ti iu­di­cio ac­tor con­se­que­tur et­iam pre­tium he­redi­ta­tis, si mo­do ser­vus, an­te­quam ius­su do­mi­ni ad­eat, mor­tuus fue­rit. con­di­cen­do quo­que mor­tuum idem con­se­que­tur. 29Si sta­tu­li­ber sub­rep­tus sit vel res sub con­di­cio­ne le­ga­ta, de­in­de, an­te­quam ad­ea­tur, ex­ti­te­rit con­di­cio, fur­ti iam agi non pot­est, quia de­siit in­ter­es­se he­redis: pen­den­te au­tem con­di­cio­ne tan­ti aes­ti­man­dus est, quan­ti emp­to­rem pot­est in­ve­ni­re.

Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Wer einer Ehefrau beim Entwenden von Sachen ihres Ehemannes Rath und Hülfe geleistet hat, der wird wegen Diebstahls haften. 1Auch haftet er wegen Diebstahls, wenn er mit ihr gestohlen hat, während sie selbst nicht haftet. 2Auch haftet sie selbst dann nicht wegen Diebstahls, wenn sie einem Diebe Rath und Hülfe geleistet, sondern blos wegen abhanden gebrachter Sachen. 3Dass sie aber Namens ihres Sclaven wegen Diebstahls hafte, daran hat gar kein Zweifel statt. 4Dasselbe gilt auch von einem Haussohn, der Soldat ist, denn seinem Vater haftet er nicht wegen Diebstahls, allein Namens seines zu seinem im Felde erworbenen Sondergute gehörigen Sclaven wird er haften, wenn der Sclav seinen Vater bestohlen hat. 5Wenn mich aber mein Sohn bestohlen hat, der ein im Felde erworbenes Sondergut besitzt, kann ich da wider ihn eine analoge Klage erheben? Es liesse sich doch wohl hören, da er Etwas besitzt, woraus Befriedigung zu erlangen steht. Und es lässt sich in der That die Behauptung vertheidigen, dass Klage erhoben werden könne. 6Haftet aber der Vater dem Sohn, wenn er eine zu seinem im Felde erworbenen Sondergute gehörige Sache gestohlen hat? Ich sollte meinen, dass er haften müsse, er wird also seinen Sohn nicht blos bestehlen, sondern auch wegen Diebstahls haften. 7Derjenige Gläubiger, der nach Rückzahlung der Schuld das Pfand nicht zurückgiebt, sagt Mela, hafte wegen Diebstahls, wenn er es in der Absicht zurückbehalte, um es zu verhehlen; dies halte ich für richtig. 8Wenn sich auf einem Acker Schwefelgruben befinden, und Jemand davon Erde entnommen und fortgeschafft hat, so kann der Eigenthümer wegen Diebstahls klagen; der [etwanige] Pächter wird sodann durch die Pachtklage die Zurückerstattung desselben verlangen. 9Es ist die Frage, ob du die Diebstahlsklage habest, wenn dein Sclav oder Sohn Kleider zu reinigen übernommen hat. Ist das Sondergut des Sclaven zahlungsfähig, so kannst du die Diebstahlsklage erheben, wo nicht, so ist dieselbe nicht zuständig. 10Auch wenn aber Jemand, ohne es zu wissen, eine gestohlene Sache gekauft hat, und ihm dieselbe gestohlen worden ist, wird er die Diebstahlsklage haben. 11Bei Labeo findet sich berichtet, dass, als Jemand zu einem Winterweizenhändler11Siliginarius, s. Duker. l. l. p. 397. gesagt, dass er Jedwedem, der in seinem22Ejus für suo, s. Jens. l. l. p. 493. Namen Winterweizen gefodert hätte, solchen geben solle, und einer von den Vorübergehenden, der dies gehört, dergleichen in dessen Namen gefodert und erhalten hatte, dem Händler die Diebstahlsklage wider Den, welcher den Weizen verlangt hätte, zustehe, und nicht mir; denn der Händler habe kein Geschäft für mich geführt, sondern für sich. 12Wer meinen entlaufenen Sclaven, wie wenn er ihm gehöre, vom Duumvir, oder Andern, die die Gewalt haben, aus dem Gefängniss oder der Wache zu entlassen, gefodert und erhalten hat, haftet der wegen Diebstahls? Man hat angenommen, dass, wenn er Bürgen gestellt, dem Herrn wider diese die Klage ertheilt werden müsse, dass sie mir ihre Klagen abtreten. Haben [die Duumvirn] aber keinen Bürgen bestellen lassen, sondern jenem [den Sclaven], als nehme er sein Eigenthum in Empfang, zurückgegeben, so wird der Herr die Diebstahlsklage wider den Plagiarier haben. 13Wer Jemandem Gold- oder Silbermünzen oder eine andere Sache aus der Hand geschlagen hat, der haftet dann wegen Diebstahls, wenn er es in der Absicht gethan hat, dass sie ein Anderer aufraffen solle, und dieser sie fortgeschleppt hat. 14Ad Dig. 47,2,52,14Windscheid: Lehrbuch des Pandektenrechts, 7. Aufl. 1891, Bd. I, § 187, Note 3.Wenn Jemand eine mir gehörige Masse Silber gestohlen und Becher daraus gemacht hat, so kann ich sowohl wegen der Becher als der Masse Diebstahlsklage oder Condiction erheben. Dasselbe gilt von Trauben, vom Most und Weinbeerenkernen, denn wegen aller dieser Gegenstände kann ebensowohl die Diebstahlsklage als die Condiction erhoben werden. 15Der Sclave, der sich für einen Freien ausgab, damit ihm Geld creditirt werde, begeht keinen Diebstahl, denn er thut nichts weiter, als er giebt sich für einen sichern Schuldner aus. Dasselbe gilt von Dem, der sich für einen Hausvater ausgegeben hat, während er Haussohn war, damit ihm um so leichter Geld creditirt werde. 16Julianus hat im zweiundzwanzigsten Buche der Digesten geschrieben, wenn Jemand von mir Geld erhalten, um meinem Gläubiger Zahlung zu leisten, darnach aber, da er demselben Gläubiger ebensoviel Geld verschuldete, in seinem Namen gezahlt habe, so begehe er einen Diebstahl. 17Wenn Titius eine fremde Sache gekauft und vom Käufer die Geldstücke in Empfang genommen hat, so wird nicht angenommen, als habe er an den letztern einen Diebstahl begangen. 18Wenn einer von zweien Gesellschaftern ihres gesammten Vermögens eine Sache zum Pfande erhalten hat, und dieselbe gestohlen worden ist, so, hat Mela geschrieben, dass der allein die Diebstahlsklage habe, der sie zum Pfande erhalten, sein Gesellschafter habe sie aber nicht. 19Weder durch Wort noch durch Schrift begeht Jemand einen Diebstahl, denn es ist bei uns Rechtens, dass ein Diebstahl nicht ohne Entwendung geschehen kann; deshalb schadet es auch nur dann, Hülfe zu leisten, oder Rath zu ertheilen, wenn eine Entwendung wirklich erfolgt ist. 20Wenn Jemand meinen Esel festgehalten und ihn des Belegens halber33τῆς γονῆς χάριν admittere, s. Jul. Forner Rer. quotid. Lib. III. c. 21. (T. O. III. 217.) zu seinen Stuten zugelassen hat, so haftet er nur dann, wenn er eine diebische Absicht hatte. Dies habe ich auch meinem Schüler Herennius Modestinus aus Dalmatien auf geschehene Anfrage um Rath in Betreff von Hengsten erwidert, mit denen Jemand zu demselben Zweck seine Stuten belegt hatte, dass er nur dann wegen Diebstahls hafte, wenn er es in diebischer Absicht gethan habe, wo nicht, so könne nur Klage auf das Geschehene erhoben werden. 21Als ich dem Titius, einem ehrsamen Manne, Geld leihen wollte, hast du mir einen dürftigen Mann des Namens Titius untergeschoben, als wenn er reich sei, und die empfangenen Gelder mit ihm getheilt. Du haftest hier wegen Diebstahls, wie wenn der Diebstahl mit deiner Hülfe und deinem Rathe geschehen wäre; aber auch Titius haftet wegen Diebstahls. 22Wenn dir Jemand schwereres Gewicht geliehen, als du nach Gewicht kauftest, so, schreibt Mela, hafte er dem Verkäufer wegen Diebstahls, du aber auch, wenn du darum gewusst, denn du empfängst nicht mit des Verkäufers Willen, da er in dem Gewicht irrt. 23Wenn Jemand meinen Sclaven überredet hat, dass er seinen Namen aus einer Urkunde, z. B. einem Kaufcontracte ausstreichen solle, so schrieb Mela, und ich theile diese Meinung, dass Diebstahlsklage erhoben werden müsse. 24Wenn aber einem Sclaven zugeredet worden ist, meine Urkunden abzuschreiben, so glaube ich, dass, wenn der Sclave wirklich überredet worden, wegen Verführung des Sclaven, wenn er es aus sich gethan, wegen Arglist geklagt werden müsse. 25Wenn eine Schnur Perlen gestohlen worden, so muss die Zahl angegeben werden. Auch wenn wegen Weins Diebstahlsklage erhoben worden, ist die Angabe der gestohlenen Flaschen nothwendig. Wenn Gefässe gestohlen worden sind, ist ebenfalls Angabe der Zahl erfoderlich. 26Wenn mein Sclave, der die freie Verwaltung seines Sondergutes hatte, sich mit Dem, der eine dazu gehörige Sache gestohlen, nicht Schenkungs halber verglichen hat, so erscheint der Vergleich als rechtsgültig; denn wenngleich dem Herrn die Diebstahlsklage erworben wird, so gehört sie doch zu des Sclaven Sondergute. Auch dann aber wird der Dieb zweifelsohne befreiet werden, wenn die ganze Strafe des Doppelten an den Sclaven gezahlt worden ist. Dem ist es entsprechend, dass, wenn der Sclave soviel erhalten hat, als ihm desfalls hinreichend schien, ebenfalls der Vergleich als rechtsgültig erscheint. 27Wenn Jemand geschworen hat, er habe keinen Diebstahl begangen, aber nachher die gestohlne Sache entwendet, so wird zwar die Diebstahlsklage erlöschen, allein die rechtliche Verfolgung bleibt dem Eigenthümer vorbehalten. 28Wenn ein gestohlener Sclave zum Erben eingesetzt worden ist, so wird der Kläger mittels der Diebstahlsklage auch den Werth der Erbschaft erhalten, sobald der Sclave früher gestorben, bevor er sie auf Geheiss des Herrn antritt. Wenn er wegen des gestorbenen [Sclaven] die Condiction erhebt, wird er Dasselbe erlangen. 29Wenn ein Bedingtfreier gestohlen worden, oder eine Sache unter einer Bedingung vermacht worden, und nachher die Bedingung vor dem Erbschaftsantritt in Erfüllung gegangen ist, so kann nicht mehr wegen Diebstahls geklagt werden, weil das Interesse des Erben weggefallen ist. Während Obschwebens der Bedingung muss Ersterer aber auf so hoch gewürdert werden, als sich ein Käufer dazu findet.

Dig. 47,3,1Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Lex duo­de­cim ta­bu­la­rum ne­que sol­ve­re per­mit­tit tig­num fur­ti­vum ae­di­bus vel vi­neis iunc­tum ne­que vin­di­ca­re (quod pro­vi­den­ter lex ef­fe­cit, ne vel ae­di­fi­cia sub hoc prae­tex­tu di­ruan­tur vel vi­nea­rum cul­tu­ra tur­be­tur): sed in eum, qui con­vic­tus est iun­xis­se, in du­plum dat ac­tio­nem. 1Tig­ni au­tem ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­tur om­nis ma­te­ria, ex qua ae­di­fi­cium con­stet, vi­neae­que ne­ces­sa­ria. un­de qui­dam aiunt te­gu­lam quo­que et la­pi­dem et tes­tam ce­te­ra­que, si qua ae­di­fi­ciis sunt uti­lia (tig­na enim a te­gen­do dic­ta sunt), hoc am­plius et cal­cem et ha­re­nam tigno­rum ap­pel­la­tio­ne con­ti­ne­ri. sed et in vi­neis tig­ni ap­pel­la­tio­ne om­nia vi­neis ne­ces­sa­ria con­ti­nen­tur, ut pu­ta per­ti­cae pe­d­amen­ta. 2Sed et ad ex­hi­ben­dum dan­da est ac­tio: nec enim par­ci opor­tet ei, qui sciens alie­nam rem ae­di­fi­cio in­clu­sit vin­xit­ve: non enim sic eum con­ve­ni­mus qua­si pos­si­den­tem, sed ita, qua­si do­lo ma­lo fe­ce­rit, quo mi­nus pos­si­deat.

Ad Dig. 47,3,1Windscheid: Lehrbuch des Pandektenrechts, 7. Aufl. 1891, Bd. I, § 188, Note 16.Ulp. lib. XXXVII. ad Ed. Das Zwölftafelgesetz gestattet weder die Herausnahme eines gestohlenen und in einem Hause oder Weinberge verbaueten Balkens, noch dessen Foderung mittels der Eigenthumsklage. Das Gesetz that dies mit wohlweiser Fürsicht, damit nicht Gebäude unter diesem Vorwande wieder müssen eingerissen, oder die Cultur der Weinberge gestört werden; allein wider den des Vorbauens Ueberführten ertheilt es eine Klage auf das Doppelte. 1Unter Balken (tignum) ist aber jedwedes Material begriffen, woraus ein Gebäude besteht, oder der zu einem Weinberge nothwendig ist. Daher sagen Einige, dass auch Ziegel, Steine und Backsteine44Testa, s. Cuj. Obs. IX. 26. und alles Uebrige, was sonst zu Gebäuden nützlich ist (denn das Wort tignum kommt von tegere (bedecken) her), also auch Kalk und Sand unter der Benennung Balken mit verstanden werde. Ebenso ist unter der Benennung Balken in Bezug auf Weinberge alles dazu Erforderliche begriffen, wie z. B. Latten55Perticae, s. l. 168. de v. s. (Weidengerten zum Anbinden? und Pfahle. 2Es muss aber auch die Klage auf Auslieferung ertheilt werden, denn es darf Derjenige nicht geschont werden, der wissentlich in ein Gebäude eine fremde Sache eingeschlossen und befestigt hat; man greift ihn nemlich nicht als Besitzer an, sondern als habe er es durch Arglist dahingebracht, dass er nicht mehr besitze.

Dig. 48,8,9Idem li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Fu­rem noc­tur­num si quis oc­ci­de­rit, ita de­mum im­pu­ne fe­ret, si par­ce­re ei si­ne pe­ri­cu­lo suo non po­tuit.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 50,16,192Ul­pia­nus li­bro tri­gen­si­mo sep­ti­mo ad edic­tum. Haec ad­iec­tio ‘plu­ris­ve’ non in­fi­ni­tam pe­cu­niam con­ti­net, sed mo­di­cam, ut ta­xa­tio haec ‘so­li­dos de­cem plu­ris­ve’ ad mi­nu­tu­lam sum­mam re­fe­ra­tur.

Übersetzung nicht erfasst.