Corpus iurisprudentiae Romanae

Repertorium zu den Quellen des römischen Rechts

Digesta Iustiniani Augusti

Recognovit Mommsen (1870) et retractavit Krüger (1928)
Deutsche Übersetzung von Otto/Schilling/Sintenis (1830–1833)
Maur.
Iunii Mauriciani Opera

Iunii Mauriciani Opera

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Index

2.
De poenis libri (1 fragmentum)

Ad legem Iuliam et Papiam libri

Ex libro II

Dig. 31,57Iu­nius Mau­ri­cia­nus li­bro se­cun­do ad le­gem Iu­liam et Pa­piam. Si Au­gus­tae le­ga­ve­ris et ea in­ter ho­mi­nes es­se de­sie­rit, de­fi­cit quod ei re­lic­tum est, sic­uti di­vus Ha­d­ria­nus in Plo­ti­nae et pro­xi­me im­pe­ra­tor An­to­ni­nus in Faus­ti­nae Au­gus­tae per­so­na con­sti­tuit, cum ea an­te in­ter ho­mi­nes es­se de­siit, quam tes­ta­tor de­ce­de­ret.

Übersetzung nicht erfasst.

Dig. 33,2,23Iu­nius Mau­ri­cia­nus li­bro se­cun­do ad le­gem Iu­liam et Pa­piam. Li­cet tes­ta­to­ri re­pe­te­re le­ga­tum usus fruc­tus, ut et­iam post ca­pi­tis de­mi­nutio­nem de­be­re­tur et hoc nu­per im­pe­ra­tor An­to­ni­nus ad li­bel­lum re­scrip­sit. tunc tan­tum es­se huic con­sti­tu­tio­ni lo­cum, cum in an­nos sin­gu­los rele­ga­re­tur.

Übersetzung nicht erfasst.

Ex libro III

Dig. 49,14,15Iu­nius Mau­ri­cia­nus li­bro ter­tio ad le­gem Iu­liam et Pa­piam. Se­na­tus cen­suit, si de­la­tor ab­oli­tio­nem pe­tat, quod er­ras­se se di­cat, ut idem iu­dex co­gnos­cat, an ius­ta cau­sa ab­oli­tio­nis sit, et si er­ras­se vi­de­bi­tur, det in­pru­den­tiae ve­niam, si au­tem ca­lum­niae, hoc ip­sum iu­di­cet ea­que cau­sa ac­cu­sa­to­ri per­in­de ce­dat, ac si cau­sam egis­set et pro­di­dis­set. 1Si quis de­la­to­rem sub­ie­ce­rit, tan­tum in ae­ra­rium de­fe­rat, quan­tum prae­mii no­mi­ne de­la­tor con­se­cu­tu­rus fuis­set, si vi­cis­set. 2Di­vus Ha­d­ria­nus re­scrip­sit ean­dem poe­nam de­la­to­rem fer­re de­be­re, si ci­ta­tus ad edic­tum non re­spon­de­rit, qua te­ne­re­tur, si cau­sam non pro­bas­set. 3Se­na­tus Ha­d­ria­ni tem­po­ri­bus cen­suit, cum quis se ad ae­ra­rium de­tu­le­rit, quod ca­pe­re non po­tue­rit, ut to­tum in ae­ra­rium col­li­ga­tur et ex eo pars di­mi­dia si­bi se­cun­dum be­ne­fi­cium di­vi Tra­ia­ni re­sti­tua­tur. 4Quod si tri­bus edic­tis a prae­fec­to ae­ra­rio ad­es­se de­la­tor ius­sus venire no­lue­rit, se­cun­dum pos­ses­so­rem sit pro­nun­tian­dum: sed ab eo, qui ita ad­es­se ius­sus re­spon­den­te pos­ses­so­re non ad­fue­rit, tan­tum ex­igen­dum, quan­tum apud ae­ra­rium ex ea cau­sa quam de­tu­le­rit re­ma­ne­ret, si pro­fes­sio­nem eam im­ples­set. 5Se­na­tus cen­suit, ut per­in­de ra­tio­nes ad ae­ra­rium de­fe­rat is, a quo to­ta he­redi­tas fis­co evic­ta est vel uni­ver­sa le­ga­ta, at­que is de­fer­re de­be­ret, a quo pars he­redi­ta­tis vel le­ga­ti evic­ta sit. 6Si quis ar­gue­tur fal­sas ra­tio­nes de­tu­lis­se, de eo prae­fec­tus ae­ra­rii co­gnos­cat, quan­tam frau­dem in­ve­ne­rit, ut tan­tam pe­cu­niam in ae­ra­rio iu­beat in­fer­ri.

Jun. Maurician. lib. III. ad leg. Jul. et Pap. Der Senat verordnete: Dass, wenn der Angeber Niederschlagung der Anklage verlange, weil er geirrt zu haben behaupte, der nemliche Richter untersuchen solle, ob eine gerechte Ursache zur Niederschlagung vorhanden sei, und wenn es den Anschein gewinnt, als habe derselbe geirrt, so solle er der Unvorsichtigkeit Verzeihung gewähren; [hat es] aber [den Anschein, dass die Angabe] aus Chikane geschehen, so soll der Richter auch darüber Untersuchung pflegen, und die Sache ebenso zum Nachtheil des Anklägers ausfallen, als wenn derselbe die Anklage verfochten und verlassen hätte. 1Wenn Jemand einen Angeber aufgestellt hat, so muss er so viel an die Schatzkammer entrichten, als der Angeber zur Belohnung bekommen haben würde, wenn derselbe obgesiegt hätte. 2Divus Hadrianus verordnete, der Angeber müsse, wenn er der Vorladung nicht gefolgt sei, dieselbe Strafe erleiden, welche ihn getroffen hätte, wenn er die Anschuldigung nicht erwiesen hätte. 3Der Senat verordnete zu Hadrian’s Zeiten: Wenn Jemand bei der Schatzkammer von sich angegeben habe, dass er nicht erwerbsfähig sei, so solle das Ganze zur Schatzkammer eingezogen, und die Hälfte davon ihm in Gemässheit der von Divus Trajanus verliehenen Rechtswohlthat zugestellt werden. 4Wenn der Angeber durch drei Vorladungen vom Präfecten der Schatzkammer, zu erscheinen aufgefodert wurde und sich nicht stellen wollte, so soll zu Gunsten des Besitzers erkannt, von Demjenigen aber, der auf solche Vorladung zu der Verantwortung des Besitzers nicht erschienen ist, so viel bezahlt werden, als der Schatzkammer durch die angegebene Sache zugefallen wäre, wenn er seine Anzeige bewiesen hätte. 5Der Senat verordnete, dass Derjenige, welchem eine ganze Erbschaft, oder die gesammten Vermächtnisse zu Gunsten des Fiscus entzogen werden, ebenso der Schatzkammer die Rechnungen aushändigen müsse, wie sie Jener auszuhändigen hätte, welchem ein Theil der Erbschaft oder eines Vermächtnisses entzogen worden. 6Wenn Jemand beschuldigt werde, falsche Rechnungen ausgehändigt zu haben, so solle der Vorsteher der Schatzkammer darüber Untersuchung pflegen und ihn verurtheilen, so viel Geld in die Schatzkammer zu erlegen, als der entdeckte Betrug beträgt.

De poenis libri

Ex libro II

Dig. 2,13,3Mau­ri­cia­nus li­bro se­cun­do de poe­nis. Se­na­tus cen­suit, ne quis­quam eo­rum, a qui­bus quid fis­co pe­te­tur, alia in­stru­men­ta de­la­to­ri co­ga­tur ede­re, quam quae ad eam cau­sam per­ti­ne­rent, ex qua se de­fer­re pro­fes­sus est.

Marician. lib. II. de Poenis. Der Senat hat beschlossen, dass keiner von denen, welchen etwas für den Fiscus eingeklagt wird, andere Urkunden dem Angeber vorzuzeigen gezwungen wird, andere Urkunden dem Angeber vorzuzeigen gezwungen werden dürfe, als solche, welche zu der Sache gehörten, weshalb seinem Bekenntnisse nach die Denunciation geschehen sei.